Beiträge von <registered>

    Zitat

    Original geschrieben von visioneer
    Das heißt also, meine Freundin ist ein genetisches Wunder, da sie es geschafft hat sich aus diesem "Morast" (was hier auf keinen Fall negativ gemeint ist) heraus zu ziehen, zu studieren und heute das doppelte wie Ihr Vater zu verdienen, welcher auch noch Alleinverdiener ist? So ein Schwachsinn!


    Genau. Völliger Schmarrn sogar. Erstens habe ich doch gerade geschrieben, dass es nicht hauptsächlich auf die Gene ankommt und zweitens ist es statistisch gesehen in Deutschland wirklich so, dass die (soziale) Herkunft im Vergleich zu anderen europäischen Ländern besonders großen Einfluss auf den späteren Berufsweg hat.
    Das ist eine statistische Aussage. Das Beispiel Deiner Freundin ist zwar schön und ich kenne selbst genügend weitere, aber es sagt doch nichts über die gesellschaftlichen Trends im Allgemeinen aus.


    Zitat


    Es stimmt sicherlich in Grundzügen das die soziale Eingliederung eine Rolle spielt, aber wer sich in Deutschland, bzw. der Schule anstrengt und nicht meint 5er und 6er auf dem Zeugnis sind cool, der kann es auch zu was bringen! Ich kenne viele aus "ärmlichen" Verhältnissen, die es zu was gebracht haben, von daher lasse ich diese Aussage so nicht gelten!


    Und wo habe ich was anderes behauptet?

    Zitat

    Original geschrieben von tmc
    Was aber Fakt ist, ist dass keine Kinder TEURER sind als Kinder...


    Sehe ich auch so.


    Zitat


    Mir scheint, als würden einige die ganzen Sonderkündigungen vom Mobilfunktmarkt so beflügelt zu sein und dieses beim Generationenvertrag auch auzuprobieren wollen. Aber die ältere Generation hat schon Leistung gebracht und den Vetrag erfüllt, da sie uns in die Welt gesetzt haben.


    So jetzt fliegen bestimmt die steine


    Nein, aber ich finde nicht, dass man das Kinder kriegen sozusagen "einfordern" kann. Und der "Generationenvertrag" wurde bereits von der Generation der heute 50-jährigen beschädigt, weil die schon zu wenig Kinder bekommen haben. Mal ganz davon abgesehen, dass ein Vertrag, bei der eine Vertragspartei, nämlich die später geborene, nichts mitzureden hat, eigentlich gar kein Vertrag ist.


    Die Familienpolitik ist einer der letzten Bereiche, wo der Staat immer noch glaubt glaubt, die Bürger an der Nase herumführen zu können. Wie sagte schon Adenauer sinngemäß: "Kinder bekommen die Leute immer". Dann kam der Pillenknick, ohne dass die Politik viel familienfreundlicher geworden wäre. Die niedriegen Geburtenraten sind eine direkte Folge dieser Vernachlässigung.


    Natürlich spielen finanzielle Dinge bei den meisten Menschen zum Glück nicht die Hauptrolle, wenn es um die Nachwuchsplanung geht. Aber es kann nicht sein, dass die Familien immer brav das "Humankapital" heranzüchten sollen und dabei Kinder das Armutsrisiko Nummer 1 sind. Bei allem Idealismus...


    Eine wahre Leistung wäre es, wenn die älteren Generationen in Deutschland auf einen Teil ihrer Altersversorgung verzichten könnten, damit die jüngeren Jahrgänge auch noch eine Zukunft (mit Kindern) sehen und sich nicht zwischen allen Fronten zerquetscht fühlen.


    Vor diesem Hintergrund kann das Elterngeld nur ein erster Schritt zu einer wirklichen Familienpolitik sein.

    Das sollte man aber nicht überbewerten. Wenn ich nicht falsch informiert bin, halten sich genetische Faktoren und Umwelteinflüsse (Erziehung etc.) die Waage beim Einfluß auf die Entwicklung eines Menschen.


    Außerdem wirkt sich gerade in Deutschland die soziale Herkunft so stark auf den späteren Lebensweg aus, dass genetische Fragen nun wirklich zweitrangig sind.


    Oder anders gesagt: die Kinder "schwieriger" Eltern verwahrlosen in Deutschland in der Regel nicht, weil sie genetisch benachteiligt sind, sondern weil sie nicht ausreichend gefördert werden.


    Edit: Mal ganz davon abgesehen, dass das irgendwie sozialdarwinistisch klingt.

    Ich würde noch weiter gehen. Eigentlich können wir es uns in Deutschland gar nicht leisten, dass irgend jemand wegen seines finanziellen Hintergrunds davor zurückschreckt, sich weiterzubilden.


    Durch jeden Bürger, der auf Grund welcher Umstände auch immer seine Begabungen nie voll ausschöpfen konnte, werden dem Staat in Zukunft Einnahmen entgehen.

    Zitat

    Original geschrieben von tribun72
    also für mich ist die neue Regelung eine echte Unverschämtheit. Da wird "wie so immer" wieder alles auf die Reichen verteilt. Dafür haben sie den Armen das eine Jahr gekürzt. Ich kann nur noch hoffen das die Geburtenrate, noch mehr sinkt !!!


    In diesem Fall wurde die finanzielle Mittelschicht besser gestellt, nicht (nur) die Oberschicht. Maximal gibt es 1800 Euro pro Monat. Da hilft es nichts, wenn jemand 20000 pro Monat verdient. Es bleibt bei den 1800.


    Zitat


    Da braucht sich auch niemand wundern wenn 11 Millionen Menschen(u.a. hauptsächlich Kinder) in Armut leben !!!


    Böse Zungen behaupten ja, dass wegen dieser Regelung künftig einkommensschwächere Bürger weniger Kinder bekommen werden, was zu einem Absinken der Kinderarmut führen könnte.