Beiträge von Weizen

    Re: Markieren geht nicht mehr?!?


    Kann ich weder mit Firefox, noch mit Internet Explorer und weder mit noch ohne Premium-Account-Theme nachvollziehen. Welchen Browser verwendest du? Und hast du einen Premium Account (oder könnte vielleicht eine Werbung schuld sein, die nur manchmal auftaucht)?

    Zitat

    Original geschrieben von faktor0a
    Ich fragte nochmal nach, da ja dort ein Text steht, den ich nur nicht verstehe.


    Mal schauen, ob mein Französisch noch für die vier Sätze reicht (zumindest mit Hilfe von http://dict.leo.org/?lp=frde) ;)


    Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Jeder der Schreiber hat aus seiner Sicht verfasst, wie er das gesehene erlebt hat. Das da Unterschiede auftreten ist doch ganz normal. Das Markus-Evangelium behandelt z.B. nicht die Kindheit Jesu, deswegen ist es ja auch nicht gleich falsch.


    Das sehe ich auch so -- ich frage mich nur, wie das mit der Einstellung zusammenpasst, die einige christliche Gruppen vertreten, die Bibel sei Wort für Wort von Gott "diktiert" und ihr Inhalt demnach wörtlich zu nehmen und unumstößlich richtig. Von der Sorte sind hier ja auch ein paar unterwegs -- vielleicht kann mir ja jemand von denen die Frage beantworten ;) Nach meinen bisherigen Gesprächen mit Leuten, die mit mir "über Gott sprechen" wollten, wage ich aber zu bezweifeln, dass aus der Richtung überhaupt eine Antwort kommt, die irgendwas mit der Frage zu tun hat...


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    Original geschrieben von AdministratorDr Jesus war schon immer Gottes Sohn, auch vor seiner Geburt, da er eine vormenschliche Existenz hatte.


    Als "der Erstgeborene aller Schöpfung" wurde er dann von Gott dazu gebraucht, alle anderen Dinge zu erschaffen (Kolosser 1:15; Offenbarung 3:14). Gemäß Johannes 1:1 war "das WORT" (Jesus in seiner vormenschlichen Existenz) "im Anfang" bei Gott. Das WORT war somit bei Gott, als "die Himmel und die Erde" erschaffen wurden.


    Sag ich doch, dass Johannes das sagt -- aber die Frage war doch, wie das z.B. mit dem Römerbrief zusammenpasst, laut dem Jesus erst durch die Auferstehung zum Sohn Gottes erhoben wurde.


    Wenn man die Bibel als das sieht, was sie meiner Meinung nach sein soll -- eine Sammlung von Gleichnissen (teilweise natürlich mit historischen Fakten vermischt), die uns, wenn wir sie richtig verstehen, Handlungsanweisungen für ein gutes Leben geben kann -- und wenn man akzeptiert, dass die Bibel von Menschen geschrieben wurde, die damit einen bestimmten (vielleicht tatsächlich von Gott inspirierten) Inhalt in (nicht direkt göttliche) Geschichten verpacken wollten -- dann ist es auch kein Problem, diese Unterschiede zu akzeptieren. Die vier Evangelien sind dann vier Geschichten über Jesus, die uns aber alle die gleichen (oder wenigstens kompatible) Handlungsanweisungen vermitteln wollen. Um zum Thema zurückzukommen: Dann ist es auch kein größeres Problem, die Bibel und die Evolutionstheorie unter einen Hut zu bekommen. Wenn man sich dagegen für eine wörtliche Bibellektüre entscheidet, kommt man irgendwann an einen Punkt, an dem zwei sich widersprechende Aussagen nebeneinander stehen, was ja eigentlich gar nicht vorkommen dürfte...

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    Original geschrieben von AdministratorDr
    Hast du dich schonmal ernsthaft ein Bild von der Bibel als ganzes gemacht und nicht in BILD-Zeitungs Niveau blind aufgeklappt nen Satz gelesen und wieder zugeklappt?
    Wenn du jetzt sagst, "nee hab ich nicht nötig, ist sowieso quatsch" dann gehörst du zu den ganz großen, die schon ohne etwas zu kennen beurteilen können. Respekt.
    Um es auf den Punkt zu bringen: Beschäftige dich doch mal intensiv damit und danach will ich mal sehen ob du immer noch so leichtfertig Sätze ablässt. Denn du wirst feststellen, das sie weit aus mehr enthält als "Auge um Auge und Zahn um Zahn". ;)


