Beiträge von o2neuling

    Zitat

    Original geschrieben von marlborolights
    Mich würde interessieren, warum hier so viele Leute gegen die Verwendung biometrischer Daten sind? :confused:


    - Weil es ihnen selbst keinen Vorteil bringt
    - Weil sie Bedenken bezüglich eventueller Nebenwirkungen haben
    - Weil es gegen das Gebot der Datensparsamkeit verstößt
    - Weil es mehr als nur eine triviale Änderung in Verwaltungsabläufen ist und nicht mal vom Parlament legitimiert wurde
    - Weil es völlig menschlich und auch vernünftig ist, gegen etwas zu sein, das einem selbst keine Vorteile bringt, sondern höchstens anderen

    Zitat

    Original geschrieben von marlborolights
    Es ist doch zu unserer Sicherheit, [...]


    Kannst Du bitte mal begründen, wo der Gewinn an Sicherheit herkommen soll? "Es ist doch zu unserer Sicherheit" ist eine Meinungsäußerung und keine Begründung. Dann wäre es auch zu unserer Sicherheit, wenn man detaillierte Akten über jeden Bürger führen würde und Bürger auch Auffälligkeiten bezüglich ihrer Nachbarn melden könnten, weil man uns dann ja viel besser überwachen könnte, dass wir auch ja nichts böses tun. Kann es sein, dass wir sowas schon mal hatten? Jeder fünfte von uns sogar zweimal direkt nacheinander?

    Zitat

    Original geschrieben von marlborolights
    [...] ich habe auch nichts zu verbergen.


    Sorry, solche Statements regen mich einfach nur auf. Jeder hat etwas zu verbergen, manche wissen es bloß nicht. Schon mal was vom Gebot der Datensparsamkeit gehört? Daten, die zum Funktionieren von Verwaltungsaufgaben nicht zwingend erforderlich sind, haben gefälligst gar nicht erst erhoben zu werden, weil einfach jede Form der Datenerhebung zu Missbrauch führen kann. Das ist ein Handlungsprinzip, es zu brechen erfordert eine ganze konkrete Begründung und nicht einfach irgendein Wischi-Waschi nach dem Motto "Es ist doch zu unserer Sicherheit".


    o2neuling


    PS: Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich bedenklich, wie viele Menschen hierzulande inzwischen derart gleichgültig gegenüber bestimmten Grundprinzipien eingestellt sind. In Großbritannien gibt es nicht mal Ausweispflicht, hierzulande nehmen viele Menschen es dagegen einfach so hin, dass sie ihre Iris abmessen lassen müssen, nur weil ihnen in diffuser Art und Weise mehr Sicherheit versprochen wird, was aber völlig unbewiesen ist!


    Und ich finde es auch fast schon entsetzlich, dass unsere Gesetze es ermöglichen, dass der Bundesinnenminister eine derart grundlegende Änderung per Verwaltungsvorschrift ohne Gesetzesänderung und ohne Beteiligung des Bundestags durchdrücken kann. Das ist aber ein tiefer liegendes Problem unserer Bundesregierung und speziell des Bundesinnenministers. Im Bundestag wäre diese Änderung wohl nicht durchzudrücken gewesen, also wird es einfach bis zum Anschlag mit Verwaltungsvorschriften gemacht.

    Re: Mietthread: Vermieter rückt keine Nebenkostenabrechnung raus u. ist verschwenderi


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    Original geschrieben von Goodzilla
    Die Nebenkosten sind nirgendwo ausgewiesen und ich habe in diesen mehr als 12 Monaten auch nie eine Nebenkostenabrechnung bekommen. Ich bin sicher irgendwo gelesen zu haben, daß dies nicht "sauber" ist. Richtig?


    Es hängt vom Vertrag ab... Wenn eine verbrauchsunabhängige Pauschale vereinbart ist, was zwar ungewöhnlich, aber möglich ist, gibt es natürlich keine Abrechnung. Wenn verbrauchsabhängige Zahlungen vereinbart sind, soll einmal im Jahr abgerechnet werden. Schau nochmal im Vertrag nach.

    Zitat

    Original geschrieben von Goodzilla
    Weiterhin betreibt der Vermieter zumindest in einem Punkt Verschwendung: Der Rasen rund ums Haus wird mindestenens 3 mal im Monat von einer Firma gemäht.


    Dazu weiß ich ehrlich gesagt nichts. Ganz abwegig klingt das aber nicht. Ich kenne genug Leute, die ihren eigenen Rasen jede Woche selbst mähen. Ob es notwendig ist, ist eine andere Frage, auf die ich keine Antwort weiß, aber ganz ungewöhnlich ist es nicht.

