ZitatOriginal geschrieben von AdministratorDr
Was sagt uns das jetzt? Das auch schon damals darüber diskutiert wurde und kein eindeutiger Nenner gefunden wurde. Somit ist es doch wiederum jedem selbst überlassen, dass als Beispiel anzuführen.
Naja, einem Historiker sagt es recht viel. ![]()
Es hilft halt, die aktuelle Debatte einzuordnen und sich ein bißchen zu ärgern, dass alle 20 Jahre neu diskutiert werden muss, weil sich keiner mehr erinnert. ![]()
Im Übrigen würde man die Geschichtswissenschaft mir einer Forderung nach 100%iger Einigkeit überfordern. Die Naturwissenschaftler finden auch oft keinen gemeinsamen Nenner.
Leider wird im Wikipedia-Artikel nicht deutlich, dass zumindest ein Teilsieg über die Revisionisten errungen wurde. Die Verharmlosung durch Vergleiche wurde also offen gelegt und die Argumente der Apologeten erwiesen sich in weiten Teilen als nicht haltbar.
Hier ist eine tiefgründigere Analyse:
http://wwwstud.uni-leipzig.de/~soz96jtv/historikerstreit.htm
Zitat
Meiner Meinung nach relativiere ich das Dritte Reich nicht, wenn ich Beispiele aus dieser Zeit anführe.
Es ging ja auch um relativierende Vergleiche mit anderen Verbrechen der Menschheitsgeschichte.
Ich finde aber schon, dass man die Herrmann-Debatte sehr viel besser versteht, wenn man sich über den Historikerstreit informiert.
Wie Eva Hermann das Nazi-Familienbild, ohne seinen ideologischen Kern denken zu wollen, herausgreift und es sogar als Vorbild präsentiert, ist ein Musterbeispiel für Verharmlosung.
Hermann bläst damit ins selbe Horn wie die Revisionisten im Historikerstreit. Die Frage ist nur, ob sie intellektuell überhaupt fassen kann, was sie tut.
Ihr letzter Auftritt spricht dagegen.
