Beiträge von AdministratorDr

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    Original geschrieben von yox
    Da gehe ich mit n30 Meinung konform.Bis auf ein paar leichte Bemerkungen,halte ich mich auch raus.Was nützt es wenn man sich 'n Kopf macht,alles fein säuberlich schreibt und die meisten sowieso drüber weg lesen.
    Kann ich mir die Mühe auch sparen.


    Eine Zeitlang hab ich das auch so gemacht. Themen gemieden, wo ich wusste, das dabei letztlich nicht viel rumkommt. Denn es sind immer die gleichen Typen die den Drang zur Selbstdarstellung verspüren und mit ner passenden Signatur virutell nachtreten.
    Da frag ich mich ernsthaft ob wir hier ein Theater sind, oder die Augsburger Puppenkiste.


    Zum Thema Spaghetti-Monster:
    Bis auf eine handvoll Postings ist der restliche Thread doch recht sachlich. Das es ständig zu etwas hitzigeren Kommentaren kommt ist klar, aber vielleicht tut so ein Hinweis auch mal wieder gut. :)

    Erstmal möchte ich dir danken, das du so sachlich diskutierst. Das man nicht auf alles eingehen kann, ist natürlich klar. Vor allem nicht hier bei TT. In anderen Foren ist es da schon einfacherer weil sie sich der Sache widmen.


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    1) Du argumentierst, dass "echte Christen" immer moralisch handeln. Wenn sie unmoralisch handeln, dann weil sie nicht echte Christen sind.
    Diese rhetorische Falle nennt man No true Scotsman fallacy, oder eingedeutscht: Kein wahrer Schotte.


    Ich hab nicht gesagt ,dass sie IMMER moralisch handeln. Ich sag nur das sie höhere Anreize haben. Natürlich kann auch ein Christ, der seiner Sache sehr sicher ist, ins Zweifeln kommen.

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    2) Du sagst, dass Leute die ihrem religiösen Glauben aus tiefster Überzeugung folgen, nicht unmoralisch handeln.


    Hab ich so auch nicht gesagt, siehe die Antwort darüber.

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    Auch das ist nicht korrekt, siehe Inquisition, Hexenverbrennung, (wieder) Christen in der Nazi-Zeit, und auch das Handeln von Terroristen. Es waren Leute die aus ihrer Sicht dem Willen Gottes gefolgt sind.
    Also ist auch die Unterscheidung zwischen Mitläufer-Gläubigen und tiefst-überzeugungs-Gläubigen kein hinreichendes Merkmal der Unterscheidung.


    Beim Terrorismus ist es ähnlich wie bei nominellen Christen. Sie folgen doch auch nur einer Idiologie. Das denken überlassen sie anderen. Das sind keine dumme Menschen, aber sie sind/waren eben formbar. Als Christ sollte man "ständig darauf achten wie (wir) wandeln" heißt es in der Heiligen Schrift. Man muss sich ständig einer Selbstprüfung unterziehen, das ist ganz logisch. Ich sag auch nicht das ein Christ perfekt ist oder der beste in der Gesellschaft ist. Absouter Mumpiz, ich sag nur dass er, weil er Christus nachfolgt entsprechende Werte vermittelt bekommt, die er als sehr hoch achtet.


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    3) Das ist eigentlich klar, aber um Mißverständnisse zu vermeiden: Du zeigst viele Beispiele in denen Christen, weil sie Christen sind, positiv moralisch handeln. Da will ich dir nicht widersprechen, ganz im Gegenteil. Und das gilt auch für die anderen großen Religionen gleichermaßen.
    Meiner Ansicht nach, ist das Merkmal der Religionszugehörigkeit, der Gottesgläubigkeit, der Grad der Überzeugung usw. halt alles nur nicht adäquat, um daraus ein mehr oder weniger an moralischem Handeln abzuleiten - was ja deine ursprüngliche These war.


    Ich weiß was du meinst. Du kennst es nicht anders, das ist dein "Problem". Das ist jetzt auch nicht böse gemeint, aber du kennst eben nicht solche Menschen die auf Grund ihrer Religion entsprechend handeln.

