Beiträge von 01454er

    Ich denke nicht, dass man hier von Naivität sprechen kann. Vielmehr hat Vodafone, weil denen das Wasser bis zum Hals steht, einem Deal zugestimmt, der gegen carrierübliche Abrechnungsmodelle verstößt. Deswegen hat der Deal ja selbst Brancheninsider überrascht.

    Spricht aber für Dommi und sein Verhandlungsgeschick.

    Unter dem Strich ist heute alles üblich, was schon einmal irgendwo gemacht wurde. Nunmehr ist es also auch üblich, dass pauschal unter Mobilfunkanbietern abgerechnet wird, da es ja praktiziert wird.


    Vermutlich ist es heute so, dass Datentransfer deutlich weniger kostet, als früher, so dass eine Pauschale beiderseitig unter Betrachtung möglicher Risiken akzeptabel ist. Am Ende lässt man sich mit der Pauschale sozusagen den Zugang zum Netz vergüten, hängt da ein Preisschild dran und fertig. Das ist wie bei der Jahreskarte fürs Freibad, die im Verhältnis zur Einzelkarte auch absurd billig ist. Da aber das Bad sowieso da ist und Kosten verursacht, ist es für den Badbetreiber egal, ob eine Nase mehr auf der Wiese liegt oder nicht. Außer natürlich in den Bädern der weltoffenen Schwarmstädte. Aber so voll und bunt wie dort ist es sicher auch im Vodafonenetz noch lange nicht, so dass es offensichtlich keines robusten und stichfesten Türstehers, der ganz genau auf Heller und Pfennig abrechnet, mehr bedarf.


    Mobilfunk ist heute Commodity und wird somit über den Preis verkauft. Wichtig ist da „nur noch“ der Kundenzugang, so dass 1&1 mit einer Kundenzahl ein gehöriges Druckmittel zur Verhandlung mitbrachte.


    Die Netzbetreiber geraten absehbar gehörig unter Druck. Insbesondere die, die „nebenher“ noch Festnetzinternet anbieten. Amazon und Starlink werden dieses Feld absehbar beackern und den Rahm abschöpfen. Auch in diesem Markt muss man nicht zwingend größter oder großer Player sein. Analog der KKW-Betreibern, die „nur“ 5% des Stroms lieferten, hat man trotzdem massiven Einfluss auf Preise, Deckungsbeiträge des Wettbewerbs etc. Deshalb war es meiner Meinung nach schlau von Vodafone, sich für 18 Jahre eine Grundlast an Zahlungsstrom zu sichern, während Telefonica nun 400 mio p.a. im FCF fehlen. Und wenn Telefonica nun davon faselt, neue Anbieter aufzureißen, stellt sich die Frage, wie viele Millionen Kunden die in welchen Zeiträumen generieren und wenn das gelingen sollte, ob das dann nicht ausschließlich über den Preis erfolgen wird. Und wenn es über den Preis erfolgt, wird sicher der Zahlungsstrom an Telefonica nicht üppig sein können. Hoch gepokert, Arroganzanflug von sehr gutem Netz und nun ist der nach der Fusion unbestrittene Kaiser nackt und nur noch Landadel. So kann’s gehen.


    Dommermuth sieht 1&1 im Gegensatz zu seinen Verhandlungspartnern als sein Lebenswerk. Er ist kein Angestellter, sondern Founder. Skin in the Game macht oft den Unterschied.

    Ja, die Masse macht es, aber ob der Verlust dieser Kundenklientel jetzt wirklich so dramatisch ist, wie hier ausgemalt wird?

    Ich denke auch wie DARKHALF , dass o2 einige Kunden zurückholen wird und das Netz insgesamt performanter wird. Schließlich hatte o2 die doppelte Datenmenge von Vodafone im Netz, das wird sich nun für o2 entspannen.

    Ausschlaggebend wird die zukünftige Tarifgestaltung von 1&1 als eigenständiger Carrier sein. Dabei ist es meiner Meinung nach fraglich, dass die derzeitige Drillisch Low-Budget-Multimarkenstrategie beibehalten wird.

    Es sind ja nicht deren Kunden, so dass Verwaltung und Zahlungsausfälle von 1&1 abgedeckt werden. Es ist somit leicht verdientes Geld.


    Fraglich ist, ob die Drillisch-Kunden verantwortlich für die vergleichsweise intensive Datennutzung sind, schließlich verkauft Drillisch ausschließlich Datenpakete und keine Fullflats.

    Da sehe ich persönlich keinen grossen Sinn, weil das Konfliktpotential das dadurch entsteht, sind ein paar Euros Ersparnis nicht wert.

