Wieder ein Autothread mit den üblichen Verdächtigen, die hier mehr oder weniger sinnreich diskutieren

Ich habe gerade eine Fahrzeugwahl hinter mir, ein Fahrzeug aus der Mittelklasse stand zur Debatte.
Mein Eindruck - etwas pauschalisiert - läßt sich wie folgt zusammenfassen:
In Sachen Sicherheit sind Mercedes und Volvo (alphabetische Reihenfolge) in einem Kopf-an-Kopf-Rennen vorne. Das ist so. Laut Testberichten liegt im Moment Volvo eine Nasenlänge vorn. Bis DB wieder eine gute Idee hat....
In Sachen Verarbeitung sind die einzelnen Hersteller recht nahe zusammengerückt. Die meisten Autos sind gut verarbeitet, große Abstände wie vor 10 oder 20 Jahren gibt es nicht mehr.
Die Unterschiede liegen vielmehr in der Materialauswahl. Die "Premium-"Hersteller (z.B. in alph. Reih. Audi, BMW, Mercedes, Volvo) verwenden alles in allem etwas bessere Materialien und achten vor allem darauf, dass diese durch das Design gut zusammen passen und einen guten Eindruck hinterlassen. Bei anderen werden auch gute Materialien verwendet, sie passen aber nicht so gut zusammen - es wirkt unharmonisch (z.B. Mazda, Peugeot).
Ganz grob würde ich sagen, dass die teureren Fahrzeuge oft in vielen Details besser durchdacht sind und gute Kombinationen in der technischen Innenaustattung bieten. Bei z.B. Ford und Mazda wirkt vieles nicht zu Ende gedacht (beim A4 auch), Mercedes und Volvo scheinen bei der Entwicklung "sehr weit" zu denken. Mercedes mehr in Richtung Komfort und Features, Volvo mehr in Richtung Ergonomie.
Bei vorwiegend den preiswerteren Herstellern merkt man z.T. recht deutlich, dass teure Entwicklungen offensichtlich bewußt nicht durchgeführt werden, um halt den Fahrzeugpreis klein zu halten. Das ist auch völlig legitim und gut so!
So kann sich im Grunde jeder sein Auto aussuchen und konfigurieren. Je nach Geldbeutel, Bereitschaft, dieses auszugegebn und vielen objektiven und subjektiven Faktoren.
Mir ist schon klar, dass viele Autos serienmäßig recht hoch ausgestattet sind. Dies sind jedoch meistens "eye-Catcher", die im Grunde eher preiswert sind. Die aufwändigeren und daher teuren Features gibt es nicht immer in allen Autos. Für einige ein weiterer Selektionsgrund, wenn man ein bestimmtes Feature haben möchte.
Wenn man dann noch mit der Paket- und Austattungslinienpolitik der Hersteller klarkommt, wird man "sein" KFz unter wenigen aussuchen können.
Einige Hersteller werde ich in Sachen Paketpolitik nie verstehen, aber das ist ein anderes Thema.
Ich für meinen Teil hatte mir meine ca. 5 Eckpunkte gesetzt. Allein durch diese wenigen Punkte war die Fahrzeugauswahl recht übersichtlich, ein gutes Angebot hat dann die Entscheidung erleichtert. 
Um auf die Oberklasse und Luxusklasse von weiter oben zurückzukommen:
Audi (A6/A8), BMW (5er/7er), Mercedes (E/S) und ggfls. Volvo (S60/V70/S80/V90) werden in diesen Klassen weiter vorne bleiben. Ich sehe keinen Japaner oder Franzosen, der da ernsthaft mithalten könnte. Die Fahrzeuggröße ist da weniger das Problem, sondern vielmehr die zahlreichen Features, die gerade bei o.g. gut bis sehr gut integriert sind sehr gut zusammen wirken und/oder verknüpft sind.
Leider bergen dies vielen Features und vor allem deren Verknüpfungen viele Gefahren (Störungen, Ausfälle,....).
Dies mußten vor allem die deutschen Hersteller spüren, die relativ radikal die Elektronik von einem Modell zum nächsten umgestellt haben (z.B. E-Klasse). Hersteller, die hier konservativer vorgehen, sind mehr auf der sicheren Seite, können aber nicht die ganze Palette an Fetures bieten.
Das "blöde" an vielen Features ist, dass man sie nicht wirklich braucht (erst recht nicht alle, jeder nutzt "seine"), sie jedoch die Kaufentscheidung oft beeinflussen.
Ich möchte noch anmerken, dass die o.g. Marken jeweils nur Beispiele sind. Es gibt jeweils noch mehr davon.
Der Begriff "Premium-Marke" kommt nicht von mir. Dieser ist in einschlägigen Kreisen so definiert.
Natürlich habe Außenseiter wie Jaguar, Rolls Royce, Ferrari usw. nicht berücksichtigt.
Bess demnähx,
Carsten