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    4) Du führst an, dass jemand der sich intensiv mit der Religion auseinandersetzt und versucht sie "richtig" zu verstehen, zu einer "guten" Interpretation des Glaubens finden wird welche ihn moralisch handlen lassen wird. Jemand der die Kapazität hat und den Aufwand betreibt das zu tun, der würde mit einem Studium der Philosophie aber zum gleichen Ergebnis finden.


    Natürlich könnte er das. Aber auch hier vermute ich, dass gerade Fülle an Philosophischen Materials den Menschen überfordern würde. Die Heilige Schrift, letzlich die Grundlage für uns Christen, bietet einem da entsprechend Lesestoff. Im Gegensatz zur Philosphie ist sie nicht unerschöpflich. Das auseinandersetzen mit selbiger ist entsprechend anstrengend, weil ich Menschengedanken verstehen muss. Die Gedanken eines Gottes sind insofern einfacherer als das Jesus es vorgelebt hat - nicht nur gesagt hat und in schönen Worthülsen verpackt hat.

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    Und letztlich ist ja so, dass es entweder eine religiöse Authorität gibt (dann muß man sich deren Entscheidungen zu Themen auch unterordnen, mit der Gefahr, dass sie eben eines Tages Dinge entscheidet die man selber als moralisch falsch ansieht), oder dass es keine Authorität gibt, dann steht es jedem frei die Religion nach seinem besten Wissen und Gewissen auszulegen - was eben auch in einem Sinne geschehen kann (auch beim Christentum), die wir in Europa für nicht moralisch ansehen.


    Was meinst du mit religiöser Autorität? Wer wäre denn dann bei einem Christen die Instanz? Der Pfarrer, Jesus, Gott?


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    5) Ich möchte noch anführen, dass dieser Argumentation hin zu "echtem" Christentum genaus dass ist, was christliche Fundamentalisten in den USA für sich beanspruchen.


    Das mag zwar sein. Was ich bisher sage soll aber eben genau nicht dahin führen. Selbst wenn ich für mich beanspruche meine Warheit gefunden zu haben muss sie nicht deine Warheit darstellen.

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    Der Anspruch noch näher dran zu sein an dem was Gott wirklich will, als all die anderen "Mitläufer-Christen", ist also keine Lösung des Problems, sondern bietet im Gegenteil Zündstoff für mehr Konflikte, und mehr unmorlaischem Handeln.


    Die Gefahr besteht auch dann, wenn ich einer Idiologie folge, also nicht nur Gott. Die Konflikte sind meiner Meinung nach nicht die Folge von Religionen sondern die Menschen nutzen diese um ihre Interessen zu erfüllen.



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    Genausowenig wie die Bibel irgendetwas verhindert. Aber wenn sich Menschen mit den Ideen und Argumenten auseinandersetzen und sich einer bestimmten Lebensweise verpflichten, weil sie überzeugt davon sind, dass es richtig ist, dann hat es einen Einfluß auf das Handeln. Kein Unterschied zwischen religiösen und philosophischen Schriften.


    Ich denke das da schon ein Unterschied existiert. Es mag sein das Philosophen nette Ansätze hatten, aber worum es im Leben im Kern geht, bietet meiner Meinung nur die Schrift. Wenn du was besseres kennst, darfst du es mir gerne zeigen.
    Darf ich fragen ob du dich schonmal mit der Heiligen Schrift auseinander gesetzt hast?


    Im übrigen fällt mir gerade ein, du hast vorhin geschrieben man kann sich im Leben nicht mit all diesen Dingen beschäftigen (der Heiligen Schrift, das STudium) aber letztlich wird von uns Gläubigen gesagt, wir sollten uns mit der umfassenden Evolution beschäftigen, wir müssen es sogar. Ist doch irgendwie witzig, auf der einen Seite ist das eine zu anstrengend, aber das andere soll man verstehen. (Was nicht heißen soll, dass ich nicht mich hinreichend mit der Evolution beschäftigt hab).


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    Deutlichstes Beispiel ist wohl das Vergehen von Priestern an Kindern. Das können ja nicht alles "Poser" und Mitläuffer gewesen sein, wenn sie sich entschieden haben Priester zu werden.


