Wichtig ist, dass das Onboarding digital und schnell abläuft. Sprich Account bei der DB oder dem lokalen Verkehrsbetrieb anlegen, das Ticket buchen und dann direkt das Ticket als Fahrschein in dem Account hinterlegt zubekommen. Und dann kann man immer noch weitergehen und die Möglichkeit bieten das Ticket auszudrucken oder eben als Plastikkarte anzubieten.
Ich hab nichts dagegen wenn es Tickets optional auch als digitale Variante gibt, aber ich finde es sollte auch noch eine vollanaloge Variante geben, da diese im Bezug auf den Datenschutz viel sicherer ist.
Bei einer digitalen Variante stechen ja in der Regel personenbezogene Daten im QR-Code, und so könnten prinzipiell problemlos Bewegugsprofile erstellt und dem eizelnen Kunden zugeordnet werden.
Beim klassischen Papierticket mit handschriftlich eingetragenem Namen kann nur die Gültigkeit sowie ggf. die Identität lokal durch Zugbegleiter oder Prüfdienst gespeichert werden, es können keine Bewegungsprofile erstellt werden, zumindest nicht mit vertretbarem Aufwand. Dazu müsste sich der Zugbegleiter dann ja alle Namen merken, heimlich im Dienstabteil in Listen eintragen, und diese dann einreichen. Das wäre natürlich viel zu aufwendig.
Die wenigsten dürften ein bundesweites Ticket, mit dem man 500km quer durch die Republik fahren kann (im Nahverkehr
) wirklich brauchen. Wer das haben will darf ja gerne trotzdem die 49€ bezahlen. Es geht mir ja nicht um ein "entweder oder" sondern um ein "sowohl als auch".
Natürlich wird niemand allein mit ÖPNV quer durch Deutschand fahren, aber in manchen Regionen wie z.B. Oberfranken und der nördlichen Oberpfalz stösst man zum Beispiel mit dem Bayernticket schon öfters an seine Grenzen wenn man nach Jena, Gera, Zwickau oder Chemnitz möchte. Da ist ein bundesweit gültiges Ticket schon besser.
Eigentlich hat differentname schon recht. Es werden eben nicht nur Städter unterstützt sondern alle die per ÖPNV pendeln und dazu die für die es durch den künftig niedrigeren Preis interessant wird. Dass es für Stadtbewohner attraktiver ist als für die auf dem Land will ich dabei gar nicht bestreiten. Ist aber in meinen Augen auch Ok und das sage ich als Pendler der von weit draußen vom Land in eine Metropole pendelt und abseits des Arbeitsweges auf ein Auto angewiesen ist.
Fairer wäre es aber trotzdem, wenn es neben dem 49€ Monatsticket (das gerne auch 59€ kosten dürfte) auch ein 9€ Tagesticket gäbe. Weil so ist das schon sehr unfair.
Grossstädter nutzt sein 49€ Monatsticket an 23 Tagen im Monat: 2,13€ pro Tag
Landbewohner nutzt sein 49€ Monatsticket an 2 Tagen im Monat: 24,50€ pro Tag
Das heisst ein Landbewohner müsse pro Tag 11,5x soviel zahlen
Bei meinem Modell wäre es hingegen so:
Grossstädter nutzt sein 59€ Monatsticket an 23 Tagen im Monat: 2,57€ pro Tag
Landbewohner kauft sich an 2 Tagen ein 9€ Tagesticket: 9€ pro Tag
Da müsste ein Landbewohner pro Tag nur noch 3,5x soviel bezahlen
Faktor 3,5 wäre ein Faktor den ich akzeptieren könnte, egal ob es um ÖPNV, Festnetzinternet oder Mobilfunk geht.