Beiträge von 01454er

    Aber ja, vielleicht schreibt die BNetzA mal den Anbietern vor, dass man Mindestens 384 Kbits anbieten muss. Glaube jetzt nicht, dass die Anbieter da so draufzahlen.

    Die zahlen dabei ebenso viel oder wenig drauf, wie wenn Bierabfüller in die gekauften 0,5 Liter-Flaschen dank eines Regulierers 0.55 l füllen müssten. Die anfallenden Produktionskosten für die Mehrmengen gehen sowohl bei den Daten als auch dem Bier direkt vom Betriebsgewinn ab.


    Wie gesagt: Gewinnerzielungsabsicht. Schlicht und einfach. Greift der Regulierer ein, dreht das Oligopol am Preis. Beispiel: Urteil zum Ausschluss von stationären Routern: Fullflat von 32€ auf 99€. actio = reactio. Auch im Wettbewerb.

    Das Optimum für die Masse der Nutzer wäre vermutlich ein 1 GB-Paket kombiniert mit einer Weitersurfmöglichkeit mit mindestens 384 kbit für 2,99€ pro Monat. Selbstverständlich in einem Netz, dass bis in die 2. Tiefgaragenetage voll mit 5G versorgt, damit man sich an der Anzeige im Display laben kann. Die Netzkomponenten sollten dabei selbstverständlich keine Datenschnorcheln aus China sein und auch nicht von Billigsubs, sondern von bestbezahlten Tarifbeschäftigten installiert und gewartet und mit bei Vollmond erzeugtem Solarstrom betrieben werden. Selbstverständlich sollten auch die Schweiz und Norwegen inkludiert sein, schließlich wäre dann ja mehr Geld für Reisen vorhanden.


    Warum findet sich wohl niemand, der dieses Bedürfnis endlich befriedigt?


    Wer mit 1 Mbit weitersurfen will, kann sich bei eBay auf die Lauer legen und sich einen alten Vertrag von o2 besorgen. Alternativ hätte man für 19,99€ die große Fullflat buchen können, die nun über 25 und 33 auf 99 € hochjustiert wurde. Alternativ gibts die Connect-Tarife, bei denen man bei netter Nachfrage für 10€ + 20€ = 30€ im Monat eine halbe Großfamilie mit einer Daten-Fullflat versorgen kann. Dies kombiniert mit der Voice-Flat von Norma ergibt dann 8€ pro Anschluss und wird bei „normaler“ Nutzung ganz offensichtlich geduldet. (Aktuell habe ich in der Verwandtschaft alle Drillisch-Nutzer auf das kleinste Paket umgestellt und versorge die Telefone über die beschriebene Kombination für weniger als 10€ mit Voice- und Daten-Fullflat, weil alle heute Handys haben, die Dual-SIM entweder virtuell oder physisch beherrschen.)


    Die o.g. Wünsche wird auch 1&1 nicht befriedigen, denn auch die sind eine Aktiengesellschaft mit Gewinnerzielungsabsicht und kein eingetragener Mobilfunkverein. Macht was draus. ;)

    Hehehe... ein 5G Router fällt nach den Erfolgen der 3G Sticks und den 4G MiFi Routern auf jeden Fall unter die Kategorie strategisches Investment... 8)

    Bitte nicht immer wieder privaten Konsum als Investition verbrämen. Diese Denke führt die Masse der Konsumenten ins finanzielle Nichts. Kaufst du einen 5G-Router, ist anders als beim Handy auf zig Jahre Ruhe, da die Dinger überwiegend Wifi6 können und 6G in D vermutlich nicht mehr zu meinen Lebzeiten vollflächig und damit bis nach Ostsachsen ausgerollt wird. Und nein, ich bin weder über 70 oder 60 oder 55. Trotzdem wird in diesem Land 6G für mich nicht mehr kommen. Schon den Deutschlandtakt des VEB Deutsche Bahn, der nun auf 2070 datiert wird, werde ich nicht mehr erleben. Eher vermutlich kommt die Kernfusion, aber auch nicht in D.