    Ein Grund mehr, wieso ich aus der katholischen Kirche ausgetreten bin, weil ich sowas nicht gutheiße. Das hat nichts mit Glauben zu tun, weil schon der Ansatz des Zölibats nicht biblisch ist sondern ein Dogma darstellt, wodurch diese armen Männer "leiden" müssen.



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    Zu Zeiten als es keine Gesetze gab und es Staatsreligionen (auch Christentum) gab, haben die Menschen auch nicht anders gehandelt.


    Die Mehrheit vielleicht. Aber du weißt doch sicherlich schon, dass man mit einer sogenannten Kollektivschuld nicht alles abdecken kann. Damit macht man es sich sehr leicht. Es gab immer unter den Christen Gruppen die sich weigerten an dem Teilzunehmen, was sie selbst nicht wollten. Und das in einer Entschiedenheit, die man heute leider kaum/selten vor findet.

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    Die Utopie vom friedlichen und konfliklosen Zusammenleben ist übrigens auch nicht exklusiv für die Religionen. Das gibts auch bei Philosophen, oder auch bei Marx.


    Das ist richtig.



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    :D Ja, das Problem ist nur, dass alle Religionen (genauso wie alle nicht-religiösen Ideologien) die angetreten sind die Erde in ein Paradies für alle zu verwandeln, ihrem Ziel nicht gerecht geworden sind und eben auch (aber nicht nur) viel Leid angerichtet haben.


    Auf das Leid bin ich schonmal in einem meiner Posts eingegangen.




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    Ich glaube halt nur nicht, dass dieselben Religionen die dieser Aufgabe in hunderten/tausenden Jahren nicht gerecht geworden sind, das Mittel sein müssen dorthin zu gelangen.


    Die Frage ist nur, wen nimmst du als Maßstab. Ich das geschrieben Wort, keine Menschen die was tun wollen.


    Gruß,
    Dominik

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    Original geschrieben von Sencer
    Meinen Vergleich zu Babys habe ich gebracht, weil du in deinem ursprünglichen Beitrag damit argumentiert hast, dass du nicht glauben könntest, wie die Vor-vor-vorfahren der Menschen eines Tages aus dem Wasser gekommen seien, und sich von "einfacheren" zu so komplexen Lebewesen entwickelt haben.


    Das ist doch ein ganz anderer Zustand den du da beschreibst. Frag dich doch selber wieso Zellen (und alles was damit verbunden ist) so viel intelligenz aufweißt. Ein Zufall ist es meines Erachtens eben nicht. Alleine der Menschliche Körper ist dermaßen Komplex.


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    Inwiefern ist es relevant dass es das Gegenteil gibt? Es geht doch um die Tatsache, dass es für Tiere möglich ist bestimmte soziale Verhaltensweisen zu entwickeln, obwohl sie nicht an einen Gott glauben und keinen Einfluß von Religion hatten. Ich habe doch schon geschrieben, dass es hierbei nicht um einen zwingenden, sondern um einen möglichen Effekt gibt.


    Ach das meintest du. Das soziale Verhalten eines Tieres ist völlig anders als der eines Menschen. Lt. dem jetzigen Stand des Wissens, ist man sich nicht im klaren ob Tiere ein Gewissen haben - meiner Meinung nach unterscheidet uns das von den Tieren. Das was wir als soziales Verhalten beschreiben mag auch was ganz anderes bedeuten, mag ich als Laie aber eben nicht beurteilen.


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    Natürlich, und das wird auch so gemacht. Ich erinnere mich im Biologie-Unterricht daran einige Zeit mit Mikroevolution beschäftigt zu haben, also dominanz-rezessive Vererbung, Allel-Paare, usw. Und es wurde auch das von der Makro-Evolution gelehrt, was...


    Ich erinnere mich noch an meine Bio-Zeit und es wurde sehr viel unterrichtet, was alles einer kritischen Betrachtung entweder nicht standhielt oder umstritten war. Insofern kann man es nicht Verallgemeinern.

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    Also aus meinem persönlichen Umfeld kann ich berichten, dass Menschen die an Gott glauben und religiös sind (also einen nennenswerten Teil ihrer Zeit mit der Ausübung ihrer Religion verbringen) nicht moralischer handeln als solche die es nicht sind.


