Hallo Elke und danke für Deinen gewohnt sachlichen Beitrag,
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Original geschrieben von Elke2002
Wo wir dann wohl unterschiedlicher Meinung sind, ist, ob soziale und biologische Eltern identisch sein müssen.
Wahrscheinlich. 
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Jochen hat es ja schon sehr gut erklärt... Ich versuche eine Kurzdarstellung:
* Babys entstehen durch die Befruchtung einer weiblichen Eizelle durch männlichen Samen.
** Eine Frau, die ein Kind möchte, braucht also einen 'Samenspender'
** Ein Mann, der ein Kind möchte, braucht eine Eizelle nebst Gebärmutter
Falls ein Kinderwunsch besteht, aber der Partner nicht als Samenspender oder Eizellen-/Gebärmutterbereitsteller zur Verfügung steht, was macht Mensch dann?
* Richtig: Er sucht sich Hilfe und guckt nach Alternativen.
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Das ist bis hierher alles sehr vom "ich" her gedacht.
Und Mephisto würde sicher wieder einwerfen, dass zu unterscheiden ist, ob der Partner nicht zur Verfügung steht, oder ob er mangels mechanischer Kompatibilität nicht zur Verfügung stehen kann.
[...]
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"Bin ich (sind wir als Paar) dazu in der Lage, ein Kind gut aufzuziehen?"
Das hoffe ich sehr, dass sich das die Mehrheit der homosexuellen Paare in dieser Situation an aller erster Stelle fragen würde.
Die Adoption darf nicht Mittel zum Zweck einer Erwachsenenbeziehung sein. Sie dient dem Kind. Analog sehe ich das bei Leihmüttern und anderen Konstellationen.
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Biologisch viel unmöglicher finde ich eigentlich, dass Menschen innerhalb weniger Stunden über ganze Kontinente fliegen... Und was sagt uns der Blick an den Himmel oder die letze Urlaubskarte? - Machen wir doch ständig! 
Ja, das sehe ich schon, dass man vom Sein nicht immer auf's Sollen schließen kann. Wenn aber dann noch die Rechte Dritter (Kinder) mit rein kommen, wird's schwieriger als in Deinem Beispiel.
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Normalerweise handelt der 'Dritte' ja freiwillig und wird nicht vergewaltigt oder zu etwas gezwungen.
Guckt mal z.B. in die Realität unserer Hauptstadt. Dort gibt es etliche Regenbogenfamilien, die sich gut arrangiert haben. Wie gesagt: Es ist nicht genau dasselbe wie eine Hetero-Familie, aber auch nicht besser oder schlechter, nur anders. Aber auch jede Hetero-Familie (wo es inzwischen immer mehr Patchwork-Familien gibt) ist ja anders!
Ich hatte bei den Dritten eher die Kinder im Kopf und die Gesellschaft als Ganze, die dafür mit gerade stehen muss, falls die Erziehung doch schief geht.
Es steht außer Frage, dass es Patchworkfamilien und von mir aus auch Regenbogenfamilien gibt, die "funktionieren", in denen die Kinder nicht leiden oder es sogar besonders gut haben.
Ich würde sie aber nicht als den Idealfall bezeichnen wollen.
Viel schwieriger zu beurteilen ist, ob der Staat über ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare einen rechtlichen Rahmen schaffen soll, der dem Kind von vorne herein die Mutter oder den Vater vorenthält.
Das ist logisch strikt davon zu trennen, dass es durch Scheidungen oder Unfälle zu solchen Begebenheiten kommt.
Und von mir auch noch ein Edit:
Wenn man wirklich strikt vom Kindeswohl her denkt muss man darüber hinaus auch die faktisch immer noch vorherrschende Homophobie beachten (dieser Thread belegt das leider stellenweise). Auch wenn es irgendwie zynisch ist darauf hinzuweisen kann man das nicht übergehen weil schließlich das Kind am stärksten darunter zu leiden hätte.