Beiträge von DUSA-2772

    Fragt eure Ärzte mit ihren Z3 und Jaguars mal, ob sie die aus ihren Kassenleistungen bezahlt haben ;) Oder auch: Polemik at it's best :rolleyes:
    Natürlich gibt es hier und da auch Ärzte, die noch sehr gut verdienen. Die haben sich dann meist ein 2. Standbein aufgebaut, wo sie mindestens 50% ihrer Zeit reinstecken und meist Privatleistungen anbieten, die die Leute aus eigener Tasche zahlen.


    Ich möchte mal den Arbeiter oder den außertariflich Angestellten sehen, der bei ständigen Kürzungen seines Einkommens noch arbeiten würde und nicht streikend auf der Straße steht. Mal abgesehen davon, dass von denen keiner de facto 36 Stunden am Stück seinen Dienst schieben würde. So gesehen sind Ärzte ziemlich bescheuert und neigen zur Selbstausbeutung - nein, sie neigen nicht dazu, sie zelebrieren sie wie keine zweite Berufsgruppe (ich glaub, selbst Sozialpädagogen können sich noch besser abgrenzen...). Die Bevölkerung kann von Glück sagen, dass sie noch einen so hohen Anspruch an Arbeitsethik haben, dass sie nicht für 1 Monat bis auf die absolute Notversorgung kollektiv von Flensburg bis Garmisch die Instrumente fallen lassen.

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten - oder wie war das? :D Mit nem Sprachtest müssten sie nicht erst seit der PISA-Studie das halbe Land ausbürgern... und auch ich verhau mich das in und andere Mal auf der Tastatur ;)


    BTT:
    Der Führerschein ist ein gutes Beispiel. Von dieser theoretischen Prüfung halte ich nämlich auch absolut nichts ;) Und bin dankenswerterweise drum rum gekommen :p Denn sie gibt keinerlei Aufschluss darüber, wie gut jemand tatsächlich fährt - schließlich findet sie nur auf dem Papier statt. Und deshalb bekommt man den Führerschein auch erst nach einer zweiten, praktischen Prüfung ausgehändigt! Die mag zwar in vielen Fällen auch viel zu leicht sein, gibt aber wenigstens um einiges mehr Aufschluss darüber, ob ich in der Lage bin, ein Fahrzeug zu steuern.


    Was hier doch passiert ist nur ein Persilschein abfragen, einen praktischen Test zum Alltagsleben können sie schlecht machen. Und alles andere läuft auf eine Gesinnungsprüfung raus, die gab's schon öfters in der Geschichte, auch westlicher Demokratien - und gebracht haben sie alle nichts, sie waren für den A*sch.
    Durch den Test kommen doch eh alle durch - außer diejenigen, die zu blöde dafür sind. Aber damit teste ich mehr Intelligenz und Gedächtnisleistung, vielleicht noch Prüfungsstress, aber doch keinen Integrationswillen :rolleyes:
    Dann sollen sie lieber x Stunden Lernkurse über Deutschland verpflichtend machen, da könnte man absolut Unwillige wenigstens rausschmeißen bis sie es sich anderst überlegt haben.

    Der Test war heute wohl auch in einigen Tageszeitungen abgedruckt, ich hab mir einige Fragen in der Frankfurter Rundschau angeguckt. Alle könnte ich auch nicht aus dem Stehgreif beantworten, aber viele. Immerhin :D



    Jetzt aber nochmal zum Test an sich. Ich hatte vorhin ja schon in einem Anfall von Begriffswixerei "Konstruktvalidität" in die Runde geworfen. Klar, die Leute, welche die Fragen zusammengestellt haben und die Herren in den Bundesländern, die sich mit dem Test jetzt aufplustern, wissen höchstwahrscheinlich nicht, was das ist. Da müsste ich mir jetzt herablassend nochmal überlegen, ob ich sie nochmal zum Lernen schicke, bevor ich mich mit denen über ihren Test unterhalte ;) Aber wollen wir mal nicht so arrogant sein, das ist schlecht für's Image, auch wenn ich gar nicht gewählt werden will :D
    Anyways...


    Wenn ich mit einem Test etwas messen will gibt es zwei relevante Fragen:
    1. Wie gut messe ich mit dem Test, egal was ich messe (= Reliabilität)?
    2. Messe ich mit dem Test überhaupt das, was ich messen will (=Konstruktvalidität)?


    Daher ist die erste Frage für die Konstruktion von so einem Test: was will ich damit erreichen? Was will ich messen?
    Im Falle des vorliegenden Werks geht es - so hab ich's zumindest verstanden - darum, ob sich die Mitbürger mit fremden Pass mit Deutschland auseinander gesetzt haben, wenn sie den deutschen Pass und die Staatsbürgerschaft erlangen wollen. Und ein wichtiger Punkt ist ja wohl auch, dass sie sich mit dem Land und den Werten unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung identifizieren können.