    Es kommt eben drauf an, wie religiös man ist und wie ernsthaft man das nimmt. Ein Kreuzkettchen ist noch lange kein Beweis für einen starken Glauben.

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    Und wenn man sich das ganze historisch anguckt, dann stellt man fest, dass es für deine These ebenfalls keine Unterstützung gibt. Beispielsweise die Unterstützung der Nazis durch Teile der katholischen Kirche. Oder auch das Video über das Massaker im Kosovo wo die Soldaten kurz vor einem Massaker an Zivilisten noch schnell gesegnet wurden für das was ihnen bevorsteht.


    Aber es gab auch tausende die lieber ins KZ gegangen sind, als einen Anteil daran haben. Warum? Weil sie keine Kompromisse in Bezug auf Ihre Religion eingingen. Ihr Gewissen ließ das nicht zu. Sie hätte nur ein Blatt papier unterschreiben müssen, das sie den Glauben abschwören und wären frei gewesen. Haben Sie aber nicht gemacht.


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    Augenscheinlich scheint also der Glaube an eine bestimmte Religion und die Religiösität allein nicht ausreichend zu sein, für das was wir in Europa allgemein als morlaisches Handeln verstehen. Man muß also zusätzlich dazu auch noch seine Religion richtig auslegen und interpretieren, was die Verantwortung letztlich wieder dem (einzelnen) Menschen gibt.


    Klar, jeder ist für sich und sein tun verantwortlich. Ich denke wir definieren Religiösität verschieden, weswegen wir uns auch nicht nähern. Du hast eine andere Definition weil du Menschen meinst, die katholisch erzogen worden sind, und vielleicht auch mal zur Kirche gehen. Ich meine welche, die ihren Glauben ernster nehmen.
    Wie ist es denn, wenn jemand einer Religion angehört und jemanden umbringt? Mal ganz hart angenommen. Handelt es sich um einen Scientologen (als Beispiel) wird sein Handeln mit seiner Religion in Verbindung gebracht. Wenn aber Kinder vergewaltigt werden oder jemand seine Familie auslöscht, steht nicht in der Zeitung "Katholischer Mann brachte seine Familie um", obwohl er katholisch war. Du siehst, es gibt zwar zig Milliarden nominelle "Christen", die den Namen tragen, weil sie es sich nicht aussuchen konnten, und eben jene handeln so wie ich schon geschrieben habe. Für sie gibt es eben keinen höheren Anreiz, weil sie eben "nur" Namenschristen sind.


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    In der Praxis folgen die meisten religiösen Menschen nicht direkt Gott oder Jesus, sondern dem Oberhaupt der eigenen Religionsgemeinschaft, welche einem sagt, was richtig und was falsch sein soll.


    Das zeigt doch schon, wie weit wir sind, wenn man nur noch vordiktiertes aufnimmt und es als seine Wahrheit hinstellt.

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    Die meisten Menschen hätten gar nicht die Zeit oder die Fähigkeit ihr Leben einem Studium der Schriften und der Geschichte hinzugeben um damit den Willen ihres Gottes gerecht zu werden.


    Wenn es jemandes Wunsch ist, kann er das. Ich kenne so viele die sich täglich mit einigen Gedanken und des Studiums anhand der Schrift beschäftigen. Unmöglich ist es also nicht ;)

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    Letztlich handeln sie so wie andere Menschen es für sie entscheiden. Gerade das führte ja auch zur Instrumentalisierung der großen Religionen in sovielen politischen Konflikten.


    Geb ich dir recht und verurteile ich ebenso.


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    Außerdem:
    Ein moralischer Mensch der es als Verantwortung sieht Kant und einer schwer erarbeiteten Ethik zu folgen ist ehrlich, zahlt seine Steuern, steht zu seinen Fehlern, arbeitet nicht Schwarz, belügt andere nicht, ist zuvorkommend, hilft anderen auch wenn er daraus keinen Vorteil schlagen kann, ist gegenüber seinem Partner treu u.s.w.


    Gilt das für jeden, der sich Kant verschworen hat? Nein. Warum nicht? Weil er nur einem Menschen folgt, der eine Idiologie prägte.

