Beiträge von <registered>

    Hallo Jolina,


    in der 800 Euro - Klasse finde ich das Samsung R20 besonders interessant.


    Es ist günstig - gemessen an der Ausstattung. Außerdem ist der Service von Samsung sehr gut.


    Samsung repariert defekte Geräte in der Regel noch in der selben Woche, so dass man im Garantiefall nur wenige Tage ohne Computer da steht.

    Naja, ich finde das mit dem Zertifikate-Handel richtig, so lange zugleich die Gesamtmenge an Emissionen durch neue Technologien und politischen Druck abnimmt.


    Der regulierungspolitische Hintergrund beim Handel mit Zertifikaten war doch, eine Begrenzung der Ausstöße dadurch zu erreichen, dass die Unternehmen endlich die Kosten der Verschmutzung mittragen müssen. Das ist kein schlechter Gedanke.


    Saubere Luft leidet nämlich unter dem Externalisierungsphänomen. Sie ist sozusagen ein öffentliches Gut, an dem alle Interesse haben aber für dessen Erhaltung keiner zuständig sein wollte.


    Durch den Handel mit Emissionsrechten entsteht erst der Kostendruck, der Unternehmen zu einer weiteren Beschränkung ihrer Emissionen und zu Investitionen in bessere Filter zwingt.


    Mit der Zeit soll dann die Menge der ausgegebenen Zertifikate begrenzt werden.


    Ethisch sehe ich da kein großes Problem.


    Interessant ist allerdings die Frage, ob nicht in China in modernere Anlagen investiert werden sollte, weil man da mit weit geringerem finanziellen Aufwand viel erreichen kann.

    Zitat

    Original geschrieben von pallmall
    Solange hat man noch gar keine Aufzeichnungen, als das ein "bisher nicht gegeben" relevant wäre. Seit Beginn der Aufzeichnungen meinetwegen, das sagt aber garnix aus.


    Durch die Analyse der Luft, die in Bohrkernen des arktischen Eises eingeschlossen ist, haben wir sehr genaue Aufzeichnungen über viele 100000 Jahre.

    Zitat

    Original geschrieben von pallmall
    Na, wenn die Qualität der Wettervorhersagen ein Maßstab für die Klimavorhersage sein soll, dann braucht man überhaupt nicht diskutieren. Dann werfen wir einfach ne Münze und gut. Wirklich, die Wettervorhersagen stimmen oft nichtmal für den nächsten Tag.


    Genau auf diesen Unterschied wollte ich 'raus.


    Zitat


    Und ja, man kann von der Wissenschaft eine eindeutige Aussage erwarten und muss es auch. Ansonsten regelt eben wieder die Kirche das Leben, da kriegt man ähnliche Werte hin in Punkto gesichtere Aussagen.


    Das ist ein Fehlschluss, der die Wissenschaft überfordern muss. Vom Anspruch wirklich 100%iger Aussagen rückt man sogar in der Mathematik immer mehr ab. Wissenschaft wird immer komplizierter und die "neue Unsicherheit" ist geradezu Kennzeichen wissenschaftlichen Fortschritts geworden.


    Die Aussage mit der Kirche halte ich für eine unbegründete Sorge.


    Zitat


    Und auch sollte man reale Szenarien besser nicht mit imaginären vermischen. "Kosten" sind virtuell und beliebig, denn sie sind an den virtuellen Wirtschaftsmarkt gekoppelt. Wir bezahlen nicht Warenwerte, sondern Marktwerte.


    Sorry, ich verstehe zwar die Begriffe, sehe aber nicht den Zusammenhang. Ein Szenarium ist doch real, sobald es so eintritt, wie vorausgesagt. Vorher ist es immer eine, wenn auch auf Fakten basierende, zukünftige Wirklichkeitsoption.

    @BB


    Eine wesentliche Eigenschaft des Weltklimasystems ist seine Labilität. Darum kann auch eine geringe anthropogene Erwärmung sehr weitreichende Auswirkungen haben. Systemzustände können also "kippen" und dazu reicht ein sehr kleiner Auslöser.


    @alle


    Was die mediale Diskussion angeht, kann man die Einseitigkeit, den Sensationalismus und das "Kasse machen" sicher kritisieren.
    Ich finde aber, man muss das von der nüchternen Analyse trennen. Es wäre doch kindisch, nichts gegen einen möglichen Klimawandel zu unternehmen, nur weil sich einzelne damit profilieren und die Medien tun, was sie immer tun.


    Es gibt weiltweit meines Wissens keinen größeren Forscherzusammenschluss als den IPCC. In diesem Gremium haben mehrere tausend Wissenschaftler über Jahre hinweg Klimaphänomene erforscht. Die Ergebnisse sind so glaubwürdig, wie heutige Wissenschaft eben sein kann.
    Dabei darf man aber nicht vergessen, dass Klima und Wetter zwei verschiedene paar Stiefel sind. Klimaentwicklungen lassen sich weit besser voraussagen, als Wetterphänomene.



    Noch ein Gedanke zur Rationalität am Schluss.
    Ist es wirklich rational, von der Wissenschaft eine 100%ig sichere Aussage zum anthropogenen Klimawandel zu verlangen?
    Ich denke nicht. 80 oder 90% müssen reichen, weil wir es uns einfach nicht leisten können, abzuwarten. Eine Kernaussage des IPCC war ja gerade, dass wir jetzt etwas tun müssen, um die schlimmsten Folgen gerade noch abzufedern.


    Es wurde nur so lange nichts getan, weil die möglichen *Kosten* eines starken weltweiten Temperaturanstiegs lange nicht bekannt waren.
    Genau das hat STERN in seinem Report getan. Seine bekannteste, weil pointierteste Aussage war, dass ein Anstieg um x Grad (hab die Zahl vergessen) mehr Kosten verursachen würde, als beide Weltkriege zusammen. Weiter rechnete er vor, dass man bei sofortigem Handeln mit sehr geringen Kosten (weniger als 1% des Welt-BSP glaub ich) davonkommen könnte.


    Erst diese ökonomische Berechnung des Klimawandels wurde in Politik und Wirtschaft verstanden.



    Ich bin also für eine Versachlichung der Diskussion. Wenn einzelne profitieren und die Medien Amok laufen darf das nicht zum Nichtstun verleiten.


    Sicher würde es durch einen starken Klimawandel Gewinner und Verlierer geben. Aber auf welcher Seite wollen wir stehen? Deutschland hat doch bei der Klimatechnologie eine Vorreiterrolle inne.



    edit: 2 Vertipper