    Und wo siehst du da ein Problem? Ich kann -- unabhängig davon, ob ich die Bibel ganz, teilweise oder gar nicht gelesen habe -- an Gott glauben und trotzdem der Überzeugung sein, dass er ein Gott und ein Schöpfer, aber kein Schriftsteller ist ;)


    Dass die Bibel nicht nur eine wörtliche Bedeutung hat, ist nun schon seit ein paar hundert Jahren bekannt. Stichwort Exegese, die Auslegung nach dem vierfachen Schriftsinn -- wörtlicher, auf die Heilsgeschichte bezogener, auf das Seelenheil bezogener und auf das Jüngste Gericht bezogener Sinn -- gibt es schon seit dem 13. Jahrhundert. Inzwischen hat sich in der Bibelauslegung natürlich noch einiges getan -- insbesondere durch die Erfindung der Hermeneutik -- und so sind die katholische wie die evangelische Kirche inzwischen zu der Auffassung gelangt, dass die Bibel eben nicht einfach wörtlich zu verstehen ist, sondern der eigentliche Sinn nur aus der Entstehungsgeschichte verstanden werden kann. Nur einige evangelikale Freikirchen / Zeugen Jehovas / etc. haben das eben noch nicht mitbekommen :rolleyes:


    Sieht man das nicht so, müssen sich die vier Evangelien ja auch in einigen Details widersprechen... Ein Beispiel (was Besseres fällt mir grad nicht ein, so bibelfest bin ich dann doch nicht ;)): Wann wurde Jesus zum Sohn Gottes? Erst in der Auferstehung?


    "... das Evangelium von seinem Sohn, der dem Fleisch nach geboren ist als Nachkomme Davids, der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten ..." (Röm 1,3f)


    Oder doch schon während der Taufszene, als Jesus eine Stimme zu ihm sprechen hört: "Du bist mein geliebter Sohn..." (Mk 1,10f)?


    Bei Lukas kommen dann die jungfräuliche Geburt und der Heilige Geist ins Spiel und bei Johannes war Jesus schon immer bei Gott und wurde nur zwischendurch mal kurz auf die Erde geschickt (vermutlich wurde es anders formuliert aber ich hab jetzt keine Lust das rauszusuchen ;)). Wenn man die Bibel nicht wörtlich nimmt sind diese Differenzen kein Problem -- weil es ja in der Aussage keinen Unterschied macht, wann genau Jesus jetzt zum Sohn Gottes wurde. Ich kann mich auch damit abfinden, dass es einfach niemand weiß. Es würde mich aber mal interessieren, wie jemand, der die Bibel wörtlich nimmt, die Frage für sich beantwortet...


    A propos "Jungfrau Maria": Was die angeht ist meines Wissens inzwischen die Auffassung recht weit verbreitet, dass es sich schlicht um einen Übersetzungsfehler handelt, da die Wörter "Jungfrau" und "junge Frau" im Hebräischen -- nicht aber im Griechischen, das Neue Testament wurde ja ursprünglich auf griechisch verfasst -- identisch sind.

    Zitat

    Original geschrieben von andi2511
    Es geht in diesem Thread nur um eine moralische Legitimation und in dieser Frage kann und darf es schlichtweg unterschiedliche Auffassungen geben, von denen keine zwangsläufig falsch ist.


    Die Frage konnte Frau Simonis ja gut beantworten. Ich hab gestern kurz irgendwo reingeschaltet -- ich glaube bei Beckmann -- wo sie die Frage nach der moralischen Legitimation damit beantwortet hat, dass das Bundesverfassungsgericht das Wahlverfahren bezüglich des SSW für verfassungsgemäß erklärt hat. Für jemanden, der andernfalls sein Amt als Ministerpräsidentin verlieren könnte, scheint das als moralische Legitimation also auszureichen ;) Aber gut -- was Anderes hätte ich von ihr auch nicht erwartet...


    o2neuling: Du darfst dabei aber nicht vergessen, dass die behandelten Themen auf kommunaler Ebene ganz andere sind und dass die Parteizugehörigkeit in den Gemeinderäten schon immer eine viel geringere Rolle gespielt hat als in Landtagen und Bundestag -- was sicher auch damit zusammenhängt, dass der Oberbürgermeister direkt gewählt wird und man ihm -- im Gegensatz zu einem Ministerpräsidenten oder dem Bundeskanzler -- bei Mehrheiten, die gegen ihn sprechen, nicht den Vorwurf machen kann, seinen Laden nicht unter Kontrolle zu haben. Die Situationen sind also nur bedingt vergleichbar...