Beiträge von area58653

    Schmeckt wie Knüppel aus dem Sack. So in etwa wie Maggi mit Alkohol.


    Ziegelfarbene Steingutflaschen, da lockt man niemanden mit hervor.

    Gibt ja nicht nur Bärwurz und Blutwurz von denen, sondern auch Fruch-Spirituosen und Frucht-Liköre in blauben und transparenten Flaschen.

    Natürlich sind es trotzdem nicht unbedingt Mainstream-Produkte, und es gibt mit Penninger als Waldkirchen, Gerl aus Spiegelau und Liebl aus Bad Kötzting noch drei Konkurrenten, so das niemand einen Spirituosenmangel fürchten muss.

    Aber trotzdem ist es schade wenn nach 75 Jahren ein Traditionsbetrieb den Betrieb einstellt.

    Zumal Zwiesel auch schon ein bisschen unter dem leerstehenden Real leidet. Allerdings hat 2022 dafür auch ein BurgerKing neu eröffnet.


    Wenn man eben nur die Schlanken und Schönen mit Klamotten versorgt. Die kaufen jetzt andere Marken.


    Hinzu kommt, die jungen Menschen tragen Sportklamotten von Nike & Co.

    Früher hat man Esprit und adiadas / Nike durchaus auch oft kombiniert.

    Politik hat tatsächlich nur marginalen Einfluss auf die Wirtschaft, was tatsächliche Preisgestaltung betrifft.

    Bestimmte Sachen, wie z.B. die Mehrwertsteuerpflicht für Software und Dienstleistungen aus Drittstaaten, die Kosten der Euro 6e Abgasnorm und der ganzen Assisstenzsysteme, aber auch Mehrwertsteuer in der Gastronomie liegen schon komplett im Einflussbereich der Politik.


    Auf bestimmte Dienstleistungen, die überteuert sind, kann und sollte man dann als Konsument und mündiger Bürger wenigstens eine Zeitlang verzichten, und nicht mitmachen wie ein Schaf.

    Dazu gehört auch überteuerte Gastronomie. Die das ja auch merkt - und jammert.

    Eben mal vor dem Hinsetzen auf die Speisekarte gucken, und ins Restaurant nebenan gehen.


    Das ist mir schon klar, aber u.a. Gastronomie kann man ausweichen, Strom und Gas nur bedingt. Das meinte ich damit.


    Bei Gastronomie und Veranstaltungen muss man aber Bedenke das die Leute gut 25 Monate wegen Corona-Lockdown darauf verzichten wollen, und deshalb vorallem 2022 ein enormaes Nachholbedürfnis hatten, und nicht auf den Preis genschaut haben. Die Leute haben sich da wie Gefängnisinsassen die endlich aus der Haft entlassen worden sind gefühlt. In so einer Situation schaut niemand aufs Geld.

    Und 2023 und vorallem 2024 als das Nachholbedürfnis allmählich gesättigt war, ist die Nachfrage eh eingebrochen.

    Aber bei der Gastronomie und Veranstaltungen kommt es eben anders als beim Strom und Gas, das immer identisch kommt eben auch auf so Dinge wie Stimmung an. Die Menschen haben eben auch soziale Bedürfnisse.

    So extrem ist es nicht.

    Strom und Versicherungen kann man durch regelmässige Kündigungen und ggf. Anbieterwechseln zwar schon auch sparen, aber so extrem sind da die Unterschiede nicht.

    Und bei den Mobilfunkverträgen gewöhnen sich die Leute an die Neukundenkonditionen die für 24 Monate gewährt bekommen: Wenn ein Kunde 24 Monate lang 40GB statt 30GB für 21,99€ statt 46,99€ bekommt, gewöhnt er sich dran. Und spätestens dann wenn die Rabatte wegfallen melden sie sich wieder bei ihrem Anbieter, und würden ggf. kündigen.

    Früher kosten die Anbieter ja wegen der automatischen Verlängerung am 12 Monate ihre Kunden ann für diese Zeit in den Basiskonditionen "gefangen" halten. Aber diese Zeiten sind zum Glück vorbei.

    Man muss unterscheiden zwischen Inflation, und Preiserhöhung aus Rafgier.


    Zu viele Unternehmen nutzen diese Situation aus. Gastronomie wäre das beste Beispiel, auch bei Kleinunternehmen.

    Und dann natürlich „Schrinkflation“, Weniger Inhalt, gleicher Preis.


    Nicht immer wo wir es mit extremen Preissteigerungen zu tun haben ist es gleich Raffgier.


    Bei der Gastronomie kommen ja wirklich sehr viele Effekte zusammen: Höhere Lohnkosten durch höheren Mindestlohn und Folge der nächsten Lohngruppen + gestigende Energiekosten + gestiegene Lebensmitteleinkaufspreise + gestiegene Miete + Wiedererhöhung der Mehrwertseuer.

    Und ähnlich seht es bei anderen Dingen aus:

    Zum Beispiel kommt bei Apps, Software und Onlinediensten zu der Preiserhöhung in USD noch der gefallene Euro und seit Juli 2021 die Mehrwertsteuerpflicht. Eine Preierhöhung von 19,99 USD auf 23,99 USD wäre ja nur halb so wild, aber

    19,99 USD bei EUR/USD Kurs 1,1875 waren 16,83€

    23,99 USD bei EUR/USD Kurs 1,0810 sind 22,19€ + 4,22€ Mehrwertsteuer = 26,41€


    Oder bei Autos gilt jetzt ja für Neuzulassungen Abgasnorm 6e und ausserdem sind inzwischen die ganzen Assistenten ( https://www.meinauto.de/news/e…teme-sind-ab-2024-pflicht ) vorgeschrieben, welche vorallem Kleinwagen und Kompakte verteuern. Bei Luxusfahrzeugen ist ja die Hardware eh immer vorhanden, aber bei Kleinwagen und Kompakten waren vorher nicht soviele Sensoren und Kameras üblich.

