Beiträge von <registered>

    Eigentlich darf es in Zukunft keine systemrelevanten Privatbanken mehr geben.


    Das bricht einfach mit dem marktwirtschftlichen Grundprinzip des unternehmerischen Risikos (und der entsprechenden Chancen).


    Das ist in weiten Teilen eine Vollkaskobranche auf Kosten der Mehrheit geworden.


    Und das Handeln der Staaten führt sogar noch dazu, dass besonders schlechte Großbanken belohnt werden und einen weiteren illegitimen Vorteil gegenüber kleineren, möglicherweise bodenständigeren Geldhäusern zugeschanzt bekommen.


    Wenn wir Pech haben, lebt in 10 Jahren bei den Banken nur noch das schlechteste Drittel. Toll.



    Hier ein aktuelles Beispiel dafür, wie es in manchen Bankabteilungen zuging:
    http://www.sueddeutsche.de/finanzen/363/483805/text/
    (Zwei Banker sind wegen Kursmanipulationen angeklagt und bei der juristischen Aufarbeitung kommen unglaubliche Dinge ans Licht.)



    Ich habe aus dieser Krise die Lehre gezogen, dass bei uns in den nächsten Jahrzehnten keiner bekommen wird, was er verdient. Das Fehlverhalten von Staaten und Banken hat so viel verzerrt - man kann heute in vielen Bereichen einfach nicht mehr von Märkten sprechen. Die Folgen der Bankenkrise machen unsere Gesellschaft geradezu lachhaft ungerecht. Das Verursacherprinzip kommt nicht mehr zum Tragen. Und der Staat wird aufgrund der Verschuldung in den kommenden Jahren wahrscheinlich nicht die Kraft (und den Willen) haben, die Bürger aufzufangen, die in Not geraten, obwohl sie sich an den Exzessen nicht beteiligt hatten.

    Eine sozialpsychologische Deutung des momentanen Rückenwinds für Zensurbefürworter ergibt sich aus den Versäumnissen des Staats bei der Regulierung der Bankenlandschaft nach der Finanzkrise.


    Was da an kluger Regulierung versäumt wurde holt der Staat jetzt andernorts an Kontrolle nach, um dem "Volkszorn" ein Ventil zu bieten. Das ist eine Kompensationsstrategie:


    Man will wenigstens auf einem anderen Gebiet konsequent wirken und sich profilieren. Mit der Zensur schlägt die Regierung somit zwei Fliegen mit einer Klappe:


    sie bietet einen Blitzableiter für die Schmähungen der Finanzkrise und hält gleichzeitig unliebsame Strömungen im Internet klein.

    O2 ist schneller und drosselt beim aktuellen (neuen) Internetpaket "M" ab 200MB deine Downloadgeschwindigkeit, anstatt mehr zu berechnen. Da spricht aus meiner Sicht wenig für simyo. Mit Surfen und Mails abholen alleine kommt man in der Regel eh nicht über die 200MB. Warum also ein langsameres GB buchen? (Insbesondere, wenn ohnehin bereits ein Vertrag mit o2 besteht).