Beiträge von <registered>

    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Ich glaube zwar nicht, dass irgendwo Verschwörer in ihrem Kämmerchen oder in der Politik sitzen und interessiert beobachten, wie die Versuchsobjekte - Menschen - sich bei zunehmender sozialer Zuspitzung verhalten. Aber mein Eindruck ist, dass die gesellschaftlichen Eliten in Politik und Wirtschaft keine Bodenhaftung mehr haben und die Welt der normalen oder gar unterprivilegierten Menschen überhaupt nicht mehr nachspüren können. Dementsprechend reagieren sie auch nicht auf die gesellschaftlichen Veränderungen - bis es irgendwann wirklich kracht.


    Muss ja keine Verschwörung sein. Ich beschreibe nur die Interessenlage.


    Und wie sagte schon Milliardär und Investor-Legende Warren Buffet 2006:


    “There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.”


    Quelle: (guter Artikel, Buffet meint darin, dass er eine geringere Steuerlast hat, als seine Sekretärin)


    http://www.nytimes.com/2006/11…ss/yourmoney/26every.html

    Re: Re: Re: Re: Re: Zitat


    Zitat

    Original geschrieben von scaleon
    Der Staat versucht nicht nur sich aus der Verantwortung zu ziehen, sondern redet uns auch noch ein schlechtes Gewissen ein für Sachen, mit denen er selbst nicht klar kommt. Das kann's doch nicht sein ! Erst wenn alle preventiven Mechanismen einer Staatsmacht ausgeschöpft sind, darf man auf die "anderen" mit den Finger zeigen.


    Also in dieser Absolutheit ("alle") bekomme ich dann auch wieder Bauchschmerzen.
    Manch' einer würde z.B. flächendeckende Videoüberwachung als sinnvolle Prävention ansehen. Was ich nicht tue.


    Zitat

    Original geschrieben von Bino-Man
    Naja...ganz so sehe ich das nicht. Der Ruf nach mehr Polizei würde dann wieder Geschrei "Polizeistaat!!!" hervorrufen. Man kann ja nicht auf jedem S-Bahnhof in Deutschland Polizeiwachen stehen haben - wo will man die Grenze ziehen. Ja, die Polizei ist hoffnungslos unterbesetzt - aber das hätte hier auch nicht geholfen.
    In so einer Situation ist die Gesellschaft auch mal für sich selbst verantwortlich.


    Das finde ich jetzt ein bißchen zu sehr aus der Hüfte geschossen.


    Natürlich hätte vielleicht geholfen, wenn die Polizei auf Grund einer stärkeren personellen Ausstattung schneller vor Ort gewesen wäre.


    Ich finde das Wegsehen ja auch indiskutabel.
    Andererseits ist an dem Argument schon was dran, dass der Staat nicht Jahre lang die fortschreitenden Entsolidarisierung ignorieren kann (die einzelne Regierungsmitglieder durch spaltende, gegen einander aufhetzende Rhetorik zum Teil sogar gefördert haben) um dann scheinheilig die Hände in Unschuld zu waschen und wieder mehr Solidarität zu fordern.


    Vorgelebt wird sie uns zumindest nicht.


    Weder in Politik noch in "der" Wirtschaft.

    Ja, omnidirektional heißt im üblichen (Werbe-) Sprachgebrauch lediglich, dass die Antenne bei senkrechter Aufstellung in alle Himmelsrichtungen einigermaßen gleichmäßig abstrahlt. Nicht aber, dass sie auch nach oben und unten gleichmäßig abstrahlt, wie es der so genannte "isotrope Strahler" gewissermaßen als Idealtyp tut.


    Deine Aussage:
    "Das wichtige ist halt, dass die Antennen hauptsächlich senkrecht zur Antennenachse abstrahlen dürften. Man richtet sie also nicht mir den Spitzen auf das Ziel aus, sondern mit der "langen Seite". Im Bild wäre das ungefähr oben die rote Antenne, und unten so zwischen roter und blauer."


    geht also völlig in Ordnung.


    Man könnte das auch von der anderen Seite aus angehen und sagen:


    "Ein einzelner Strahler (eine Antenne, die nur aus einem Stecken besteht) hat in der Regel ihre Strahlungsminima über und unter der Antenne"


    Eine senkrecht aufgestellte Antenne in der Mitte des Dachbodens ist also eine schlechte Lösung, um Punkte direkt darunter (oder darüber) zu versorgen.

    Re: Angewidert




    [Sarkasmus] Das ist die viel beschworene "NEUE Soziale Marktwirtschaft". [/Sarkasmus]



    Interessanterweise trägt der Zustand, den du skizzierst, Züge des vorstaatlichen Naturzustandes, wie ihn Thomas Hobbes sieht. Da ist der Mensch dann eben dem Menschen ein Wolf. Weil er unter den Bedingungen des vorstaatlichen Naturzustandes der ständigen Bedrohung und des Kampfes eines Jeden gegen Jeden gar nicht anders kann.


    Darum ist sein Leben von der Logik präventiver Gewaltanwendung bestimmt, Hobbes selbst charakterisiert es als "solitary, poor, nasty, brutish, and short".



    Eigentlich sollte durch den Staat und das Gewaltmonopol (bei Hobbes) der Mensch dem Menschen sogar ein Gott sein können. Was also ist falsch gelaufen wenn man auf einmal im Staat vermehrt Phänomene antrifft, wie du sie skizzierst und wie Hobbes sie nur im Naturzustand kennt?



