Beiträge von 01454er

    Die EU hat sich zu Klimazielen verpflichtet (woran allerdings auch die Konservative Fraktion beteiligt war), ob die nun reichen und ob sie erreicht werden oder nicht.

    Aber die Regierungen der Mitgliedsstaaten müssen sehen wie sie es auf nationaler Ebene umsetzen, Merkel und ihre Koalitionspartner haben sich da einen schlanken Fuß gemacht, aber langsam läuft die Zeit ab wo man nichts tun musste und den reguläen technischen Fortschritt für sich arbeiten lassen konnte.

    Das sind richtig dicke Bretter die gebohrt werden müssen und daher wenig Spielraum stümperhafte Kommunikation und unausgegorene Umsetzung haben, dazu das Ende der Nullzinsphase wo man munter Blasen auf Kredit finanzieren konnte.

    Einfach mal anschauen, wo die CO2-Einsparung in D seit 1990 im Wesentlichen herkam. Größtenteils erreichte man die Reduktion durch die Deindustrialisierung des Ostens. Ergo haben diese Minderungen nicht einmal im Ansatz etwas mit „tief hängenden Früchten“ oder dünnen Brettern zu tun.


    https://taz.de/Geschichte-des-…n-Klimaschutzes/!5916334/


    Und der Treppenwitz ist, dass nun auch wieder im Osten die Kohle geschliffen wird, damit der Westen halbwegs verschont bleibt.


    Nun bin ich gespannt, wie man nach 40% in 30 Jahren die verbleibenden 60% in den verbleibenden 22 Jahren erreichen will.


    Ginge es um Klimaschutz, würden die KKW allesamt noch am Netz sein, bis ausreichend Alternative bereitstehen. Offensichtlich geht es aber eher um das Durchdrücken einer Verzichtsideologie. Damit wird man die Leute aber nicht abholen. Auch und insbesondere nicht die Leute, die hier her migrieren. Im Gegenteil kommen wie wegen des Traums von Wohlstand inkl. SUV, was man an deren Autos wunderbar sehen kann.

    Ich denke, das von Amerika gestellte Orchester, das in Afghanistan und dem Irak die Demokratie verschenkte und den Nahen Osten ganz uneigennützig anzündete, hat uns ganz viele neue Bürger geschenkt. Die Aufwendungen dafür solltest du bitte mit einrechnen.


    Europa machte zu gute Deals mit den Russen. Die Franzosen wollten denen sogar Hubschrauberträger liefern. Das ging dann unseren Freunden, die sogar die Kanzlerin abhörten und den aktuellen Kanzler zum Rapport einfliegen lassen, gehörig zu weit. Also beschwor man die Einheit und spaltete. Die einzigen Interessen, die die USA vertreten sind deren Eigeninteressen. War bei den Russen früher auch so.

    So wie ich die Politik einschätze wird sie versuchen den Verbrenner deutlich eher von der Straße zu drängen. Die möglichen Stellschrauben dazu sind Abgas-Norm, KFZ-Steuer oder CO2-Abgabe.

    Abwarten. Sieht man Bayern und Hessen, scheint die Stimmung langsam zu kippen. Und dabei laufen Insolvenzen und Arbeitsplatzabbau gerade erst an. Politik gegen Mehrheiten wird nicht funktionieren, außer mit Ermächtigungsgesetzen.


    Kommt man den Menschen mit Verboten, reagieren sie zunehmend ablehnend. Ich denke, das Verbrennerverbot war ein Bärendienst für die BEV. Ebenso war bzw. ist das GEG das Gegenteil davon, Menschen zu überzeugen. Beides tangiert mich aber nicht wirklich, ist mir also halbwegs egal.

    Das was sie wahrscheinlich schon immer machen. Super Leasing Konditionen direkt beim Hersteller in Anspruch nehmen.

    Klappt nur mit den derzeitigen Zinsen leider nicht mehr. Klar, Jahrzehnte sanken die Zinsen. Zuletzt wurde für -0,5% Rechnungfsfußzins verleast. Aktuell dann eher 6,99 - 7,99 €. Dazu dann höhere Listenpreise.


    Mein Nachbar hat eine E-Klasse ballonfinanziert. Die läuft in 12/2023 aus. Also zahlt er entweder den Ballon oder "kauft " ein neues Auto. Dumm nur, dass die identische Rate derzeit nur eine A-Klasse mit leicht erweiterter Kassengestellausstattung finanzieren würde. Der Rechnungsfußzins stiege bei ihm von -0,7 % auf +7,99 €. Dazu die leicht inflationierten Listenpreise und schwupp reicht es bald nur noch zum eBike. Ähnlich wie beim Einfamilienhaus, wo heute monatliche Raten jenseits der 3000 € das neue Normal sind, weshalb ja alle wie verrückt (nicht) mehr bauen.


    Hauen die OEMs billigeres Leasing raus, ist es ein verkappter Rabatt. Kann man machen. Fragt sich nur, wie lange das geht, bis die Bilanzen wieder brennen.

    Interessante Annahme, über 23 kWh Strom aber unter 7l E10 Verbrauch auf 100 km…

    Solange die Anschaffungspreise sind, wie sie sind, sind die Preise für die Verbrauchskosten zwar nicht irrelevant, aber doch relativ nebensächlich. Ein ID3 ist Golfklasse. Dafür ruft VW 40k € aufwärts auf. Für die größeren Modelle braucht man da dann keinen Taschenrechner mehr zu nutzen.


