Beiträge von <registered>

    Na, dann sehen wir das sowieso sehr ähnlich.


    Aber mal ehrlich, weite Teile der CSU sind doch nur so schockiert, weil sie einer Frau das politische Taktieren auf diesem Niveau nicht zugetraut hätten. Als ob das bei den Herren hinter den Kulissen anders abliefe.


    Der Fall Pauli ist doch ein typischer Fall von Unterschätzung. Und in diesem Punkt durchaus mit der Merkel-Story vergleichbar.



    Wahrscheinlich müssen wir erst in den politischen Spitzenämtern eine Frauenquote von 50% erreichen, damit die Leute begreifen, dass das Geschlecht in der Politik rein gar nichts mit dem zu erwartenden Verhalten zu tun hat. Im Gegenteil. Gerade die weiblichen Pioniere in den hohen Ämtern sind oft gewiefter, als ihre Kollegen. Und sie müssen es auch sein.

    Zitat

    Original geschrieben von dg2mst
    Dennoch ist es außerordentlich ungeschickt und wahrscheinlich einer gewissen Sucht nach Aufmerksamkeit geschuldet, daß sie sich mit diesen Bilden zumindest in Bayern um den letzten Rest Glaubwürdigkeit gebracht hat.


    Dem ersten Teil deiner Analyse stimme ich zu, aber ich denke weder, dass Frau Pauli einfach nur süchtig nach Aumerksamkeit ist, noch, dass ihre Glaubwürdigkeit unter diesen Fotos stark gelitten hat.
    Wer sie jetzt kritisiert, war schon vorher schlecht auf sie zu sprechen. Und er tut Frau Pauli möglicherweise noch einen Gefallen. Ich denke, die Fotos waren ein kalkulierter "Tabubruch", um weiterhin irgendwie in der öffentlichen Debatte zu bleiben. Damit verfolgt sie einen bestimmten politischen Zweck. Frau Pauli hat ihre Abschlussarbeit über politische Strategien geschrieben. Einen Fehlgriff aus reiner Geltungssucht traue ich ihr nicht zu.

    Ich widerspreche dir ja nicht, mannesmann. Wir hatten unsere Beiträge gleichzeitig verfasst, deswegen die Überschneidungen...


    Aber du wirst mir doch zustimmen: absurd ist diese Regelung mit den Beamten auf jeden Fall, besonders, wenn man sieht, wie wegen des EU-Rechts sogar Bewerber aus den Nachbarländern bessere Karten haben, als Bürger aus anderen Bundesländern.

    Achja, und man ist natürlich extrem unflexibel wenn man das Bundesland wechseln will. So ist es z.B. einfacher, als ausgebildeter österreichischer Lehrer in Bayern eine Stelle zu bekommen, als als Niedersachse. Das kann Ärger geben, wenn der Lebenspartner wo anders hin muss...

    Ich habe da auch Einblick; das Grundschullehramt ist kein Zuckerschlecken. Ein Praktikum ist Pflicht, um hier eine sinnvolle Entscheidung zu treffen.
    Die Schülerzahlen können jenseits der 30 liegen, was wirklich schwer zu bändigen ist. Eine phlegmatische Ader kann hier ausnahmsweise sogar ein Vorteil sein. Dazu kommt noch, dass der Druck der Eltern in den letzten Jahren zugenommen hat. Die gesellschaftlichen Verteilungskämpfe wurden in die Schulen getragen, bei der Frage, ob ein Kind aufs Gymnasium übertreten soll, wurden (zumindest hier in Bayern) schon Anwälte eingeschaltet. Da sitzt man als Lehrer schnell mal zwischen den Stühlen. Positiv ist am Grundschullehramt, dass man zumindest in Bayern meines Wissens als Lehrer selbst festlegen kann, wie viele Stunden man im Schuljahr pro Woche arbeiten will. Das heißt, man kann auch weniger arbeiten und eine geringere Bezahlung in Kauf nehmen. Genauso ist es möglich, als verbeamteter Lehrer eine mehrjährige Auszeit (z.B. wegen der Kinder) zu nehmen und dann ohne größere berufliche Nachteile wieder einzusteigen.


    Gegen das Lehramt spricht, dass man mit Mathe momentan auf dem normalen Arbeitsmarkt recht gute Berufsaussichten hat, während nicht alle Referendare übernommen werden.


    Ich würde auf jeden Fall Mathe auf Diplom fertig studieren und versuchen, die Pädagogikscheine nebenbei zu machen. Dann bleibt der Weg in einen anderen Beruff offen. Man sollte nicht vergessen, dass nur die wenigsten Lehrer bis zur Pension durchhalten. Verfrühtes Ausscheiden wegen Krankheit ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel.