Rummenigge droht Bierhoff
Der Streit zwischen dem FC Bayern und der Nationalmannschafts-Führung eskaliert. Erst kritisierte Teammanager Oliver Bierhoff die Münchner wegen der Fan-Angriffe gegen Nationaltorwart Jens Lehmann bei der Eröffnung der Allianz-Arena, jetzt schlug Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zurück.
Bayern-Boss Rummenigge: "Sonst passiert was"
München - "Ich muss offen und ehrlich sagen: Das geht mir langsam auf die Nerven. Der soll sich um seinen eigenen Mist kümmern", kritisierte Rummenigge im "Kicker" und der Münchner "AZ". Zum wiederholten Male habe sich Bierhoff nun schon in Belange des FC Bayern eingemischt, erklärte der Vorsitzende des Rekordmeisters. "Ich erinnere an seine Äußerungen über Sebastian Deisler, und ich kann ihn nur warnen, sich in Zukunft nicht mehr zu Dingen zu äußern, die ihn absolut nichts angehen, sonst passiert hier bald mal etwas." Bierhoff hatte zuletzt Bayern-Profi Deisler zu einem Vereinswechsel geraten, um vor der WM 2006 die nötige Spielpraxis zu erhalten.
Rummenigge gab auch Lehmann eine Mitschuld an der gereizten Stimmung in der Allianz-Arena. "Bierhoff sollte sich bei Herrn Lehmann beschweren. Bei so einem Spiel kann ich auch mal etwas relaxter im Tor stehen und nicht noch die Leute reizen, indem ich einen Schweinsteiger in die Bande reinschubse. Und wenn der Herr Lehmann sich daneben benimmt, sollte Bierhoff das nicht auf den FC Bayern schieben, sondern auf Lehmann", sagte Rummenigge, der ein klärendes Gespräch mit Bierhoff ausschloss: "Dazu besteht kein Anlass. Etwas Gelassenheit täte Oliver Bierhoff gut."