Ich glaube DUSA meinte statistische Tendenzen. Da fällt ein Gegenbeispiel nicht ins Gewicht.
Zur Ausgangsfrage fällt mir noch ein, dass viele Bürger ihre eigenen Interessen nicht zu kennen scheinen. Es ist wahrscheinlich etwas schwierig, darzustellen, was genau ich damit meine. Trotzdem ein Versuch:
Menschen mit einem Einkommen jenseits der 250000 Euro haben tendenziell mehr Einfluss auf die Politik, als jene mit geringerem Einkommen. In den letzten Jahren wurden viele Gesetze erlassen, die genau dieser Bevölkerungsgruppe finanziellen Nutzen bringen. Diese Leute wissen, was sie wollen und wie man das gewünschte Ergebnis von der Politik bekommt.
Auf der anderen Seite schreiben hier Leute, die höchstwahrscheinlich keine 100000 Euro im Jahr verdienen, dass sie es unmöglich finden, wenn dieses 1 Promille Superverdienende (wieder) höher besteuert wird.
Auch wenn ihr es nicht wahrhaben wollt, die Chance, einmal zu dieser Einkommensgruppe zu gehören, ist äußerst gering! Und die Lestungsdebatte will ich an dieser Stelle bewußt außen vor lassen.
Also, wer voraussichtlich nie 250000+ verdienen wird, sollte mal lieber froh sein, wenn das Geld bei diesen Bürgern geholt werden soll und nicht bei einem selbst.
(Auch wenn das Gesetz halbherzig formuliert ist).
Oder anders formuliert:
Die Güterallokation ist die Aufgabe der Marktwirtschaft. Die Verteilung des erwirtschafteten Kuchens ist hingegen eine eher politische Frage.
Wenn die Bürger alle nur darauf hoffen, in der Lotterie des Leben einen Sechser zu bekommen und sich zufrieden zeigen, also ihre Interessen nicht verteidigen, werden sie von o.g. Großverdienern überfahren.