    Aber beim Teilen eines Mobile M Boost oder Mobile L Boost ist Ärger vorprogrammiert weil ja nach dem Volumenverbrauch die harte 32 KBit/s Drossel greift. Es sei denn man man mat einen Mobile S Boost mit Unlimited Option die es mal gab aber jetzt eingestellt wurde. Aber auch das ist dann oft nicht mehr sonderlich attraktiv.

    Free S Boost, dauerhaft auf 9,90 € rabattiert und mit einer 19,90 €-Fullflat als Option kombiniert. Da gibts keinen Ärger wegen irgendwelcher Limits. Bei 10 Karten ist sogar die Flat zum normalen Optionspreis von 39,90€ noch ein Superpreis.


    Die Option wurde doch nicht eingestellt.

    O2 ;)


    Für was wird nicht alles Geld ausgegeben, und dann Sparfuchs mit zig Karten.

    Das ist nicht meine Baustelle ^^

    Naja. Hast du Verwandtschaft, die Rentner mit Grundsicherung sind, etablierst du ein preislich aggressives System, das leicht gewartet und umgebaut werden kann. Ich wechsle auch für um die 100 Haushalte regelmäßig den Strom- und Gasanbieter. Alles fing dabei in Verwandtschaft und naher Bekanntschaft an und eskalierte jeweils über deren Umfeld. Bei 100 Gas- und Stromwechsel und deren Provisionen über Shoop in den entsprechenden Aktionszeiträumen braucht’s dann schon ein Nebengewerbe. Einmal Dienstleister. Immer Dienstleister.


    Und immer mal wieder taucht einer auf, der noch einen Vodafone- oder T-Mobile-Vertrag mit 3-5 GB, dafür aber >= 25€ Gebühren mit sich herum trägt. Da ist dann mein sportlicher Ehrgeiz geweckt, schließlich muss es auch in den Chefetagen nicht zwingen Hochfloor sein. PVC würde auch reichen.

    Dual-SIM wird heutzutage aber mehr zu Special Intrest, sei es das man günstiges Roaming ausserhalb des EWR braucht, oder Privatnummer und Arbeitsnummer in einem Gerät will.

    Aber sonst braucht heute kaum noch jemand DualSIM. Denn einerseits haben die Netzbeteiber in den letzen Jahen schon ausgebaut, zweitens gibt es inzwischen auch MOCN. Grössere Funklöcher für die sich eine zweite SIM lohnt sind selten geworden.

    Anderseits gibt es heute eh keine nennenswerten Preisunterschiede zwischen den Netzen mehr, wenn man nicht nur auf die Kernmarken schaut, sondern auch Zweitmarken und Discounter miteinbezieht.

    Voice-Flat bei Telekom-Discountern für 4€. Dazu eine Datenflat aus einem Connect. Das verbreite ich derzeit Schritt für Schritt in der Bekanntschaft, die mit 5GB-Daten nicht hinkommt. Macht dann in Summe 8€ pro Teilnehmer. Alternativ für die Jüngeren einen Telekom-Discounter im 9ct-Tarif für den Notfall + Connect-Flat + Satellite.


    Wenn schon sparen, dann richtig.


    Laut den Presseberichten zahlt 1&1 zukünftig an Vodafone, im Gegensatz zu Telefonica, eben nicht je übertragenem GB, sondern für den prozentual tatsächlich genutzten Anteil der Gesamtkapaiztät des Vodafone-Netzes, über alle Netztechnologien hinweg gerechnet, einen gewissen Preis je Prozentpunkt, der abhängig ist von der Kapazitätsentwicklung und der Kostenentwicklung bei Vodafone. Und es sollen nur noch Daten abgerechnet werden, aber keine Minuten mehr.

    Hab’s gemerkt. Danke. Siehe weiter oben.


    Interessant finde ich, dass Minuten irrelevant werden. Zwar sind ja Minuten auch nur Daten, aber immerhin gibts ja noch Interconncect-Gebühren.

    Auf der anderen Seite werden dadurch Netzkapzitäten frei so dass man Kapazitätserweiterungen strecken kann was den Investitionsbedarf und die daraus folgenden Abschreibungen der nächsten Jahre reduziert wogegen VF nun vielerorts wohl zusätzlich erweitern muss wenn sich die Nutzerzahl schlagartig um über 1/4 erhöht.

    Der Ausbau der letzten 3 Jahre hat VF zwar etwas Luft verschafft, aber in den nächsten anderthalb Jahren wird der Datenverbrauch der Kunden auch weiter steigen.

