Ich glaube zumindest dass aktuell keiner der Anspruch hat drauf verzichtet.
In dem Fall wäre man auch doof auf den Dienstwagen zu verzichten.
Aber wenn ich mal davon ausgehe das ein Dienstwagen den Arbeitgeber so etwa 450€ im Monat kostet, und das dann anstelle des Dienstwagens an den Arbeitnehmer weitergegeben würde, dann den Sozialversicherungen zusätzliche ~94€ Sozialversicherungsbeiträge und dem Staat zusätzlich ~126€ Lohnsteuer einbringen.
Und den Arbeitnehmer würden noch ~230€ verbleiben.
Wenn man ohnehin ein Auto braucht und ein halbwegs neues Auto fahren möchte, wäre es natürlich trotzdem klüger den sinvoller den Dienstwagen zu nehmen weil man für ~230€ kaum ein Auto unterhalten kann. Aber wenn jetzt jemand so wohnt das er eh die meisten Wege mit dem ÖPNV zurücklegen kann und eh noch ein Auto im Haushalt verfügbar ist, wäre es trotzdem ein guter Deal.
Und auch wenn man es von der Seite der Gerechtigkeit betrachtet wäre es eine gute Sache die Dienstwagen abzuschaffen. Denn Dienstwagen bekommen ja eh nur Mitarbeiter in gehobenen Positionen, während von den normalen Mitarbeitern und vorallem bei Niedriglohnjobs sich auch ihr Auto selbst finanzieren müssen. Deshalb ist es ohnhin unfair das Mitarbeiter in gehobenen Positionen die eh schon viel mehr verdienen auch noch das Auto finanziert bekommen.
Das ist doch völlig utopisch! Es mangelt in den Großstädten und Ballungsräumen jetzt schon an Wohnraum, und mehr und mehr Familien sind gezwungen immer weiter nach draußen zu ziehen, wo es dann halt keine S-Bahn mehr gibt. Das ist in Berlin und München, in Frankfurt am Main und Hamburg ein Problem. Die Arbeitgeber verlagern sich doch nicht aufs Land, wir sind doch nicht mehr im Zeitalter der Industrialisierung bei Siemens, die neben dem Werk die Siemensstadt baut!
So 25-40km Arbeitsweg, also jeden Arbeitstag 50-80km nur für die Arbeit fahren müssen bedeutet aber nicht nur das dadurch eine Menge CO2 ausgestossen wird, die vermeidbar wäre. Sondern sie kostet den Arbeitnehmern auch noch Geld und Freizeit. Und deshalb ist das eben in mehrfacher Hinsicht gesellschaftlich kontraproduktiv, und sollte deshalb vermieden werden.
Und zur Preisgestaltung der Einzeltickets: wenn der Sprung so klein ist, dann lohnt sich das D-Ticket halt schneller, ja mei. Hier in Dublin kannste auch Bus pro Fahrt in 90‘ Tranchen zahlen, bis zum täglichen Limit, dann fährste den Rest des Tages umsonst.
So ein System fände ich auch beim Deutschlandticket sinnvoll!
Statt einem 49€ Monatsticket sollte man lieber 14€ Tagestickets, 70€ Monatsticket und ein digitales Flexticket anbieten.
- 14€ Tagestickets vom Automaten zum Name reinschreiben
- 70€ Monatsticket vom Automaten zum Name reinschreiben
- kostenloses digitales Flexticket auf das man dedarfsweise 14€ Tagestickets buchen kann und ab dem fünften Tagesticket die Nutzung für den restlichen Kalendermonat geschenkt bekommt
Für Grossstadt- und Ballungsraumbewohner die das Ticket fast jeden Tag nutzen können wären 70€ noch immer ein sehr guter Deal.
14€ Tagestickets würden aber auch für Kleindstadt- und Landbewohner die ein Auto brauchen zumindest die gelegentliche Nutzung attraktiv machen.

