Über das Fachblatt für Rufmord und Datenschutz lohnt es nun wirklich nicht zu diskutieren.
Und über den Spiegel habe ich hier schon mal was geschrieben.
Dramatischer waren schon immer die Folgen "investigativen" Journalismusses,
wie gerade auch in "[URL=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-397471,00.html]Verhandler in der Osth*ff-Falle[/URL]" vor Augen geführt.
"Früher" gab es mal sowas wie eine journalistische Ethik, die auch Berichtsfolgen betrachtete.
Heute wird jeder Pubs veröffentlicht, von der neuen Tokio Hotel-Frisur (Ford Prefect: harmlos) bis zu sicherheitsrelevanten Fragen wie "zahlt D Lösegeld?".
"Früher" konnten sich Journalisten leisten, vorliegende Informationen nicht oder später zu veröffentlichen - und der Info-Geber konnte sich darauf verlassen.
Wenn ich heute nicht will, dass etwas von mir/ über mich veröffentlicht wird, halte ich die Klappe - und meine Umgebung auch.
(Fast) jeder, der einen Paparazzo verdrischt, hat mein (volles) Verständnis :cool:
BTT:
Da wird also jemand (SO, die Redaktion), die mehrfach gesagt hat, dass er nicht an/in die Öffentlichkeit will, so lange mit Verdächtigungen beschmissen,
bis ihm der Kragen platzt und er ein Interview gibt und dann noch eins, um klarzustellen, was beim vorhergehenden falsch verstanden wurde usw.
Dabei erzählt man dann auch Dinge, die man eigentlich nicht erzählen wollte/sollte.
Als Beispiel braucht man sich nur dieses Forum hier anzusehen, in dem mitunter auch Dinge stehen, die man entweder nicht erwartet hatte oder von denen mancher sich hinterher wünscht, es (so) nicht verlautbart zu haben.
Und egal was es ist, es schreibt hinterher immer einer, genauso habe er sich das gedacht, jetzt habe xy endlich zugegeben, was vorher schon immer gemutmasst wurde und überhaupt(s)...
Eher harmloses Bsp: Vor etlichen Jahren war ich mal in einen Busunfall verwickelt (nicht als Verursacher), der es sogar bis in die Tagesschau geschafft hat. Ein regionales und ein überregionales Boulevardblättchen delektierten sich daran und jedes von beiden stellte einen anderen Helden als grossen Retter auf die Titelseite. Fakt: Es war keiner von beiden. Das weiss aber nur, wer dabei war. Es wurde auch ein Interview mit einer Freundin geführt. Als die wieder aus dem Krankenhaus raus war und von uns gefragt wurde, wieso sie so einen Mumpitz erzählt hätte, sagte sie, das habe sie so nie gesagt.
Welchen Grund habe ich also, in anderen Fällen alles so zu glauben, wie es geschrieben steht?
Man stelle sich vor, ich stellte die These auf, SO tue mehr für ihr Kind, als ein Gutteil anderer Mütter - welch ein Aufschrei der Entrüstung von allen Gutmeinenden, die keine Ahnung haben, aber glauben, es besser zu wissen.