Na gut, wenn es nur an der Wortwahl lag:
Ersetze Mord durch Totschiessen.
Das Endergebnis für den Betroffenen ist recht ähnlich...
Ich habe es gestern in den Tagesthemen gesehen. Es wurde angekündigt und man hatte die Möglichkeit, zB nicht hinzugucken.
Da mich in dem speziellen Fall interessierte, wie es passiert ist, habe ich es mir gewollt angesehen.
Nicht ansehen würde ich mir diese Kopfabschneidegeschichten - warum auch.
Nicht ansehen muss ich mir auch die Bilder nach Attentaten in israelischen Bussen, wenn alle auf der Jagd nach den grössten Blutflecken und verstümmelten Blutenden sind.
Bewusst sehe ich mir Bilder von KZ-Befreiungen an (wenn ich zufällig in so einer Doku lande) - andere schalten dann aus diversen Gründen weg. Ich mache es, um mir im Bewusstsein zu behalten, zu was ansonsten 'harmlose' Leute unter entsprechenden Bedingungen fähig sind. Und was für Folgen das haben kann.
Meines Erachtens ist durchaus wichtig, darauf zu achten wer zeigt was mit welcher Absicht? Geht es um Quote oder um 'Aufklärung' (mir fällt gerade kein besseres Wort ein). Reisserische Präsentation oder 'angemessenes' Umfeld?
Der verheerenden Wirkung dieser Bilder sind sich nicht zuletzt auch die Amerikaner bewusst - so viele Hinrichtungsszenen der anderen Seite(n) kann man gar nicht zeigen, um das wieder aufzuwiegen (<= Vorsicht Sarkasmus!).
Teil-OT:
Vor einigen Tagen gab es ja eine Osama-Verlautbarung, in der er gesagt haben soll "Die Amerikaner stecken im Schlamassel". Unabhängig davon, dass ich diesem Herrn ungerne zustimme: Wissen die Journalisten, die so etwas kolportieren, eigentlich was sie für ungewollte Gags in die Welt setzen? Ich hab mich fast weggeschmissen...
edit:
Bisher nur 2 Smilies im Thread: Chapeau!