Original geschrieben von Shani Ace
Sehe ich genauso. Ich beschäftige mich in letzter Zeit auch wieder öfter mit dieser Problematik (die Inkompetenz unserer großen Politiker), und wenn ich mir dann die Menschen, bzw. deren geistige Kompetenz ansehe, ist dort eine sehr eindeutige Analogie zu sehen.
D.h. die Politiker, die sich vielleicht wirklich Mühe geben und konstruktive Politik machen möchten, die das Land weiterbringt, bleiben im Sumpf (oder passen sich an), bzw. bleiben ungesehen, da sie in den Parteien nicht bis in die hohen Ebenen gefördert werden (Ausnahmen besättigen die Regel), während die sich anpassenden Politiker aufsteigen, bis hin zum Kanzleramt.
Genauso wählen dann die meisten Menschen nach verschiedenen Kriterien, jedoch selten, weil die Partei, die sie wählen, wirklich gute Arbeit leistet.
Ein weiteres Problem ist, das auch schon angeschnitten wurde, dass die meisten (sowohl Wähler, als auch Medien, sowie Politiker) stets zu kurzsichtig sind und kurzfristige Erfolge sehen möchten. Doch jedem mit gesundem Menschenverstand sollte eigentlich klar sein, dass bspw. > 4 Mio. Arbeitslose nicht auf einmal und sofort nach einer Reform zu tilgen sind. Dies ist vielleicht kein gutes Beispiel, da dieses Problem ja nun in der ganzen Regierungszeit von Rot-Grün bestand und besteht, aber auch was z.B. die von Schröder & Co. gedachten Sozialreformen angeht, wird stets sofortiger Erfolg erwartet.
Ich persönlich halte die Sozialreformen, auch zum Teil wie sie die Regierung erarbeitet hat, nicht für falsch, sondern für nötig. Jedoch sollte doch jedem klar sein, dass die Wirkung solcher Reformen teilweise erst viel später, auch erst nach Ende dieser Legislaturperiode, sichtbar wird.
Und diese Kurzsichtigkeit ist nur ein Teil des Problems (neben der Verdummung der Mehrheit des Volkes).
Dazu kommt bspw. auch, dass die Opposition (in diesem Fall CDU & FDP) meist nur darauf bedacht ist, die Regierung schlecht zu reden, ganz gleich, was diese getan/gesagt/beschlossen/erarbeitet hat, ob es gut oder schlecht ist, es wird immer verneint und so werden nicht nur Fehlentscheidungen der Regierung, sondern auch richtige Entscheidungen und gute Ideenansätze blockiert.
Wer aufmerksam mitliest, erkennt, dass ich hier nicht die Regierung gutreden will - diese macht Fehler. Doch es wird ihr genauso alles andere als leicht gemacht, etwas richtig zu machen :(.
Lord EX: Nichts gegen dich persönlich, aber deine Ansicht finde ich sehr pauschalisierend und blauäugig (ja, ich weiß, dass es dich nicht kümmert ;))! Es sagt ja jetzt keiner, dass du rechts wärst, aber manche Menschen erkennen selbst nicht, dass sie rechte Tendenzen haben.
Nur zur Info: Ich selbst wohne in Köln und mich stört dieses Problem gewaltig - ich wurde schon mehrmals überfallen etc. und diese Art von Mensch trifft man ständig und fast überall in Köln. Das ist natürlich für dich ein völliger Schock (jedoch wäre für mich bspw. die Ansammlung extrem konservativ und ansatzweise rechts Denkender in Bayern genauso ein Schock), doch auch für mich als Kölner ist das eine wahrhaftige Plage, und das mit meiner ausländischen Abstammung.
Nur ist das Problem, dass man die Schuld nicht direkt auf diese Personen schieben kann.
Dieses Problem tritt ja leider bei sehr vielen Ausländern auf, und man kann nicht ihnen allen unterstellen, dass sie etwaigen Spaß an der Kriminalität und ihren anderen Mängeln haben.
Es sollte einem eigentlich klar sein, dass dies durch soziale Einflüsse determiniert wird. Da fragt man sich nur, welche genau das sind.
Es könnten u.A. folgende Gründe sein:
a) die Eltern - jedoch gibt es auch nicht wenige Fälle, wo die Eltern nicht so schlecht erzogen sind wie ihre Kinder
b) die meist schlechtere soziale Lage (bzgl. des Einkommens), durch die die Kinder zunehmend von den "Anderen" abgegrenzt werden
c) der Fall, dass vielleicht die nach Deutschland gezogenen Ausländer tatsächlich zum "Abschaum" ihres Herkunftslandes gehören; ich jedenfalls bezweifle bspw., dass die Türken (die Wahl dieses Herkunftslandes für das Beispiel ist von keinerlei Bedeutung!) in der Türkei sich genauso verhalten, wie die Türken, die wir hier in Deutschland kennen (abgesehen davon, dass es auch welche gibt, die sich anders verhalten).
d) der Unwillen, sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren (und sich damit auch anzupassen)
e) die mangelnde Integration seitens der deutschen Gesellschaft und der deutschen Institutionen, die bewusst oder unbewusst für die Integration zuständig sind
Jedenfalls glaube ich (auch als Schlussfolgerung des vorigen), dass die Wahl der CDU eher eine Verschlimmerung der Ausländerkriminalität als eine Verbesserung bewirken würde, da das Problem nicht fehlendes, hartes Durchgreifen, sondern fehlende Integration und Hilfe ist.
Aber hier (vor Allem in der Politik, aber unter der Bürgerschaft) denkt ja jeder nur primär an sich...
Manchmal könnte man angesichts dieses erschreckenden Zustandes bzgl der Politik (sowohl seitens der Politiker, als auch seitens des Volkes) wirklich noch erwägen, die liebgewonnene Heimat zu verlassen :(.
Aber wo ist es schon besser (vielleicht in den skandinavischen Ländern?) ? Das Problem ist sicher nicht bloß ein Deutsches, sondern eines, das auch auf den grundsätzlichen Eigenschaften, bzw. Fehlern des Menschen basiert.
Dadurch kommt auch die politische Naivität des Volkes, sowie das Medien- und Machtbegehren vieler politischer Parteien.