Beiträge von 01454er

    Würde es bei uns keine Subvention geben, würden die Firmen eben in ein anderes Land gehen und dort die Subvention kassieren, hätten wir hier nichts davon gewonnen. Die USA stecken gerade Milliarden in die Firmen.


    An anderer Stelle jammern die Leute weil Firmen ins Ausland abwandern...

    Steckt man aber mehr rein, als jemals rauskommt, ist das Irrsinn. Den sollte man besser anderen überlassen. Und bitte mal die IRA und seine Bedingungen durchlesen. Die Masse der Subventionen dort sind Steuergutschriften. Es gibt dort recht wenig Cash. Einer unserer Kunden baut in Texas eine neue Gießerei. Die ist durch den IRA für 12 Jahre steuerlich um 50% rabattiert. Dazu gibts dort Strom und Gas, die Faktor 5-7 unter deutschen Preisen liegen. Deshalb geht er. Der Deutschlandchef von Meyer Burger äußerte Ähnliches im Fernsehen. Die investieren in USA mehr als 2 Mrd und bekommen Steuergutschriften + 200 mio direkte Subventionen = 10%. Dazu gibts preiswerte Energie. Das sind andere Maßstäbe als 50% Cash.


    Ich habe seit den 1990ern einige „Investoren“ erlebt, die massive Investitionen abgriffen und direkt an Tag 1 nach der vereinbarten Standortgarantie weiterzogen. Deshalb bin ich skeptisch bei absurden Subventionshöhen kombiniert mit Lobgesängen auf den Standort.


    Steuern, zumindest vor Ort, zahlte und zahlt in Dresden keiner der Chipproduzenten in nennenswerter Höhe. Da ergaben turnusmäßige Anfragen der KMU bei der Stadtverwaltung.


    Wie gesagt, finde ich es für die Region toll. Und wenn sich ein Dummer findet, der das zahlt, umso besser. Aber rechnen tut es sich nicht ansatzweise. Und unabhängig im Sinne von autark ist man dadurch allein wegen der Lieferkette aus Asien nicht einmal im Ansatz.


    Das sich ein Unternehmen marktwirtschaftlich verhält kann man diesem kaum vorwerfen. Da andere Länder ebenfalls fördern hat man die Möglichkeit das Spiel mitzuspielen oder aufzugeben. Gerade im Zuge der Chipkrise hat man sich häufig beschwert zu abhängig von Asien zu sein. Will man da gegensteuern geht das nur mit Eingriff des Staates.

    Wie wäre in dem Kontext dein Gegenvorschlag? VEB?

    Die Auto-OEMs bekamen keine Chips mehr, weil sie selbst in ihrer Überheblichkeit die Lieferverträge gekündigt hatten. Daimler hat das sogar versehentlich im Interview eines Vorstands zugegeben. Ergo rutschten die in der Kette nach hinten, was nur logisch ist.


    Mein Gegenvorschlag? Das Rennen ist verloren. Nicht nur bei Chips. Ich würde Studienplätze anders managen und deutlich mehr in MINT und auf der anderen Seite Facharbeiter umleiten. Das war das deutsche Erfolgsrezept. Dann kamen die Satten und studierten und studieren massenhaft Philosophie etc. Kann man machen, geht aber eben nach und nach schief.


    Ist aber alles Politik. Da halte ich mich aus jeder Diskussion raus, denn die Mehrheit will den Abstieg, weil jeder für sich glaubt, er müsse nicht mit absteigen.

    Na was denn nun? Geld für Ausländer ausgeben ist nicht richtig und gut deutsche Arbeiter nun wohl auch nicht.

    Seinerzeit, als Infineon nach Dresden kam, machte man 1 Mrd DM locker. Damals rechnete man den skeptischen Kleinunternehmern seitens der IHK vor, dass 4000 Mitarbeiter geplant seien und sich die 1 Mrd binnen 10-15 Jahren rechnen sollten. Die 4000 Mitarbeiter hat Infineon überdies nie aufgebaut. Und als es als Quimonda gegen die Wand zu gehen droht, wurden noch einmal ein paar LKW voller Geld gen Dresden-Klotzsche verschenkt.


    Das Problem, was ich damit habe: Das Geld fällt nicht vom Himmel, sondern wird dem Mittelstand, den KMU und den Arbeitern und Angestellten monatlich per Steuer abgepresst.


    Und wenn es zum Treffen kommt, fordert man noch ein paar Milliarden nach bzw. lässt sich Erschließung, Grundstück etc. schenken und bekommt am Ende auch den Strom und das Gas von der DREWAG zu einem Preis, den sonst niemand bekommen wird.


    Winkt irgendwer anderswo mit mehr Geld, geht dann die nächste FAB-Generation dahin. Dieses Rattenrennen kann man nicht gewinnen. Weder als Staat noch als Steuern zahlender Bürger.

    Resümee: Jeder Arbeitsplatz wird mit 2,5 Mio. € bezuschusst.

    Wenn man sich die Gehälter in Dresden bei Bosch anschaut, entspricht das lockeren 25 Jahre der Brutto-Brutto-Gehälter bzw. bei geschickter Anlage könnten die Gehälter aus den Zinsen bezahlt werden. Das nennt man dann wohl Sozialismus. Da waren die Bergleute in der RAG mit 70000 DM p.a. ein regelrechtes Schnäppchen…

    Allerdings gibt es bei den Drillisch Tarifen ja nichtmal die Möglichkeit ein grösseres Roamingpaket zu buchen.