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    Kann man alles als Utopisch halten und Weltfremd, aber wer es für seine persönliche Überzeugung tut, und letztlich für seine Mitmenschen (Stichwort Kantsche Ethik und Goldene Regel)


    Kant sagt: "Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu "
    Jesus Christus sagt: "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! "
    Siehst du darin einen Unterschied?
    Ich schon. Kant sagt, was man selber nicht erleben will, das soll ich keinem anderen zufügen.
    Jesus sagt es positiv formuliert. Er sagt, was die Leute uns positives tun sollten, sollen wir ihnen auch tun. Kant geht vom negativen aus.


    Der Positive Gedanke gefällt mir besser, weil er mich in die Pflicht nimmt, was gutes zu tun . Der andere verlangt nur von mir was zu unterlassen!



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    Ja, nur gibt es eben zahllose Texte nicht-religiöser Natur die dasselbe tun. Und die auch wesentlich älter sind als das Christentum.


    Das sind alles wunderbare Werke, sie schaffen es jedoch nicht einen Menschen dazu zu bewegen etwas zu unterlassen. Wie heißt das sprichwort "Gelegenheit macht Diebe". Es muss nur die passende Situation kommen und man wirft was über Bord - muss jetzt kein Extremfall sein (Treu=Untreu), es fängt in kleinen Dingen an.


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    Es geht mir darum, dass nicht-religiöse Menschen eben genauso morlaisch und gut sein können (und es im Mittel vermutlich sind). Das ist ja auch der Grund warum in den Verfassungen Europas und der meisten Demokratien kein Zwang zur Religion besteht, und warum die Religion aus den meisten Verfassung gänzlich rausgehalten wird.


    Die nicht-religiösen Menschen können natürlich auch Moralvorstellungen vertreten und danach handeln, aber ob sie sie auf Dauer als solche ansehen, ist eben was anderes. Ansichten ändern sich mit der Zeit. Die Grundlage einer Religion, und die darauf beruhenden Moralvorstellungen nicht. Wenn sie das jedoch tun, was dein Einwand sein könnte, dann behaupte ich folgen sie nicht dem wahren Christentum, so wie die ersten Christen gelebt haben. Und da seien auch entsprechende Geschichtsschreiber genannt, die berichten wie die ersten Christen lebten (Enzyklopädia Brittanica, Katholische Enzyklopädien. Ein Unterschied wie Tag und Nacht.


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    Die Ansich, dass religiöse Menschen prinzipiell besser sind, ist meiner Ansich nach weniger im Einklang mit unserer Verfassung, als die welche Menschen prinzipiell als gleich gut betrachtet, egal welche und ob sie eine Religion befolgen.


    Was heißt schon "besser". Ich möchte da keinem zu Nahe treten. Jeder soll nach seiner Facón leben und walten, aber eben so, dass er die Würde des anderen respektiert. Und das geschieht trotz unserer tollen Gesetze, unserer EU-Verfassung, BGB, HGB eben nicht. Das sieht man doch schon and er Fülle der Gesetze. Würden Grundlegende Dinge vorhanden sein (wie oben geschrieben), bräuchte man diesen ganzen Kram nicht. Alleine das Gebot der Nächstenliebe deckt eine Menge ab. Aber ich sag ja, das ist den Menschen heute zu fremd geworden. Und genau das ist, was ich damit meine. Die Evolution als ganzes (die eben nicht ins Detail geklärt ist) als Warheit zu verkaufen, zeigt letztlich das denken ohne Gott. Man will keine höhere Macht über sich haben, alleine deswegen nicht weil man so leben möchte wie man will. Und genau das tun doch alle Menschen, sie leben wie sie wollen. Und wie schaut es auf der Erde aus? Muss ich dazu noch was sagen?


    Gruß,
    Dominik

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    Original geschrieben von xoduz
    Deswegen bin ich der Meinung, dass Moral als solche in den wichtigen Bereichen (wenn Dominik kirchliche Trauung etc. als moralischen Vorgang sieht - dann sinkt die Moral im allgemeinen natürlich, ich würde das aber eher als Aufklärung bezeichnen ;)) nicht sinkt.


