Beiträge von area58653

    An allen Stationen läuft dort L18 auch auf EARFCN 1600. Und der einzige kritische Standort mit zu wenig Bandbreite ist Ostritz. Denn dort kann aktuell kein 5G N28 von Nachbarstationen aushelfen, da Ostritz im Tal liegt. Dieser Standort soll aber umgebaut werden.

    Stimmt 1600 ist LTE1800 und 300 LTE2100.


    Der Umbau dürfte dann aber vorallem die Anbindung betreffen, denn funktechnisch sollte es kein Problem sein einfach 15 MHz oder 20 MHz einzustellen, das sollte doch jede Basisstation können.

    Es war eben Pech mit den 1.000€. Die letzten Reisen habe ich Flat über den Anbieter gebucht, kostet 139€ - 199€ für 7 Tage. Dann kann man das nutzen wie normal. Wobei die Performance manchmal auch nicht so toll war.

    Das finde ich preislich für ein OnBoad-Netz voll okay.


    Gut wäre es wenn die Anbieter beim Roaming eine kostenlose Vorschaltscheite einführen würden, wo man dann entsprechende Tickets buchen könnte.

    Jedesmal, wenn sich das Handy wieder ins Bordnetz einbucht (nun nur noch für o2 Business Kunden möglich) kommt sofort eine SMS mit:

    Herzlich willkommen an Bord! Bitte beachten Sie, das Ihr Roaming Tarif an Bord nicht gilt! Bitte wenden Sie sich für die genauen Preise an Ihren Mobilfunkanbieter!

    So geht das die ganze Kreuzfahrt Woche lang…


    Ich sehe da vorallem zwei Stolperfallen für den Weg in die Kostenfalle:

    1) Die Leute haben schon bis zum Boarding Info-SMS von mehreren normalen EWR-Netzen bekommen und die ersten zwei, drei davon gelesen, aber eben den Rest dann nicht mehr.


    2) Die Leute haben die Preisangebote gelesen und auch gemerkt das 25 €/MB teuer sind, aber können ihren Datenbedarf nicht so wirklich einschätzen, und gehen davon aus das sie unter Verzicht von Streaming schon mit so maximal 300€ hinkommen werden.

    Viel wird davon abhängen, wie die nächste Frequenzvergabe verläuft. 1&1 ist schon bei der 2100 MHz-Auktion etwas unter die Räder gekommen. Von 60 MHz gepaart konnten sie sich nur 10 MHz sichern, und das erst ab Ende 2025, auf Kosten von O2. Wenn Lowband-Frequenzen zur Versteigerung anstehen, halten Telekom, Vodafone und O2 mit allem dagegen was sie haben. Die 1,5 Mrd. vom Verkauf von GMX und Web.de könnten dann gerade für eine Auktion reichen. Irgendwann ist dann das Tafelsilber weg, und ein brauchbares Frequenzportfolio immer noch außer Reichweite.

    Ich weis nicht genau welche Frequenzen bei der nächsten Auktion überhaupt versteigert werden, aber gerade bei den 800 MHz und 900 MHz Frequenzen können die etablierten Netzbetreiber garnichts an 1&1 Drillisch abgeben da diese Frequenzen das absolute Rückgrat ihrer bereits ausgebauten Netze sind.

    Deshalb kommen für 1&1 Drillsich eigentlich eher die 700 MHz, 1500 MHz und 1800 MHz Frequenzen in Frage, denn die sind für die etablierten Netzbetrieber jetzt nicht sooo essentiell. Da hätte es den ebablierten Netzbetreibern nicht so weh getan 5-10 MHz @ 700 MHz, 10 MHz @ 1500 MHz und 5-10 MHz @ 1800 MHz an einen Challenger abzugeben.

    Aber die 700 MHz und 1500 MHz Frequenzen wurden ja erst 2015 komplett vergeben und stehen wohl noch nicht so schnell zur Vergabe an, die 1800 MHz Frequezen grösstenteils auch, aber kann sein das da ein paar davon neu vergeben werden. Glaube ausschliesslich von Telekom und o2.

    Das heisst 1&1 Drillisch muss sich mit der Telekom anlegen. Denn die Frequenzen von Vodafone laufen allesamt länger, und o2 muss seine 10 MHz auf Gedeih und Verderb verteidigen weil sie eh schon knapp aufgestellt sind. Nur die Telekom könnte ohne allzugrosse Probleme 5-10 MHz abtreten.

    Ob bei LTE-CA auch Carrier Aggregation zwischen zwei Stationen möglich wäre weis ich garnicht. Ich glaub ich hab es jedenfalls noch nie bemerkt.

    Aber das naheliegendste wäre in deinem Fall wohl einfach LTE1800 mit den üblichen 15 MHz oder 20 MHz zu betreiben. Oder vielleicht gibt es spezielle Gründe, wie einzureichende Anbindung?

    BTW: Welchen ARFCN haben diese 5 MHz Zellen eigentlich? 300 wie die normalen LTE1800 Zellen oder was anderes?