    Kapazitätserweiterungen sind das eine, die haben alle Dank des wachsenden "Datenverbrauchs" vor der Brust. Das Andere ist aber das möglichst weitgehende Ausrollen von 5G, das o2 noch immer abarbeitet, so dass dort im Vergleich zu Vodafone und T-Mobile noch erkleckliche Beträge zu investieren sind. Man muss doch nur mal die Karten bei http://www.ltecoverage.de checken, um den Unterschied zu sehen.

    Genau das ist nicht der Fall, es ist branchenüblich nach GB abzurechnen. Im aktuellen Vertrag zahlt 1&1 aber eine prozentuale Netznutzungspauschale, unabhängig vom Datenvolumen und das über 18 Jahre.

    Ich denke mal, 1&1 hat ein schickes Paket bekommen, hält seine Kundschaft aber sauber, in dem man keine Fullflat anbietet. So bleiben die Kosten überschau- bzw. kalkulierbar und man läuft nicht Gefahr, Leute wie mich anzuziehen, die für kleines Geld (< 30 €) jeden Monat mehrere TB bewegen.


    Oh. Sorry. Das hatte ich dann genau falsch herum verstanden. Er hat also eine Pauschale ausgehandelt. Nun, Pauschalen sind nicht zwingend schlecht, sofern man die als Abfrager möglichst weit "ausnutzen" kann. Das erklärt vielleicht auch, weshalb Drillisch zunehmend mit immer größeren Datenpaketen für halbwegs gleiches Geld um sich wirft. Wenn sich Vodafone auf eine Pauschale einlässt, heißt das, 1 TB kostet nahezu nix mehr/kostet zukünftig noch weniger oder es heißt, die Not ist groß und man braucht Geld oder etwas von beidem.

    Regional wie immer unterschiedlich. Hier, Großstadt an der geografischen Mitte Deutschlands, ist Vodafone mit Anstand am schlechtesten. Und das Vodafone Netz wird sich durch die ganzen zusätzlichen Nutzer noch weiter verschlechtern, während im TEF-Netz dann wieder mehr Kapazitäten für o2 Nutzer frei werden.

    Sofern 1&1 tatsächlich, wie berichtet, nach übertragenen GB an Vodafone zahlen wird, werden die vermutlich zuerst ihr eigenes Netz an den Hotspots ihrer Kunden hochfahren. Ergo sollten diese dann das VF-Netz absehbar nicht mehr be- oder gar überlasten. Derweil wird man in der Fläche eher gedrosselt ausbauen, denn es treibt ja nichts, da die Sanktionen des Regulierers an Lächerlichkeit kaum zu überbieten sind. Man hat in der Behörde ganze Schränke voller Stupfer Werkzeuge und irgendwie gehofft oder geglaubt, dass die Gegenseite ebenso naiv ist, wie die Strategen in den Amtsstuben. Noch ist es aber eben immernoch so, dass die 1. Wahl in die Wirtschaft geht oder sich selbständig macht und nur der Rest im Amt landet.


    Man muss mal abwarten ob die zwangsmigrierten Kunden im Vodafone-Netz glücklich werden oder wieder zurück ins gewohnte Netz wollen.

    Hier in der Fläche hat Vodafone die wenigstens Basisstationen und setzt viel auf MOCN.


    Für Vodafone war es eine Verzweiflungstat, in der man unüblichen Konditionen gewähren musste. Über so eine lange Laufzeit keinerlei Kopplung ans Datenvolumen zu vereinbaren, könnte sich mittelfristig als schlechter Deal herausstellen.

    Für Dommi zweifellos ein genialer Schachzug, der ihm Luft verschafft.

    Konditionen, die verhandelt wurden, sind ab dem Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung nicht mehr unüblich. Was ist schon unüblich.


    Telefonica hat hoch gepokert, schwätz seit Monaten vom „sehr guten Netz“ und verliert nun absehbar erkleckliche Anteile an Cashflow, da 1&1 letztlich die Sahne für die Torte lieferte. Nun muss man bei o2 reagieren, erhöht aber gleich mal die Preise und hofft, ähnlich wie früher die Bahn, dass bei höheren Preise mehr Kunden kommen. Das klappt bei Rolex, Bentley etc., aber nicht bei einem Commodity, wie Mobilfunk.


    Im Bekanntenkreis gibt es einige, die von o2 zu Drillisch wechselten und nun mit dem Netz zufrieden sind. Homöopathie wirkt auch manchmal. Der Kopf macht’s.

    Wir haben gerade gegessen. Krass. Da war tatsächlich ein Haar in der Suppe, das auf der Packung nicht exakt beschrieben war!


    Zum Thema: Meine Große war Mai - Juli in Asien unterwegs und hatte dort u.a. auch diese eSIM in Nutzung. Da Papa mit ApplePay zahlt, ist er gut informiert. Hat reibungslos mit dem iPhone als Zweitsim gearbeitet.