Klasse, ich wollte schon immer mal was zu (Mignon)Akkus schreiben... 
Vorneweg erstmal was dazu, wann sich Akkus nicht lohnen.
Nämlich da, wo über einen längeren Zeitraum wenig Strom (Uhren) oder nur selten Leistung (Taschenlampe, Alarmanlage) benötigt wird:
Hier sind fast immer Batterien angesagt, undzwar Alkali-Mangan-Zellen (AMZ):
Ein Test in der c't 23/2002 ergab, dass es sich dabei nicht lohnt, in teure AMZ zu investieren - Preis/Leistungssieger wurden die gelben von IKEA, die zwar eine um 18% niedrigere entnehmbare Kapazität haben als der Leistungssieger Duracell Ultra, dafür kann man für 1 Duracell glatte 8 IKEAs erstehen...
Rausgeschmissenes Geld sind Zink-Kohle-Zellen: Zwar relativ preiswert, aber nur 10% der IKEA-Kapazität.
AMZ haben eine Haltbarkeit von 5-8 Jahren(!) und eine Selbstentladungsrate von 3% /Jahr.
AMZ, die für was anderes nicht mehr taugen, laufen bei mir in Uhren noch 1-2 Jahre.
Akkus
NiCd:
Gute Erfahrungen mit den roten Ansmann 0,9Ah: seit 3 Jahren ok
Passable mit Conrad800: gemessen am Preis ganz ok*
Schlechte Erfahrungen mit Varta750 und Panasonic800: zu niedrige Kapazität und nach 10-20 Zyklen im Eimer
NiMH:
Gute Erfahrungen mit GP 1600/1700 und Conrad1700
Passable mit Conrad1100: gemessen am Preis ganz ok*
Lausige mit Energizer1200: zu teuer und zu kurzlebig
* Mit dem Conrad Charge Manager teste ich alle neuen Akkus durch, Luschen tausche ich direkt um
Anmerkungen aus c't 10/2002:
Für NiCd und NiMH gilt am 1. Tag ein Ladungsverlust von 10%, danach der jeweilige Monatswert:
Selbstentladung bei NiCd 10-15% /Monat.
Selbstentladung bei NiMH 15-20% /Monat.
Erhöht sich mit zunehmender Temperatur: Kann daher tatsächlich durch Lagern im Kühlschrank (nicht im Gefrierfach!) gesenkt werden (aber wasserdicht verpacken und vorm Einsetzen Raumtemperatur annehmen lassen)
Empfohlene Arbeitstemperatur 10°-35°, unterhalb von -10° liefert NiMH wesentlich schlechter Strom als NiCd.
Generell sollte beim Laden eine Zellentemperatur von 50° (besser 40°) nicht überschritten werden.
Überladung ist eine der häufigsten Ursachen für Kapazitätsminderung und Totalausfall, besonders durch billige Ladegeräte.
Tipps:
Der Memory-Effekt ((NiCd) wird in der Praxis überschätzt und ist in der Regel durch einige vollständige Lade- und Entladevorgänge zu beseitigen.
Weisse Kristalle müssen noch nix bedeuten: mit Seifenwasser und Zahnbürste entfernen wg Kurzschlussgefahr. Abtrocknen!
Batteriekontakte sauberhalten mit Tintenradierer (blaue Seite, Handschweiss vermeiden!) .
Nur Zellen desselben Typs mit gleichem Alterungs- und Ladezustand zusammen einsetzen. (Auf meine GP1700 habe ich zB mit Edding geschrieben: 1701 1702 usw).
In Geräten ohne automatische Endabschaltung können 3 halbvolle die eine leere Zelle tiefentladen (und sogar umpolen) - ich habe zB so ein Radio, das ein AkkuKiller ist und Akkus bis auf 200mV zieht...
Frage:
Wenn sich jmd mit der Trickle-Funktion des Charge-Managers auskennt, wüsste ich gerne, nach welchen Kriterien die arbeitet.
Denn bei manchen Akkus fängt das Tricklen schon nach 5-30 Minuten an - und falls es mehrmals nacheinander passiert, verbrenne ich mir fast die Finger am Akku. (Diese Akkus markiere ich mir, um sie im Auge zu behalten)
Zusätzlich dumm, dass der Manager die Trickle-Ladung in der Anzeige nicht aufaddiert, sondern nach dem Tricklen gleich wieder vergisst 