Was man allerdins auch nicht unterschätzen sollte dass ein Job der einem nicht liegt noch mehr auf die Gesundheit gehen kann als körperliche Arbeit, daher wäre wichtig in Schulen das Thema Berufsberatung deutlich umfangreicher zu behandeln.
Vieles merkt man bei einer Berufsberatung oder auch bei einem Praktikum garnicht, und selbst beim Schnupperpraktium kommt dann schnell die Ernüchterung.
Viele die als Realschüler oder Gynasiasten ein Praktikum bei Lokalmedien, einem Immobilienmakler, einer Anwaltskanzlei, einem Fitnessstudio, einem Autohaus als Automobilverkäufer, etc. machen erfahren dann das viele diese Betriebe zwar Praktikanten nehmen, aber entweder garnicht Ausbilden sondern nur Aushilfen und Leute mit Studienabschluss, oder wenn doch mal dann nur mit sehr gutem Abschluss.
Viele die in einem Restaurant oder Hotel, bei einem Friseur und Barber, einen Heizungsfachbetrieb etc. ein Praktikum machen, sind dann erstens schon oft körperlich überfordert und bekommen schon in der ersten Woche Schmerzen vom stehen, und sind dann auch von der Einkommensperspektive ziemlich enttäuscht. Und auch von der Arbeit. Das zum Beispiel im Restaurant die ganze Woche kein Menü kreiert wird sondern es eher darum geht oft schnell zig Wiener Schnitzel schnell zu den Gästen zu bekommen. Und des es in Heizungsfachbetrieben nur selten um komplexe Störungssuche oder um die Planung und Inbetriebnahme von Wärmepumpen geht, sondern oftmals tagelang kniend Elemente für Fussbodenheizung verlegt werden müssen.
Und man kann auch das alte Dogma über Bord werfen dass man mit 30 Jahren 20 Jahre Berufserfahrung haben muss um erfolgreich zu sein.
Naja, wenn man das Ziel hat mit so 26-32 bevor das erste Kind kommt ein schönes Leben zu haben muss man schon mit so 21-24 anfangen richtig Geld zu verdienen.
Ich denke es sind bei vielen Jobs eher fehlende Erfolgserlebnisse, aber darüber sollte man sich schon bei der Berufswahl Gedanken machen was einem der Job außer Geld noch gibt bzw. geben soll.
Oder es ist fehlende Anerkennugn des Vorgesetzten, dann ist der entweder ignorant und man sollte den Chef auswechseln, oder man selbst macht seinen Job nicht so gut wie man denkt, das ist meist der Fall wenn sich kein Chef findet der einem die erwartete Anerkennung zuteil werden lässt, dann hat man leider den falschen Job gewählt.
Einfache Anerkennung in Form von schönen Worten oder Stempeln funktionieren schon in der Schule nur bei Erst- und Zweitklässlern.
Schon ab der Dritten Klasse ist es so das man sich über Anerkennung vom Lehrer oder auch den Tischnachbarn über eine gute Note zwar ein bisschen aber nicht mehr wirklich freut.
Was anderes ist wenn jemand zu den meist zwei, drei Schülern in jeder Klasse die bei den Bundesjugendspielen eine Ehrenurkunde bekommen gehört. Denn obwohl Sport für den Abschluss in der Regel garnicht so wichtig ist, bekommen die schon ordentlich "Fame" dafür. Nicht nur eine Urkunde mit Unterschrift vom Bundespräsidenten, sondern auch eine eigene Veranstaltung, in der Aula mit Gruppenfotos und Lokalpresse und man kommt dann auch mit Namen in die Zeitung. Das ist schon etwas Fame.
Bei Noten gibt es das zwar inzwischen auch bei den Jahrgangsbesten, aber dann auch wirklich nur mit Einserschnitt, und auch nur in kleinerem Umfang.
Aber für einen 1,7er Schnitt bekommt man irgendwie auch nicht mehr Aufmerksamkeit wie für einen 3,1er Schnitt oder ein 3,7er Ach-und-Krach Abi.
Irgendwann ist es auch mal mit Young Tarifen vorbei. Sprich, finanziell weiter gepämpert werden über 30 ist nicht.
Durch Young-Tarife wird niemand gepämpert, denn da geht es vielleicht um 10€ oder 15€ also Peanuts.
Eher wird die 50+ Generation gepämpert. Die bekommt für so 600€ p.a. für eine Kfz-Versicherung mit gerademal 150€/300€ SB nachgeworfen und zahlt oft eine schöne 92m² Wohnung oft nur 600€ monatlich. Mit so 22-32 zahlt man aber schnell so 1.700€ p.a. für die Kfz-Versicherung trotz 750€/750€ SB. Und für eine wesentlich kleinere 58m² Wohnung schenll 820€ monatlich.
Arbeit war für mich immer Pflicht, keine Kür. Ruhm dabei war mir egal, tangiert mich nicht einmal peripher.
Ich hab nie gesagt das die Arbeit keine Pflicht sein soll, und selbst wenn man eigentlich von einere anderen Zukunft träumt, sollte man eine vernünftige Ausbildung oder Studium nicht vernachlässigen, sondern es sich auf jeden Fall als Standbein sichern.
Und kängst nicht jeder kann vom Sport, von der Musik, von Gaming, oder Social Media leben, das muss man akzeptieren. Soweit würde ich dir zustimmen.
Aber ein Leben das nur aus Pflicht besteht, und garkeine Perspektive auf persönliche entwicklung und persönlichen Ruhm bietet, würde ich auch trostlos finden.
Deswegen sage ich ja auch auf jeden Fall Ausbildung oder Studium machen und dann so 65-75% arbeiten, und versuchen dann in der restlichen Zeit was hochzuziehen ohne sich zu überarbeiten.
Wenn ein Job in 100% Vollzeit mit so 3.350€ brutto / 2.217€ netto dotiert wäre, dann wären das in 70% Teilzeit so 2.345€ brutto / 1.665€ netto. Dazu dann noch so ca. 150€ Aufwandsentschädigung als C/B-Jugendtrainer und so ca. 600€ mit Social Media und man wäre bei insgesamt ca. 2.415€ und das wäre dann etwas mit dem man sich zur Mittelschicht zählen könnte.
Und so eine Dreiteilung ist eben intressanter und hat auch mehr Potential auf Ruhm.
Aber auch wenn man weder als Trainer noch mit Social-Media wirklich jemand soviel Karriere macht das man davon leben könnte, hat man auch wenn man nur 150€ + 600€ zuverdient nichts verloren, und es ist trotzdem intressanter und bietet wenigstens ein bisschen mehr Ruhm als ein 100% Vollzeitjob.