Beiträge von <registered>

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    Original geschrieben von tobias2k
    Ich bin der Ansicht, dass außergewöhnliche Situationen auch außergewöhnliche Maßnahmen bedingen.
    Gesetz dem Fall, die bisherigen Informationen stimmen, ist die Schmiergeldzahlung an den Banker vollkommen gerechtfertigt. Schließlich geht es hier nicht um ein paar Peanuts, die hinterzogen wurden, sondern um wirklich große Beträge. Es ist nicht der kleine Mann, der seine 5.000 Euro über die Grenze gebracht hat, sondern die Großverdiener, die ohnehin über ein hohes Einkommen verfügen.


    Steuerhinterziehung ist eine Straftat und kein harmloses Vergehen. Insofern bedarf es, genauso wie bei allen anderen Verbrechen, einer rigorose Verfolgung.


    Ja, schon. Aber:
    Mit derselben Argumentationsweise ["Ausnahmezustand"] könnte man so ziemlich alles rechtfertigen. Was habe ich von einem Staat, der sich nicht an die eigenen Gesetze halten will, der über den BND agiert, als wäre er eine Gestalt aus der Unterwelt?


    Du meinst, hier rechtfertigt der Erfolg die Mittel. In der Praxis muss man aber davon ausgehen, dass der Erfolg nicht immer eintritt und dass die fragwürdigen Mittel trotzdem und immer häufiger angewandt werden.


    Wenn man z.B. die Folterdebatte ("Rettungsfolter") nachliest, stellt man fest, dass da recht ähnliche Überlegungen aufeinander treffen.


    Am Ende läuft es darauf 'raus, dass sich der Staat nicht auf das Niveau von Verbrechern begeben darf, wenn er als Rechtsstaat fortbestehen will.

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    Original geschrieben von Thomas4711
    Das ist vollkommen falsch, in meinen Augen sind das verdammt gut angelegte 5 Mio. Steuergelder gewesen.
    Die sogren nämlich jetzt dafür, das der Sumpf an Steuer-Verbrechern aufgemischt wird und ein vielfaches von den 5 Mio. wieder zurück in die Staatskasse kommen wird.


    Ich finde das nicht ganz so eindeutig. Eigentlich ist die Situation vergleichbar mit der Frage um den Import embryonaler Stammzellen: weil man etwas nicht selbst machen kann oder will, wird einfach jemand anderes dafür bezahlt.


    Denkt man diesen Ansatz konsequent zu Ende, könnte die Regierung künftig für alles, was eigentlich rechtlich nicht möglich wäre, einfach einen ausführenden "Söldner" anheuern. [z.B. statt eine richterlich genehmigten Hausdurchsuchung durchzuführen einfach einen professionellen Einbrecher für die gewonnenen Informationen bezahlen].


    ...und dann die Hände in Unschuld waschen.


    Eigentlich eine weitere "Guantanamoisierung" des Rechts.
    Hätte der BND kein Geld für die Daten bezahlt, wäre das aus meiner Sicht aber relativ unproblematisch gewesen.


    Geheimdienstinformationen waren schon immer eine höchst problematische Grauzone. Die Frage ist, wo man die Grenze zieht. Was meiner Meinung nach gar nicht geht, ist die Anstiftung zur Straftat durch einen Dienst.
    Aber wer will und kann ex post den Nachweis führen?
    Wie sollte man beweisen, dass der Bankdatenräuber nicht selbst auf die Idee gekommen war?

    Wenn man mal für einen Moment das "wer frei von Schuld ist, werfe den ersten Stein" außen vor lässt, bleibt immer noch, dass Unternehmensführer eine Vorbildfunktion haben - ob sie wollen oder nicht.


    Ihre Fehltritte dienen den "kleinen Sündern" als billige Legitimationskrücke.


    Es fällt schwer, nicht von Gier zu sprechen, wenn Leute, die in jedem Fall auf höchstem Niveau versorgt wären, vulgo ausgesorgt haben, dann auch noch Steuern hinterziehen.


    So ein Verhalten ist für mich ein typischer Fall für die TT-Forenpsychologen.

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    Original geschrieben von MeltingSnowman
    Markentechnisch würde ich auf gar keinen Fall etwas der z.T. auch hier genannten Hersteller kaufen. Liebherr- und Bo


    Ich hab zu dem Thema auch mal ausgiebig recherchiert und muss dem Schneemann beipflichten, wobei Liebherr anscheinend das ist, was bei den Autos früher mal der Mercedes war. ;)