    Die Chipsätze der vorherigen Generationen waren spottbillig im Vergleich zu den aktuellen 5G-Sets. Noch billiger waren aber 14400er Modems, die es zum Schluss für deutlich unter 20 DM = 10€ zu kaufen gab. ;)

    Mit etwas Geduld kann man auch mobile 5G-Router für um die 300€ bei Amazon schießen. Ich habe 02/2022 einen D-Link DWR-2101 5G gebraucht gut (nicht einmal ausgepackt gewesen) für 289€ geschnappt. Einfach bei den Camelen einen Preisalarm setzen und zuversichtlich warten. Die üblichen Mondpreise werden regelmäßig nach unten geöffnet. Auch den oben benannten Netgear gibts gebraucht recht regelmäßig zum immer noch Wucher von 750€.


    Wie immer im Kapitalismus, sollte man nicht spontan, sondern strategisch kaufen. Außer Eis natürlich.

    Ich glaube noch nicht einmal, dass Drillisch seine Portale tatsächlich als Marken sieht. Ein paar griffige Gattungsbegriffe, wie sim.de oder handyvertrag.de sind Gold wert, weil selbsterklärend. Der Rest wird parallel geführt und hin und wieder ausgedünnt.


    Die hauen die Tarife einfach über den Preis raus und tun damit das, was Lieferanten von Commodities für gewöhnlich tun. Das Marken-Gesäusel kostet nur unnötig Geld und trotzdem läuft es außer derzeit noch bei t-mobile am Ende auf den Preis raus. Wobei selbst t-mobile bei größeren Businesskunden die Hosen bis zu den Knien runterlässt.

    Seh ich etwas anders. Das Produkt o2 läuft sehr gut - man lässt jetzt ohne eigenes zutun vermutlich einen Geschäftspartner ziehen, der nur durch Zwang der Regulierungsbehörde sein Produkt in dem Maße via o2 realisieren konnte. Bisher dachte man eher, dass Vodafone sich gesundschrumpft, nun ist es o2.

    O2 und E+ waren beide Preiswertanbieter. Nach der Fusion war das Ergebnis der nach Nutzern größte Netzbetreiber. Würde o2 als Produkt wirklich gut laufen, hätte man zumindest diese Position gehalten. Hat man aber nicht. https://www.bundesnetzagentur.…nkteilnehmer/artikel.html


    Ergo baut man nun also an einem Netz, das die Qualität von Vodafone wenigstens erreichen sollte, kann es dann aber spätestens in einem Jahr verbreitet kaum mehr auslasten. Das beschert Kostennachteile.


    Ich versuche es nochmal mit den PKW-OEM: Wer macht die höchste Marge pro Kunde? Der Premiumanbieter. Was läuft auch? Billig, fokussiert auf schlanke Strukturen und halbwegs passable Qualität. Was gerät dabei zwischen die Fronten? Mittelklasse.


    Das ist im Mobilfunk nicht anders. 1&1 hat in Kombination mit Vodafone nun die Chance, ein eigenes Netz dort zu bauen, wo es sich lohnt. Anderswo kann man Vodafone nutzen. Dafür bekommt Vodafone Deckungsbeiträge eines Untermieters mit 11 mio Kunden, wobei jeder Euro nahezu freier Cashflow ist. Das verschafft Beinfreiheit für beide Seiten. Der Verlierer ist o2, da denen die Deckungsbeiträge flöten gehen.


    Klar können die nun neue Untermieter akquirieren. Aber die operieren von unten, sind also Nische oder kommen ausschließlich über den Preis. Wobei es schwierig werden dürfte, effizientere Strukturen, als die von Drillisch aufzuziehen, die ihre ja mit 11 mio Kunden gut auslasten.


    Konsequent wäre, würde o2 nun radikal den Wasserkopf ausdünnen und einen eigenen Discounter auf Drillisch-Niveau auf den Markt werfen. Der müsste aber, wie seinerzeit Blau oder simyo extern arbeiten, da ansonsten die Papierschieber allein wegen der Wahrung der Pfründe Sand ins Getriebe streuen würden, siehe das frühe Congstar.


