vielleicht sollte man das Thema einfach ma so stehen lassen und nicht alles zerreden.
Was wie kommt weiss kein Mensch, ausser Telefonica und das werden wir errst nächstes Jahr definitiv erfahren.
Nun gut,ich hatte selbst was geschrieben,aber ne Spekulationswelle wollte ich nicht damit auslösen,find ich nicht so fair.
Aber kann natürlich jeder hier frei diskutieren, selbstverständlich.
ein gutes Betriebsklima hat doch nix mit Sozialromantik zu tuen.Ein gutes Betriebsklima ist wirtschaftlich hoch produktiv.Ein schlechtes Betriebsklima wirtschaftlich hochgradig unproduktiv.
Das meinst du jetzt nicht ernsthaft, oder? Du spekulierst und philosophierst in fast jedem Thread in diesem Forum und ausgerechnet beim Thread "Die Zukunft von Telefónica", der geradezu zum Spekulieren einlädt, willst du dies nicht machen?
Dass ein zufriedener Mitarbeiter produktiver als ein unzufriedener Mitarbeiter ist, ist klar. Das hat doch aber nichts mit "Sozialromantik" zu tun. Genauso weiß jeder, dass ein zufriedener Kunde wertvoller als ein unzufriedener Kunde ist, weil er bereit es, mehr zu zahlen, seltener den Kundenservice - ja, der kostet Geld - nutzt, im Bekanntenkreis durch Mundpropaganda noch weitere Kunden anlockt. Auch wenn sich alle die Kundenzufriedenheit auf die Fahne schreiben, ist es dann mit der Bereitschaft eines Unternehmens vorbei, für Kundenzufriedenheit zu sorgen, wenn es am Ende mehr Geld kostet als einbringt, denn nein, ihr Hauptziel ist nicht, zufriedene Kunden zu haben, sondern Geld zu verdienen. Zufriedene Kunden sind da nur Mittel zum Zweck und lassen sich auch noch gut vermarkten. Das gilt analog auch für das Betriebsklima: Was nützt einem Unternehmer eine Belegschaft von 8.000 zufriedenen Mitarbeitern in tollem Betriebsklima, wenn dadurch das Unternehmen im Laufe der kommenden 5 Jahre gegen die Wand fährt? Das ist letztlich das, was Markus Haas in den vergangenen zwei Jahren seit der Ankündigung von 1&1, das Roaming-Abkommen mit Telefónica nicht zu verlängern, gemacht hat. Erste Ansagen waren, dass es keinen Stellenabbau geben würde, sondern dass man neue Partner akquiriert und die Kosten reduziert. Das haben sie jetzt zwei Jahre lang versucht und sind hinter ihren Zielen zurückgeblieben. Also kommt jetzt Plan B, und der heißt u.a. Stellenabbau... und wenn solch ein Schwert über den Köpfen der Belegschaft kreist, ist es mit dem tollen Betriebsklima ganz schnell vorbei.
Nicht dass wir uns falsch verstehen: Auf einer persönlichen Ebene finde ich "Sozialromantik" (vielleicht besser: soziale Verantwortung des Unternehmers gegenüber seiner Belegschaft) äußerst erstrebenswert, aber sie ist in einer globalisierten Welt mit Turbo-Kapitalismus leider zum Scheitern verurteilt. Die Hotlines von Vodafone und o2 sitzen teilweise schon in Kairo. Nicht weil es den Kunden zufriedener macht, sondern weil es günstiger ist. Genauso sind bei o2 (und bei Vodafone sicherlich auch) viele IT-Dienstleistungen nach Indien ausgelagert, auch hier nicht weil es den Kunden (das sind in diesem Fall die Mitarbeiter von o2, die mit den entsprechenden Tools arbeiten) zufriedener macht, sondern weil es günstiger ist. Es gilt: "friss oder stirb!"... leider!