    Ich bin davon überzeugt, dass der ökonomische Wettbewerb keinen sinnvollen Gegenstand, keine Richtung mehr hat und dass er zu existenziell geworden ist.



    Während nachhaltiges (echtes, substantielles) Wachstum, tatsächlicher Wohlstand schon immer in erster Linie durch (den Wettbewerb um) Innovationen und deren Umsetzung geschaffen wurde, hat das Virtuelle in den letzten Jahrzehnten dermaßen überhand genommen, dass der Wettbewerb eben heute nicht mehr in erster Linie um die besten Ideen ausgetragen wird.


    Wettbewerb herrscht nunmehr hauptsächlich um die höchst mögliche Flexibilität, den niedrigsten Lohn, das undurchsichtigste Finanzprodukt usw. Das bringt uns aber nicht weiter.


    Außerdem wird in der Finanzbranche so gut verdient, dass Talente, die vielleicht vor 30 Jahren noch in die Forschung gegangen wären, heute sehr viel öfter nach der Uni in die Banken gehen, um dort das große Geld zu machen. Das beklagen sogar Professoren an den bedeutendsten Universitäten. Und es ist nicht zuletzt ein Grund für die Waffenungleichheit zwischen staatlichen Regulierungsorganen und "Finanzinnovatoren".



    Diese Leute fehlen aber, um unseren Wohlstand über echte Innovationen voranzubringen.



    Um den Bogen zurück zu Deinem Beitrag zu spannen:
    Man kann nicht erwarten, dass sich in einer Welt, in der der einzig noch gültige Wert die Maximierung des Einkommens und die Anhäufung von Gütern ist, solidarische Bürger herausbilden.


    In gewisser Weise wird sogar der Soziale Friede ökonomisiert.
    Deutschlands soziale Entwicklung wirkt auf mich wie ein Feldtest dazu, wie viel Spannung "die Gesellschaft" aushält, bevor es kracht. Manche scheinen hier die Grenzen ausloten zu wollen, weil es ihren Interessen nützt und sich so noch etwas mehr Rendite erzielen lässt.
    Ja, richtig gelesen, die (wir) Hamsterchen werden bewusst auf einander gehetzt - von Leuten, die ihre Brötchen nicht durch Erwerbsarbeit "verdienen".



    Weißt du, was der eigentliche Kniff an Hobbes ist?
    Die Bürger können den Leviathan absetzen, wenn er deren Sicherheit nicht mehr garantieren kann. Die Legitimität des Staates als Ganzes hängt an seiner Fähigkeit, seinen Bürgern Sicherheit zu bieten.


    Von daher sehe ich unseren Staat inzwischen auf mehreren Ebenen in der Legitimitätskrise.

    Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    noch was nettes, ebenfalls auf Spon zu finden...die Notrufsäulen waren nicht angeschlossen auf dem Bahnhof... :rolleyes:


    Ja, weil man die Bahnstrecke in Richtung Süden unbedingt privatisieren musste und die Bahn sich mit dem neuen Betreiber nicht über die Säulen einigen konnte.

    Re: Re: Re: Zitat


    Zitat

    Original geschrieben von scaleon


    Zivilcourage darf Polizeiarbeit, Gesetzgebung und Gerichte nicht ersetzen.



    Und private Sicherheitsdienste dürfen die Polizei nicht ersetzen.


    Wenn ich schon höre, wie die Politik jetzt fordert, die Verkehrsbetreiber sollen mehr Wachpersonal einstellen...


    Die Sicherheit der Bürger ist die originäre und ureigenste Aufgabe des Staates. Darum hat er ja gerade sein Gewaltmonopol.


    Daran hängt z.B. bei Thomas Hobbes die gesamte Staatslegitimation.



    Es ist eine Schande, wie der Staat hier versucht, sich aus der Verantwortung um die öffentliche Sicherheit zu stehlen.


    Denen ist wohl der Blick für die Prioritäten verloren gegangen.


    In der Praxis meine ich, nicht rhetorisch. Da wird ja immer schön auf der Sicherheit 'rumgekaut.

    Zitat

    Original geschrieben von falex
    Also die Hauptstrahlungsrichtung dürfte bei Dipolantennen senkrecht zur Antennenachse liegen, die beste Ausrichtung sind demnach parallele Sende- und Empfangsantennen (Beispiel: | | ;))


    Auch wenn die 9dbi-Aufrüstrundstrahler als "Dipole" verkauft werden, frage ich mich, wo diese Antenne denn ein Dipol sein soll.


    Dipole werden doch in aller Regel mittig gespeist (deswegen auch der Name Dipol).
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dipolantenne



    Also entweder das Antennenkabel im Router ist der zweite Teil des Dipols oder die Händler schreiben Blödsinn.

    Zitat

    Original geschrieben von peeck
    Schon mal probiert den Router auf den Kopf zu stellen, also Antenne nach unten?


    GP


    Auch 'ne Möglichkeit.


    Der Theorie nach sind die Strahlungsminima so eines Rundstrahlers mit Gewinn allerdings direkt über und unter der Antenne.


    Daher kann es sein, dass der Austausch der Antenne nichts gebracht hat.


    Bitte mal hier nachlesen (und das Strahlungsdiagramm unter "Realer Rundstrahler mit abgeflachter Abstrahlung") ansehen:


    http://www.wimo.com/cgi-bin/ve…rl=wlan-grundlagen_d.html



    Ist eben Doughnut-förmig.


    Hmmm, Doughnuts...