    Am besten für Telefonica wäre ein Aufkäufer von außen. Kandidat wäre Iliad, die z.B. Italien in den letzten 4 Jahren gehörig umgerührt haben. Es fragt sich aber, was wohl Verdi zu SIM-Boxen anstelle von Shopmitarbeitern sagen würde.


    Jedenfalls wird es spannend werden. Und das ist gut, besonders, weil ja Geld nun wieder Zinsen kostet und so die Narren geerdet werden.

    Verzockt. Man hat versucht, die eigene Marke premium zu positionieren, generiert unter dem Strich aber trotzdem nur Mittelklassepreise. Unten zerren die Discounter. Oben drücken die Premiumnetze, die zumindest auch heute noch so wahrgenommen werden.


    Da Mittelklasse tendenziell eher nicht läuft, ist der Verlust von 1&1 ein typischer Fall von hoch gepokert und grandios verzockt. Und das Ganze für die kommenden 18 (!!!) Jahre.


    Parallelen kann man sich bei VW ansehen. Die haben auch jahrelang auf Premium gemacht und doch nur Mittelklassepreise und unterirdische Margen generiert (Kernmarke VW in D nur 350€/Auto, das Geld verdiente China mit >3000€/Auto). Ergo laufen die, wie o2 Gefahr, auf Grund zu geringer Margen infolge Premiumwasserkopf mit Häusern voller Papierschieber zu wenig Geld zu verdienen, um die Zukunft selbstständig gestalten zu können. O2 muss nun weiter ausbauen und sitzt dabei tendenziell auf ungenutzten Kapazitäten, da 11 Millionen Kunden verloren gehen. UND ich möchte ganz ehrlich nicht den Altersdurchschnitt o2 vs. Drillisch sehen. Bzw. eigentlich gern schon.


    Wie kann man nur so dämlich sein, einen Kunden zu verlieren, der 25% der Endkunden generiert. Und wie zum Teufel kann ein Aufsichtsrat einen Vorstand für dieses Versagen nicht komplett in die Wüste schicken??? https://www.bundesnetzagentur.…nkteilnehmer/artikel.html Sieht man sich diese Zahlen an, als Entwicklung über 10 Jahre, fragt man sich eh, wieso sich das Karussell bei o2 nicht seit Jahren heftig dreht.

    1&1 könnte attraktive Roamingpakete anbieten um reisefreudige Kunden zu überzeugen.


    Aktuell hat ja nur die Telekom halbwegs attraktive Roamingpakete. Bei Vodafone sieht es abseits Schweiz, Türkei, USA und Kanada ziemlich schlecht aus.

    Wer oft im Ausland außerhalb der EU unterwegs ist, fährt mit jeweiligen eSIMs IMHO immer besser. In Asien dann statt eSIMs physische SIMs mit großen Datenpaketen zum Spottpreis. Für Telefonie dazu Satellite mit einer portierten Nummer aus dem deutschen Heimatnetz, um kostenlos RUL schalten zu können.


    Ergo wäre die Nische für 1&1 sehr eng und dazu noch relativ komplex. Beides etwas, was Discount nicht wirklich befördert.

    Wachsen die Datenmengen weiter, wie bisher, wird 5G essentiell, um überhaupt noch funktionsfähige Datendienstleistungen in Ballungsräumen anbieten zu können. Da, wo ich wohne, wird auf Jahre noch LTE ausreichen bzw. demografisch bedingt irgendwann bestenfalls wegen des PING ins Hintertreffen geraten. Nur brauchen die wenigsten einen schnellen Ping auf dem Handy.


    Wir nutzen privat LTE als Festnetzersatz. Dabei nutzen wir ausschließlich Streaming und IPTV. Alles kein Problem. Dagegen war LTE z.B. in Schwabing als Festnetzersatz unbrauchbar. Seit 5G nutzt nun auch dort meine grosse Tochter eine Fullflat, um die WG zu versorgen.