    Wenn der Golfersatz über 40k liegt, passt das nicht zum Durchschnittspreis in D. https://de.statista.com/statis…genpreise-in-deutschland/ Denn dann fehlt unten das Segment, das die teuren Autos oben ausgleicht.


    Für 2025 ist von VW ein Kleinwagen für 25k angekündigt. Aus 2025 wird dann vermutlich 2026 werden. Die 25k wird man auch nicht bekommen, weil es das Kassengestell ohne alles einfach nicht geben wird. Was macht dann der Pflegedienst, der vor ein paar Jahren noch Mitsubishi Space Star für 6990€ brutto kaufte? Erhöht der seine Kostensätze? Laufen die Pflegerinnen zu den Patienten? Fährt die Verkäuferin aus dem weiteren Münchner Umfeld dann per Fahrrad ihre 50 km Pendelstrecke oder bekommt sie einfach einen Sack voll mehr Geld? ÖPNV? Meine Schwägerin startet im Kaufland morgens um 4.30 Uhr in deren Backstation, fährt also 3.30 Uhr los. Nix ÖPNV. Niemals, da für eine Person kein Bus fährt und auch kein zusätzlicher Fahrer vom Himmel fällt. Stimmt. Man könnte auch später öffnen. So gegen 10 wäre angenehm. Und nur Dienstag - Donnertag.


    Im jedem Fall sehe ich persönlich ein Gap zwischen den Preisen, von denen die Industrie träumt und denen, die ich bereit bin für Mobilität zu zahlen. Resultat ist, dass mein geerbter Golf fahren wird, bis er nicht mehr fährt. Mal sehen, ob ich damit Einzelfall bin bzw. wie viele genau so denken. Ich vermute recht viele, denn sonst bräuchte es einen Zwang vom Gesetzgeber. Schaut man nun auf die gestrigen Wahlergebnisse… Ich schweife ab.

    Für die Leute die gehen müssen bricht meistens ne Welt zusammen. Wie gesagt, es geht ja auch um die Familien die an dem Arbeitsplatz dranhängen.....

    Um die Situation bei der Telekom mal einzuordnen, empfehle ich hier zu stöbern: https://egon-w-kreutzer.de/jobwunder-deutschland-2


    Oder man liest regelmäßig diese Seite: https://neu.insolvenzbekanntmachungen.de/ap/


    Warum stirbt man in KMUs leise und ohne großes öffentliches Tammtamm, während man z.B. bei der Telekom finanziell zumeist auf Rosen gebettet war und das Ende zumeist auch in Konzernen irgendwie absehbar ist? In meiner Branche haben auch alle geglaubt, dass der Abschwung irgendwie parallel zur Demografie laufen würden. Die Erfahrung zeigt doch aber, dass der Aufschwung durchs Treppenhaus läuft, während der Abschwung entweder im Fahrstuhl fährt oder gleich direkt vom Dachgeschoss fällt.


    Bei der Telekom zeichnet sich die Entwicklung ab, seit T-Mobile US zwar noch wachsende Gewinne, aber sinkende Umsätze ausweist. Ab dieser Veröffentlichung konnte man sich die Entwicklung an 5 Fingern abzählen. Gleiches gilt für VW und sein Elektrodesaster in China. Ich war vor kurzem dort. Vor Corona waren nahezu alle Taxis von VW. Heute dort wo ich war keins mehr. Nicht eins.

    Die können dann direkt in die neue Tochter übergehen. ^^

    Ich denke mal, die Tochter wird eher dazu dienen, Fördermittel ohne lästige NAN in die eigene Kasse umzuleiten. Das Argument einer Kapazitätserweiterung im Markt läuft eher ins Leere, da zwar sicher ausreichende Flure mit Häuptlingen gefüllt werden können, das Personal an der Front/dem Bagger davon aber nicht mehr wird.


    Gräben graben ist ein regionaler Markt. Man muss sich nur ansehen, wie straff diesbezüglich Vinci/Eiffage/Strabag hierzulande organisiert sind und dass es KEINEN wirklich großen überregionalen deutschen Player mehr gibt, der flächendeckend auftritt. Aber die Telekom glaubt, das zu können. Mutig voran. Hybris eines ehemaligen Staatskonzern.

    Die Frage ist erstmal ob 1&1 überhaupt soviel neue Leute braucht?


    Und dabei ist die Nachfrage nach Glasfaser eben garnicht so gross, und die Leute nehmen dann eben bestenfalls den kleinsten verfügbaren Glasfasertarif.

    Genau das. An meinem Büro endet seit 2018 Glasfaser im Erdgeschoss als totes Ende. Da die Telekom den Ausbau zu 100% gefördert bekam, haben die sogar Gartensparten verkabelt. Als dann aber die Drücker/Klinkenputzer kamen, musste man feststellen, dass alte Bevölkerungen kein Glasfaser brauchen/wollen bzw. mit 16 Mbit zufrieden sind und keinesfalls 1 ct mehr für Glas zahlen würden. Ergo klemmt man nun die vom Steuerzahler bezahlte Leitung eben einfach nicht an. Man hat sich für die Kabel groß gefeiert. Beim ersten Spatenstich war unser sächsisches Rotkäppchen vor Ort. Höttges auch. Die Zeche zahlt das Steuerzahlende, wie so oft. Nun scheint die Telekom zu realisieren, dass der Geldregen ausbleiben wird und entschlackt sich. Soweit also alles normal und immer noch im Rahmen.