    Wenn man z.B. in Länderzone 2/3 auch alternativ eine 2GB Tagesflat für 8,99€ oder eine 9GB Wochenflat für 39,99€ buchen könnte fände ich das okay. Zwar auch kein Schnäppchen aber okay.


    Finde ab 20 €/GB und kann man überall auf der Welt von Wucher und Abzocke sprechen, wenn es um Länderzone 2/3 geht eigentlich schon ab 5 €/GB.

    Drillisch ist Discounter. Aldi auch. Wem deren Sortiment zu schmal ist, der geht anderswo hin und weint dann leise zu Hause über die Preise der anderen. Meine Güte! Zurück zum Thema!

    Intel wirft man 10 Mrd hinterher. TSMC angeblich 5 Mrd. Dabei hat schon Bosch in Dresden aggressiv Personal bei Globalfoundries und Infineon abgeworben, da der Markt leer ist.


    Gut für meine Heimat. Nicht gut für den deutschen Steuerzahler. Sinnvoll auch, dass TSMC Chips herstellen wird, die in Europa weiter verarbeitet/verbaut werden, während Intel praktisch nur für den Export nach Asien arbeiten wird, da anderswo keine Computerindustrie mehr existiert. Aber wer weiß, was von den deutschen Car OEMs noch übrig ist, wenn TSMC ans Netz geht.


    (Sobald die strategisch wichtigen Produktionen von TSMC aus Taiwan abgezogen sind, wird Amerika die Insel den Chinesen überlassen. Dann ist da auch wieder Ruhe.)

    Mit Auswürfen wie „Wucher“ und „Abzocke“ sollte man homöopathisch umgehen. Man kann sich leicht verrennen.


    Kleine Pakete sind auf die gelieferte Einheit gesehen immer absurd teurer als große Pakete. Das ist bei Zahnpasta, Autos, Zucker, Socken usw. vollkommen normal. Bei Mobilfunk auch.

    Was man eher regulieren müsste das wären Verbindungen aus Deutschland in Nicht-EWR Länder sowie das Roaming in Nicht-EWR Ländern für Anrufe, SMS und auch Daten.

    Da verlangt Drillisch aktuell 7ct po 10KB in Länderzone 2 und 12ct pro 10KB in Länderzone 3, das sind 7.340€ pro GB in Länderzone 2 und 12.582€ pro GB in Länderzone 3. Von Länderzone 4 wollen wir mal besser garnicht reden. Das ist eigentlich mehr als Wucherei!

    Vertragspartner sind über 18 Jahre alt und somit voll geschäftsfähig. Fährst du nach Albanien in den Urlaub, ist es auch billiger als Barbados. Deine Kinder könnten das ggf. nicht wissen, du aber schon. Wenn nicht? Pech!


    Markt ist kein Ponyhof. War er nie und wird er nie sein. Eher ist er tot, als Ponyhof.


    Ich staune, wie viele Leute auch hier extrem staatsgläubig sind und den, der sie vollumfänglich abzockt als Retter/Helfer verkennen.


    Für außerhalb der EU gibts doch Billiganbieter wie Sand am Meer… Ich verstehe dein Problem nicht. Außerdem hat das Gejammer wegen der Datenpakete eher nix mit dem Thema zu tun.


    Ich bin nach dem vodafone-Deal eher gespannt, ob 1&1 nicht vielleicht sogar weiter schaumgebremst und eher punktuell ausbaut, da ja die Strafen nicht hoch sind und der Regulierer selbst kein Interesse haben wird, Lizenzen zu entziehen.

    Ich könnte mir vorstellen das man durch die Vision Pro die neuen Airtags im Raum sehen kann, obwohl er im Rucksack versteckt ist oder der Schlüsselbund mit Airtag sich in der Jacke befindet. Nur so eine Vermutung was kommen könnte, irgendwas tolles wird sich Apple da schon ausgedacht haben.

    Resistent verpackt liesse sich so dann der Verdauungsvorgang bezüglich der Zeitachse und des örtlichen Verlaufs sehr einfach tracken. ;)


    Zuletzt in Asien haben wir Scouter und Autos ausgeliehen. Alle waren mit AirTags überwacht. Hätte ich nicht erwartet.

    Daher hoffe ich ja, dass irgendwann der Staat einen maximalpreis je Gigabyte vorschreibt. Mehr als 1€ pro Gigabyte sollte kein Tarif mehr kosten. Eher sollte man mittlerweile bei maximal 0,50€ pro GB sein.

    Klar, der Staat wird es ganz sicher richten. Da habe ich als Ex-DDRler vollstes Vertrauen. Lassen wir doch einfach die Ampel weiter hampeln. Sinken die Löhne sinken auch die Mobilfunkkosten. Wobei D eine Ausnahme sein könnte, da Energie ja absurd teuer ist und bleibt. Zumindest könnte man ja aber bei ausreichend Wind und Sonne dann die GB-Preise deckeln. Das Deckelungsministerium wird da sicher einen Deckel kreieren können.


    Brot sollte am besten auch nur 1,04€ kosten. Damit Schweine nicht mehr schwer verdauliches Getreide, sondern Brot fressen können, wie in der DDR praktiziert. Und Wohnungen für mehr als 40€ pro Monat warm sollten auch verboten werden. Das war auch ein Erfolgsmodell.


    Bei Staat und Markteingriffen ins Detail bin ich raus. Das endet im Sozialismus. Wir sind schon heute in einer eskalierenden Regulierungsspirale gefangen.