    Die kirchliche Trauung sehe ich nicht als moralischen Vorgang. Zumal ich natürlich dazu sagen muss, dass ich aus der Kirche vor einigen Jahren ausgetreten bin, also kommt das nicht so hin ;)


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    Original geschrieben von Jochen
    Ich weiß mal wieder nicht, wo das Problem ist!
    Laßt doch jeden glauben, an was er glaubt!


    Im Prinzip geb ich dir recht, wenn nicht jeder den Anspruch erhebt zu wissen was richtig ist. Wie BB007 oben schon schrieb, müsste er seine Meinung kundtun. Was ist daran verkehrt? Muss meine Meinung immer von Wissenschaftlern vorher abgesegnet werden? Nöö, also kann man auch seine Meinung kundtun, und wie du richtigerweise sagst muss man entsprechend tolerant sein und andere Glaubensrichtungen respektieren.
    Ich denke da liegt auch manchmal das Problem. Die Evolutionisten halten Gläubige (nicht Kreationisten) für zu naiv, dumm, einseitig.


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    Original geschrieben von Sencer
    Wohingegen es offensichtlich kein Problem ist für dich zu anzuerkennen, dass ein jeder Mensch, aus einer einzigen Zelle entstanden ist, die sich durch Teilung zu einem Embryo und später zu eine Fötus, und schließlich irgendwann zu einem > 1,60 m (naja die meisten, nicht jeder) großen Mensch entwickelt.


    Das ist doch was ganz anderes. Wir wissen heute wie das Leben entsteht, und viele bezeichnen selbst dies als Wunder, aber alles was der Fötus braucht um zu wachsen erhält er von der Mutter. Das ist für mich vernünftig, wohingegen ich glauben soll, dass vorher "nichts" war und daraus was entstand?


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    Es gibt auch zahlreiche homosexuelle, monogmae Pinguin-paare die in amerikanischen Zoos beobachtet wurden und werden. Ist das auch menschengemacht? Ebenfalls unbestritten, dass die Kirche da ihre Hände im Spiel hatte?


    Es gibt aber eben auch das Gegenteil, wie xoduz schrieb. Ich denke mal du beziehst dich auf den passende Geo-Artikel.


    Mir stellt sich nicht die Frage, was zuerst da war sondern ob ich in meinem Denken eine höhere Macht akzeptiere. Ich unterhalte mich noch häufiger mit meinem Alten Biologielehrer, wenn ich ihn mal in der Stadt treffe. Mit ihm hab ich damals schon nette Diskussionen geführt. Aber letztlich führt es zu nichts, solange der gegenüber auch Dinge die nicht geklärt sind als Warheit hinstellt.


    Die Evolutionstheorie ist eben nicht bis ins Detail geklärt und solange dem nicht so ist, sollte man sich wenigstens beim Lehren auf das beschränken was wirklich eindeutig ist. Alles andere bedarf eben eines Glaubens. Manchmal sogar eines größeren Glaubens als den eines Christen an Gott.


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    Einigen wir uns darauf, dass man nicht mit Gewißheit sagen kann, wie es ohne Religion ausgesehen hätte, denn das wäre reine Spekulation.
    Worauf ich aber hinauswollte war, dass es _möglich_ ist, dass Menschen (als Gesellschaft) auch vollkommen ohne religiösen Einfluß ein Leben führen könnten, dass man nach heutigen gesellschaftlichen Vorstellungen als moralisch gut bezeichnen könnte.


    Klar ist das möglich, dass man auch so moralische Maßstäbe in seinem Leben haben kann, aber ob sie auch einen so hohen Anreiz haben sich daran zu halten? Ich bezweifle es. Ein Christ der es als Verantwortung sieht Jesu nachzufolgen und seinem Gott zu gefallen ist ehrlich, zahlt seine Steuern, steht zu seinen Fehlern, arbeitet nicht Schwarz, belügt andere nicht, ist zuvorkommend, hilft anderen auch wenn er daraus keinen Vorteil schlagen kann, ist gegenüber seinem Partner treu u.s.w.
    Kann man alles als Utopisch halten und Weltfremd, aber wer es für seinen Gott tut, und letztlich für seine Mitmenschen (Stichwort Nächstenliebe) hat einen höheren Anreiz , als wenn er es nur für sich selbst entscheidet.