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    Aber wie Frank schon geschrieben hat nutzt es wenig über die genauen Gründe zu philosophieren, sondern das Problem ist as es die Kaufkraft auffrisst.

    Schuld ist allerdings die Politik.

    So Dinge wie Mehrwertsteuerpflicht auf Dienstleistungen aus Drittländern und die Euro 6e Abgasnorm hätte man auch auf bessere Zeiten verschieben können. Auch Euro 6d war ja schon eine relativ strenge Abgasnorm. Und auch bei den Assistenzsystemen hätte man sich erstmal auf die Assistenzsysteme die günstig ohne viel Hardware möglich sind beschränken können, also Notbremslicht, Notbremsassistent und Kopfaufprallschutz. Aber Geschwindigkeitassistent, Spurhalteassistent, Rückfahrassistent, Müdigkeitserkennung und Blackbox braucht einfach zuviel Hardware.

    Das ist ja nichtmal eine Kopie der o2 Netzabdeckungskarte sondern direkt die o2 Netzabdeckungskarte. Das ist schon arm, nichtmal ein eigene Netzabdeckungskarte anzubieten.


    Wobei ich da aber auch davon ausgehen würde das man die kombinierte Abdeckung von o2 2G/4G/5G & 1&1 4G/5G anzeigen würde, zumindest defaultmässig. Dann man will vor den Kunden natürlich so gut wie möglich aussehen. Und nicht immer extra das Roaming erklären wollen.

    Ich kommte aber auch gut mit einer Netzabdeckungskarte leben die folgende Layer bietet:

    o2 2G/4G/5G & 1&1 4G/5G kombiniert (default)

    per Klick auf ein Einstellungs-Zahnrad aber auch:

    o2 4G/5G & 1&1 4G/5G kombiniert

    o2 5G & 1&1 5G kombiniert

    1&1 4G/5G
    1&1 5G


    Vielleicht kommt sows ja mit der Umstellung auf Vodafone Roaming.

    Die Türkei ringt ja gerade mit der horrenden Inflation der Türkischen Lira, was natürlich in jedem Fall für die Menschen dort ein grosses Problem ist.

    Aber normalerweise, wenn ich da z.B. an Island und Argentinien denke, ist das normalerweise nur ein problem für die dortige Bevölkerung. Weil eben die Preise von Importgütern schneller steigen als die Gehälter und die Guthabenverzinsung nachziehen kann.

    Touristen aus anderen Ländern hingegen konnte allerdings bisher dort immer günstiger urlauben, eben weil es für deren Devisen immer mehr Lokalwährung gibt, aber viele lokale Preise wie Hotels und Dienstleistungen nicht ganz so schnell verteuern.

    Aber warum ist das in der Türkei jetzt anders? Da jammern ja auch viele Touristen aus Euroländern und sonstigen europäischen Ländern wie der Schweiz, Tschechien und Dänemark über die hohen Preise. Wie passt das zusammen?

    . . . dafür ist der Lohn auch gestiegen, und das meist mehr als die Preise.

    Das deckt sich leider so ganz und garnicht mit meinen Erfahrungen.


    Bei meiner Freundin ist der Stundenlohn durch Wechsel des Arbeitsplatzes um7,- bis 8,- Euro gestiegen, auf 23,-€/h. Plus 50,-€ Tankgutschein.

    Physiotherapeutin.

    Das wären dann bei 39 Wochenstunden Vollzeit satte 3.887€ Bruttolohn.

    Hier sind für ja nach Branche, Qualifikation und Erfahrung für jüngere Fachkräfte (ca. 23-37) so 2.350€ bis 2.900€ Bruttolohn in 38-40 Wochenstunden Vollzeit realistisch.


    Hinzu kommt, dass die s.g. Preissteigerung Dinge im Warenkorb umfasst, die extrem gestiegen, aber oft nicht extrem relevant sind.

    Ich hab oftmals eher dein Eindruck das viele Dinge die besonders teuer sind im statistischen Warenkorb eher unterrepärsentiert sind.


    Auch wenn ich im Umfeld sehe, dass es schwieriger geworden ist, einen Job zu bekommen.

    Auch da sieht es hier gegenteilig aus. Hier war es vorallem in der Vor-Hartz-IV Zeit bis 2004 sehr schwer Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu bekommen, aber auch 2005-2014 war es oft noch ziemlich schwer. Ab 2015 wurde es deutlich einfacher und vorallem seit dem Lockdown-Ende 2022 reissen sich die Unternehmen gerade um Auszubildende, Duale Studenten und auch Fachkräfte.

    Fast alle Pflegedienste aber auch fast alle Handwerker und und Bauunternehmen haben "Kollegen gesucht / Wir suchen / Wir bilden aus / Wir stellen ein" Beklebungen auf ihren Fahrzeugen und auch viele Geschäfte egal ob Supermarkt, Zoofachhandel, Elektrofachmarkt oder Bekleidungsgeschäft.

    Aber das Gehaltsangebot ist meistens nicht berauschend.