    Das wäre dann schon zumindest ansatzweise intressant, aber gegenüber freenet FUNK würde mich das jetzt nicht vom Hocker hauen, da freenet FUNK nahezu bundesweit vernünftige Datenraten bietet während der 1&1 Tarif dann in den n78 Inselchen unlimited wäre.

    Wenn sich o2 bei der Frequenzauktion 2015 je 5 MHz in Band 3 und 28 geholt hätte, und dann mit LTE700 + NR1800 auch nahezu bundesweit (wenn es dann nur ~93% statt ~99% wären okay) wäre es eher attraktiv.

    ich denke wegen Intersite-Anchoring hat TEF auch auf 700 MHz fast ausschließlich 5G in Betrieb. Zum Beispiel kommt das im Gewerbegebiet Zittau Weinau zum Einsatz. Wenn der lahme 5 MHz L18 Sender zur Unterstützung nahe 5G-Standorte heranzieht. Dann hat man im Download nicht nur 15 Mbit sondern mehr aks 30 MBit/s wie ich testen durfte. Jetzt sage ich keiner, 5G hätte keinen Sinn. Klar hatte 4G das auch geschafft, aber die Netzplaner haben sich eben für 5G 700 statt LTE 700 entschieden.


    Warum läuft bei euch LTE1800 nur mit 5 MHz? Hier läuft LTE1800 meist mit 15 MHz und vereinzelt sogar mit 20 MHz.

    Dafür funktioniert hier kein Site Anchoring.

    In 93474 Arrach hätte z.B. der örtliche Sender GSM900 + 10 MHz LTE800 + 10 MHz NR700 und die genauso gut empfangbare UHS von den Nato-Türmen am Hohen Bogen GSM1800 + 15 MHz LTE1800 + 20 MHz LTE2100 aber hab hier nur meistens 4G+ (UHS mit 2CA) oder manchmal 4G (LTE800).

    mit gesundem Menschenverstand kann ich nicht verstehen, warum man in einem komplett gesättigten Markt so viel Geld in ein viertes Netz pumpt. Mein Gefühl sagt mir, dass das irgendwann nach hinten los geht (wie bei Quam damals).

    Sehe ich auch so.


    In einen gesättigten Markt einstiegen ist natürlich immer schwer und sollte gut überlegt sein, aber generell ist es natürlich nicht unmöglich.

    Allerdings finde ich stehen bei 1&1 die Vorzeichen extremst schlecht, weil sie erstens bis 2026 erstmal nur 3700 MHz Frequenzen haben und dann ab 2026 nur ein bisschen 2100 MHz Frequenzen dazu. Und zweitens weil 1&1 Drillisch die ganzen letzten Jahre schon einen müden, ausgelutschten Eindruck macht statt damit anzufangen technisch als ersten Schritt ein eigenes Core-Netz aufzubauten und marketingmässig wirklich attraktive Tarife aufzulegen wie es aktuell o2 , freenet, Tchibo tun.

    Ich würde den Leute da oft keine Schuld geben, sondern finde es durchaus nachvollziehbar.

    Zwar lesen die meisten Leute schon die ersten zwei, drei Begrüssungs-SMS genau, aber wenn man schon von diversen dänischen, norwegischen und schwedischen Netzen Begrüssungs-SMS bekommen hat dann liest man die sechste Begrüssungs-SMS eben nicht mehr so genau.

    Ausserdem haben die meisten Leute ein schlechtes Gefühl für MB, sie wissen zwar vielleicht das sie im Monat meist so 5GB bis 8GB verbrauchen weil sie einmal gegen Monatsende auf den Datenzähler schauen, aber auf die genau Statistik zu den einzelnen Apps schauen sie kaum, und denke dann naiv das sie ohne Streaming schon nicht soviel Datenvolumen brauchen würden.

    Ausserdem zeigen die meisten Android-Smartphones auf dem Homescreen garkeine Netznamen mehr an sondern nur die Empfangsbalken für Roaming, so das man auf den ersten Blick es garnicht von normalen EWR-Roaming unterscheiden kann.

    Ausserdem ist nicht nur Datenroaming eine Kostenfalle, sondern auch Sprachanrufe und bei manchen Netzbetreibern sogar die bedingten Rufumleitungen zur Mailbox.

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    Ansonsten frage ich mich warum die Bordnetze solche Wucherpreise verlangen, zu denen höchstens ein paar gelegentlich anwesende Multimillionäre das Netz freiwillig nutzen, und ansonsten nur ein paar naive Opfer die in die Falle tappen.

    Natürlich sind Bordnetze relativ aufwendig und rechtfertigen einen höheren Preis, aber doch keine solchen Wucherpreise.

    2h max. 200MB für 19,90€
    24h max. 200MB für 49,90€
    24h max. 2GB für 119,90€

    Sollten mehr als kostendeckend sein, zumal es dann auch mehr Leute gäbe die freiwillig buchen würden.