    Die Frage die sich da eben auftut. Wenn jeder Mensch gewisse Moralvorstellungen hat, wieso sinkt die moralische Grenze in den letzten Jahrzehnten? Nur auf Grund der Aufklärung? Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
    So altmodisch die Bibel zu sein scheint, aber sie vermittelt eben Tugenden und Moralvorstellungen die ich als vernünftig werte und die man vorher natürlich in seiner ganzheit (bezogen auf die ganze Schrift) verstehen lernen muss, bevor man sagt "Auge um Auge, Zahn um Zahn" (<-- Beispiel für einen Kontextfremden Text). Ein größtes Übel unserer Gesellschaft ist die Habgier, jemand der sich Christ nennt gibt sich die beste Mühe eben nicht so zu handeln.
    Mahatma Gahndi: "Es würde mich nicht erschüttern, wenn sich eines Tages herausstellte, dass die historische Person Jesus niemals gelebt hat. Die Worte aus der Bergpredigt bleiben für mich trotzdem immer wahr ."
    So sehe ich das letztlich auch. Auch wenn man sich als Gottloser Mensch damit beschäftigt wird man feststellen wie interessant die ganze Thematik rund um die Bergpredigt ist.


    Im übrigen geb ich JoPi recht in Bezug auf das Posting an BB007. Genau das ist das, was mich manchmal hindert ausführlicher auf etwas einzugehen. So stolz wie BB007 ist Atheist zu sein so stolz bin ich ein Theist zu sein. Nur der Ton ist ein anderer.


    Gruß,
    Dominik :)

    @BB007
    Beides erfordert jedoch Glauben. Ich konnte mir jedenfalls nie vorstellen, dass meine vor vor vor ... fahren mal Affen waren und noch weiter zurück aus dem wasser gekrabbelt sind.


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    Heute nennen wir dies die "Proletarisierung in der ehemaligen DDR", die ja bekanntlich aus uns Triebtäter und Kinderwürger gemacht hat... :D


    Auch wenn du es sehr witzig rüberbringst, glaubst du etwa nicht das Werte heute verfallen?


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    Die Schöpfungslehre hingegen entbehrt jeglichen wissenschaftlichen Beweises und ist eine rein religiöse Erklärung für die Entstehung des Lebens.


    Wie kommst du darauf?


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    Letzteres kann man von mir aus in Kirchen und gerne auch in einem optionalen Religionsunterricht vermitteln.


    Deine Abneigung in Religion in allen Ehren, aber viele Menschen bedürfen einer Religion und ich finde es auch richtig. Du vertraust auf dich und dein können, aber was, wenn du mal was nicht beeinflussen kannst und deine Frau stirbt oder sonst ein geliebter Mensch. Sagst du dir dann auch "Drauf geschissen, ich nehm mir ne neue", so wie die Tiere? Religion kann Trost vermitteln, aber ich geb dir natürlich recht, es sollte eine freiwillige und positive Sache sein - kein Zwang und Druck!
    Und deswegen, wie dir sicherlich bekannt ist, können Kinder ab 14 den Religionsunterricht abwählen und alternativ den Ethikunterricht besuchen. Letztlich werden wir am allermeisten von unseren Eltern beeinflusst, das ist einfach fakt. Und wenn man eben das Pech hat und im Bayrischen Urwald katholisch erzogen wird, dann kann man da erstmal nichts gegen machen. Spätestens wenn man erwachsen ist, kann man (sofern man geistig in der Lage ist) sich für eine Richtung entscheiden.


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    Außerdem gibt es nun mal Moralvorstellungen, die sich fast logischer- und konsequenterweise aus dem Zusammenleben von Menschen ergeben und nicht zwingend religiösen Ursprungs sein müssen.


    Gehört Treue auch dazu?

    Ich weiß nicht was bei dieser Firma jetzt so schlimm sein soll. Ein reiner Online-Betrieb eben. Wenn du schon penetrant nervig bist, ist es kein Wunder. Hättest bei mir ne ähnliche Abfuhr bekommen. Außerdem hat er ja recht, wenn er keine Kasse hat und dafür extra Aufwand hat, dann macht er es einfacherer übers Konto. Alles nachvollziehbare Gründe.


    Im übrigen können wir die Diskussion doch gerne hier weiterführen.