    Zitat

    Original geschrieben von Goodzilla
    Das kommt ja noch zu den anderen Negativ-Punkten (keine Wärmedämmung => unverschämte Nebenkosten, unbrauchbarer Briefkasten, kein Kabelanschluss obwohl angegeben) dazu... :(


    - Das Thema mit der Wärmedämmung ist ein wenig komplexer, da gibt es auch Regelungen, die nicht direkt was mit dem Mietrecht zu tun haben
    - "Unbrauchbarer Briefkasten" ist zu ungenau, was genau ist nicht in Ordnung? Ist er zu klein? Regnet es rein? Lässt er sich nicht abschließen? Passt Dir der Anbringungsort nicht?
    - Was genau passt mit dem Kabelanschluss nicht? Sind Konfigurationsfehler auf Deiner Seite ausgeschlossen? Funktioniert er nicht oder gibt es ihn gar nicht? Bitte genauere Angaben.


    o2neuling

    Ja, um genau den Unterschied geht es, der ist nämlich entscheidend. ;) Die Kaltmiete, also die Miete an sich, muss unbedingt so bleiben, wie sie war.

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    Original geschrieben von veeper
    Also sieht es so aus, wenn ich das recht verstehe, dass der Vermieter die Betriebskosten/Nebenkosten erhöhen möchte, die schon in der Kaltmiete enthalten sind.


    Nein, eben gerade nicht. Das, was Du monatlich zahlst, setzt sich aus der Summe folgender Dinge zusammen:


    - Eine fest vereinbarte Miete, die jeden Monat gleich ist und sich keinesfalls ändern darf
    - Eine Vorauszahlung auf die nicht zur Miete gehörenden Betriebskosten, die einmal im Jahr abhängig vom tatsächlichen Verbrauch abgerechnet wird


    Eine Anpassung der Vorauszahlung an den tatsächlichen Verbrauch findet normalerweise nur einmal im Jahr unmittelbar nach der Abrechnung statt und ist so kurz nach dem Vertragsabschluss äußerst unüblich, aber, wie Carsten sagte, auch nicht weiter gefährlich.


    Also lass Dir unbedingt schriftlich geben, was der Vermieter genau will, und frag dann am besten nochmal unter Nennung des genauen Wortlauts hier nach. ;)


    o2neuling

    Re: Re: Re: Problem mit der Miete


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    Original geschrieben von marlborolights
    Irgendwie verstehe ich dein Posting nicht wirklich, macht aber auch nichts!


    Dann lies es doch einfach nochmal! Der Threadersteller schreibt, dass der Vermieter die Miete erhöhen will. Nicht die Betriebskostenvorauszahlung, sondern die Miete. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht! Deswegen habe ich ja auch um die Nennung des genauen Wortlauts gebeten, um das zu klären.

    Zitat

    Original geschrieben von marlborolights
    Ich würde einer nachträglichen Erhöhung der Nebenkostenvorauszahlung zustimmen, da ich keine Lust hätte, später eine saftige Nachzahlung zu bekommen.


    Da kann der Mieter aber auch selbst vorbeugen, wenn er vorgewarnt ist. Dafür gibt es Sparkonten. Das ist kein Argument für eine nachträgliche und unvereinbarte Verschiebung des Vertragsinhalts.

    Zitat

    Original geschrieben von marlborolights
    Der mir dadurch entgangene "Zinsnachteil" wäre mir sowas von egal.


    Mir wäre er das wahrscheinlich auch, aber definitiv nicht, wenn nicht 100% geklärt ist, dass es nicht um die Miete, sondern um die Betriebskostenvorauszahlung geht. Im ungünstigsten Fall würde der Threadersteller dastehen und hätte einer Sache zugestimmt, der er gar nicht zustimmen wollte, weil der Unterschied nicht benannt wurde.


    o2neuling

    Re: Problem mit der Miete


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    Original geschrieben von veeper
    "Ich hab die Nebenkosten nochmal durchgerechnet und festgestellt, dass die in der Kaltmiete enthaltenen Entgelte zu gering angesetzt sind. Deshalb muss die Miete insgesamt um xx EUR erhöht werden."


    Das Fettgedruckte gibt es überhaupt nicht. Sowas existiert nicht. Es gibt zwei Möglichkeiten:


    - Der nette Herr hat sich ungeschickt ausgedrückt und meint eigentlich, dass die Nebenkostenvorauszahlung zu niedrig angesetzt ist
    - Der nette Herr ist gar nicht so nett und bescheißt


    Im ersten Fall darfst Du auf gar keinen Fall in Kauf nehmen, dass die Miete erhöht wird. Wenn überhaupt, dann kannst Du höchstens freiwillig in Kauf nehmen, dass die Nebenkostenvorauszahlung erhöht wird. Ersteres darfst Du wirklich keinesfalls akzeptieren, weil Du dann immer so viel zahlen müsstest. Letzteres kann man, wenn es denn unbedingt sein muss, akzeptieren, weil die Betriebskosten sowieso jedes Jahr verrechnet werden, also hättest Du im ungünstigsten Fall einen Zinsnachteil. Aber auch dazu bist Du nicht verpflichtet!


