Wenn ich sehe, wie hier einiges durcheinander geht...
...wundert mich das ein oder andere doch nicht mehr so sehr 
"Ich denke, das mit der Vogelgrippe ist wieder so eine Panikmache"
Falsch, die Geflügelpest ist Realität. Und dass jeder 2. der infizierten 150 Menschen daran gestorben ist, ebenfalls.
Panikmache ist, wenn das Gefährdungspotential (für Menschen, nicht für Geflügel) in den Medien hochsterilisiert wird, wie schon Bruno Labbadia erkannt hat.
"Keiner kümmert sich um Sachen wie MRSA"
Gegenbehauptung: Da seit einiger Zeit das Gefährdungspotenzial von Staphylodingens aureus bekannt ist, arbeiten mit hoher Sicherheit (oh Doppeldeut) diverse Hygieniker auf der Welt mit Hochdruck an einem Antibiotikum, das dem Mistviech den Garaus macht. Denn wer damit zuerst auf den Markt kommt, hat ausgesorgt.
Dumm ist nur, wenn man an einer Erbkrankheit leidet, die nur jeden Millionsten dahinrafft - das garantiert zwar Tourneen durch etliche TV-Sendungen, aber da an dieser Minimalmenge von Medikamenten keiner reich wird, forscht auch keiner gezielt danach (auch da gibt es natürlich Ausnahmen, hier geht es aber um die Regel, von der zB Kinderärzte nicht nur ein Lied singen können).
"Was hat man damals ein Theater um BSE und er Schweinepest gemacht. Wieviele Menschen sind unterm Strich dann doch erkrankt und gestorben? ...
Von daher, einfach mal abwarten."
Bei der Schweinepest habe ich mir um meine Füsse auch keine Sorgen gemacht - bei BSE sah die Geschichte schon etwas anders aus:
Zunächst hat man mal rausbekommen, wie die Krankheit von den Schafen in die Rinder gekommen ist, und dann, wie sie von da in (die) Menschen kam.
Erst an der Stelle kam die gute alte Panikmache wieder ins Spiel.
Wer sich informiert hat, briet sein Steak schön durch und freute sich über niedrige Preise.
"Die normale Influenza kann ja auch über die Atmung (Tröpfcheninfektion) übertragen werden. Und jedes Jahr gibt es in Europa ein paar Fälle davon. Trotzdem steckt sich aber kaum jemand an..."
Wie formuliere ich jetzt "Das ist ja nun völliger Bullshit" so, dass es nett klingt?
Erstens kannst Du an die 'paar' Fälle ein 'paar' Nullen dranhängen (wobei Du mit 6 Stück nicht falsch liegst). Womit die Behauptung, dass sich damit 'kaum jemand ansteckt' schon widerlegt ist. Schlimmer noch ist, dass einige Promille daran sterben. Alleine im Jahr 2000 waren das mal locker 10.000 Tote.
Jetzt die spannende Frage: Wieviele davon waren nicht gegen Grippe geimpft...?
"...Deshalb denke ich, dass es bei einer mutierten Vogelgrippe nicht soviel anders wäre."
Denk lieber nicht. Siehe oben.
Das Pandemie-Szenario mit 100.000 Toten (Lobo) ist somit eher noch die untere Grenze.
Ich erinnere mich an einen Artikel im DÄ, der weit vor dem Spot mit Hellas dezenter Nachfrage an "Tinaaaaa - WAT KOSTEN DIE KONDOME??? erschienen war und die HIV/AIDS-Pandemie nicht nur prognostizierte, sondern damit schloss, sie laufe schon... :eek:
Seitdem weiss ich, was eine Pandemie ist.
Für Afrika sind die Folgen seit Jahren verheerend und zukünftig noch verheerender - auch wenn wir das hier höchstens am Rande mitbekommen.
In einigen Ländern fehlt eine ganze Elterngeneration, dort werden die Kinder von ihren Grossmüttern aufgezogen (wenn sie Glück haben) und sind sich selbst überlassen, wenn sie nach deren Tod nicht von anderen Grossmüttern "adoptiert" werden - da gibt es keine staatliche Hilfe...
Aber ich bin etwas sehr OT, sorry.
Die Frage ist wie meistens - was kann ich tun, um Zustände zu ändern oder um Gefahren zu vermeiden?
Und denke ich selbst oder delegiere ich es - wenn Geiz geil ist, dann sind es eben auch die Folgen: Bei BSE hat jeder über die Ursachen gestöhnt, jetzt ist Billigfleisch wieder in...