    Im zweiten Fall würde ich so freundlich, aber gleichzeitig so deutlich wie nur irgend möglich signalisieren, dass Du Dich nicht bescheißen lässt. Es kann absolut nicht angehen, dass eine Vertragspartei sich nach Vertragsabschluss gewisse Dinge anders überlegt. Sollte der nette Herr auf das Angebot hin, die Nebenkostenvorauszahlung zu erhöhen, signalisieren, dass er nicht die Nebenkostenvorauszahlung, sondern die Miete meint, dann versucht er eindeutig, Dich zu bescheißen, dies darfst Du Dir keinesfalls bieten lassen. Letztendlich ist er sowieso selbst schuld, wenn er die Betriebskosten falsch kalkuliert. Das ist dann sein Fehler und dann muss er eben ein Jahr warten, bis es sich ausgleicht.

    Zitat

    Original geschrieben von veeper
    Er sagte dann nur noch, da könne man nichts machen. Und im übrigen komme das den übrigen Mietern zugute, da die wohl auch soviel zahlen.


    Das klingt schon mal nicht so gut, natürlich kann er da was machen: Warten, bis die Betriebskosten abgerechnet wurden und nächstes Mal besser kalkulieren. So leid es mir tut, für mich hört sich das nach gewolltem Beschiss an.


    Vorsichtshalber hätte ich noch ein paar Fragen: Wie lange besteht der Mietvertrag schon? Ist für die Betriebskosten eine Pauschale oder eine verbrauchsabhängige Abrechnung vereinbart?


    o2neuling


    PS, weitere Frage: Hat er Dir sein Ansinnen schriftlich mitgeteilt? Wenn ja, schreib mal bitte den genauen Wortlaut hier rein. Wenn nein, dann musst Du das unbedingt schriftlich verlangen.

    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Mit dem Beitritt mancher (osteuropäischer) Länder im letzten Jahr und erst Recht wenn auch noch Rumänien, Bulgarien oder, als i-Tüpfelchen die Türkei, zur EU stossen wird die Idee einer gemeinsamen Kultur aber vollends unterhöhlt.


    Inwiefern sollte eine Mitgliedschaft von Bulgarien oder Rumänien die Idee einer gemeinsamen Kultur unterhöhlen? Bezogen auf die Türkeifrage kann ich die Bedenken ja noch halbwegs nachvollziehen, aber bezogen auf Bulgarien und Rumänien verstehe ich ehrlich gesagt nicht mal, was damit überhaupt gemeint sein soll. Worum geht es denn? Unterschiede im allgemeinen Wohlstand haben nichts mit der Idee einer gemeinsamen Kultur zu tun, falls es darum gehen sollte, muss man anders argumentieren.


    o2neuling

    Ganz frisch ist die Nachricht ja nicht mehr, trotzdem der Link:


    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,358118,00.html


    Wirklich unerwartet ist das Ergebnis ja nicht, die Deutlichkeit aber schon, zumindest für mich.


    Mich würde mal interessieren, was ihr so zu dem Ergebnis meint, also einfach eine Sammlung von Gedanken zum Thema.


    Mögliche Fragen als Anstoß:


    - Woher kommt dieses Ergebnis, hat es einen eher abstrakten und diffusen Ursprung oder gibt es ganz konkrete inhaltliche Dinge, an denen es festzumachen ist?
    - Auf welchen Beinen steht das Ergebnis, haben die Abstimmenden den Gegenstand der Abstimmung gelesen? Wenn nein, sollten sie das tun oder ist es OK, wenn sie es nicht tun und trotzdem abstimmen?
    - Wie vernünftig ist es, eine solche Abstimmung so durchzuführen? Ist es vielleicht aufgrund der Komplexität der Sache nicht so ratsam oder ist es aufgrund der Bedeutung erst recht notwendig?
    - Wie hättet ihr euch verhalten? Also nicht nur im Moment der Abstimmung, sondern auch davor? Worauf hätte sich eine Meinungsbildung gestützt? Wie wichtig ist das Thema?


    Die Neugier kennt keine Grenzen... ;)


    o2neuling

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    Original geschrieben von teddy3
    Hab zwar beim Test mit der Live-CD von Suse 9.3 gesehen, dass das System die Karte erkannt hat, aber es gibt wohl keine Software um damit TV zu sehen oder aufzunehmen.


    Aber selbstverständlich gibt es Software dafür. ;) Vielleicht war auf der Live-CD bloß keine drauf.

    Osmin: Ja, klar, da bekommst Du aber eine PostScript-Datei. Das ist zwar wunderbar für Leute, die wissen, was sie mit PostScript-Dateien anfangen sollen, viele wissen das aber gar nicht. Außerdem sind PostScript-Dateien nicht komprimiert, deswegen kann so ein Ausdruck dann ziemlich groß werden. Die angesprochenen virtuellen Drucker machen dasselbe, aber zusätzlich komprimieren sie den Ausdruck (Komprimiertes PostScript = PDF) oder wandeln ihn in eine Pixelgrafik um (TIFF, JPEG oder was auch immer).


    Zed: PostScript ist PostScript und PDF ist PDF, da gibt es keine Kompatibilitätsprobleme. ;) Beides sind wohldefinierte Standards, höchstens Qualitätsunterschiede kann es geben (Acrobat erzeugt zum Beispiel sehr kleine Dateien, mit den anderen sind die Ergebnisse oft nicht ganz so effizient, kompatibel sind die aber trotzdem).


    o2neuling