    Wenn die Fragen zu dem Test bekannt sind und damit auch die richtigen Antworten - und in einigen Fällen auch die Antworten, die der Prüfer hören will - was messe ich dann?
    Ich hab das statistisch jetzt auch nicht überprüft, aber hier sind meine Hypothesen (als Wissenschaftler - ja, ich Großkotz habe ein Diplom - stelle ich erstmal Hypothesen auf und prüfe die dann):

    • Der Antragsteller ist der deutschen Sprache soweit mächtig, dass er a) die Fragen versteht und b) eine Antwort artikulieren kann.
    • Der Antragsteller besitzt so viel Intelligenz um zu kapieren, dass er sich zum Bestehen im Voraus mit dem Test auseinander gesetzt hat (oder eben nicht).
    • Der Antragsteller besitzt weiterhin so viel Intelligenz, als dass er für die nötige Menge sich die richtigen Antworten behalten hat (allgemein gesagt: Gedächtnisleistung).
    • Der Antragsteller hat bei einigen Fragen begriffen, welche Antwort er geben muss, egal ob er von ihr überzeugt ist oder nicht.
    • Wenn der Antragsteller sich mit einigen "sozial erwünschten" Antworten nicht identifizieren kann, sie aber trotzdem überzeugend vorträgt hat er ein Mindestmaß an schauspielerischem Talent.
    • Der Antragsteller durchschaut die Situation und obwohl einige Fragen dazu verleiten, mit den Antworten den Test als solchen zu verarschen, gleitet er mit seinen Antworten nicht in Ironie oder gar Sarkasmus ab, um den winkenden Persilschein nicht zu gefährden.



    Mein Fazit: jeder Ausländer, der die dt. Staatsbürgerschaft haben möchte, wird kapieren, dass er sich für einen Tag die Antworten zu den Fragen draufschafft. Ob er die Meinungsfreiheit bei sich zu Hause auch so umsetzt, wie er sie laut Grundgesetz akzeptieren sollte beeinflusse ich damit kein Stück. Bestes Beispiel sind für mich immer noch die sympathischen Studenten aus Hamburg-Harburg, die haben studiert, gut Deutsch gesprochen und sogar GEZ gezahlt. Die wären die ersten gewesen, die den Test mit wehenden Fahnen bestanden hätten. Ihre innere Überzeugung und ihr Handeln hatte mit dem Verständnis des deutschen Staates aber rein gar nichts zu tun. In paar Tagen nach dem Test werden die Leute 80% davon wieder vergessen haben, so wie bei jeder Prüfung - und in ihrem Alltag genau so weiter wurschteln wie bisher und wie sie es für richtig halten.



    Hier mein Vorschlag für die Frage Nr. 101 - als Bonusfrage muss sie richtig beantwortet werden, nur dann winkt der Personalausweis:
    "Erläutern Sie ausführlich, warum die Regierigen einiger Bundesländer diesen Test für Einbürgerungswillige genau vor einer Landtagswahl, respektive Kommunalwahl auf's politische Tablett gebracht haben!"


    ;)





    P.S.: Allgemein halte ich es sehr wohl für sinnvoll sich endlich - nach >30 Jahren!!! - Gedanken darüber zu machen, wie wir unsere ehemaligen Gastarbeiter integrieren, wo inzwischen auch die Parteien mit dem C wie catholisch kapiert haben, dass sie nicht mehr nach Hause fahren und Deutschland zu einem Einwanderungsland geworden ist. So ein Test halte ich in diesem Anliegen nicht für hilfreich, das ist für mich reine Augenwischerei, die sehr gut in den Wahlkampf passt.

    Zitat

    Original geschrieben von Ginuwine
    Sag blos, du bist in der Lage Mittwochabends der Versuchung zu wiederstehen :confused: ;)

    Doch, ich hab diese Sendung im Unterschichtenfernsehen noch nie eingeschaltet (und zwar freiwillig) :eek:
    Ich sach's mal ganz offen: wenn ich geile Weiber sehen will und das auch in der kalten Jahreszeit wo in unseren Breitengraden die Freibäder und Straßencafes noch geschlossen haben, brauch ich keine TV-Sendung zu ner festgelegten Uhrzeit, wo auch noch dumpfbackige Typen irgendwelchen Mist von sich geben. Wozu gibt es schließlich das Internet? :D ;) :D

    Zum Glück wird so ein Test unseren Abgeordneten in sämtlichen Parlamenten nicht vorgelegt. Da müssten wir ja schaarenweise Leute ausbürgern :D



    Dass "irgendwas" passieren sollte ist mir zwar auch klar. Aber die deutsche Standard-Antwort "Test und bei Bestehen gibt's nen Persilschein" scheint mir mehr als suspekt. Oder auch: ich zweifle die Konstruktvalidität des Tests an - sofern sie überhaupt berechnet wurde.

    Ich schau mal, ob ich was über meine Quellen an Anti-Endorphin-Mittelchen bekommen kann. Iss ja nicht mein Fachgebiet, aber die Leutchens bekommen in ihrer manischen Phase ja auch irgendwas reingeworfen. Könnte allerdings sein, dass sie dann nicht mehr hier rumsurrt, sondern nur noch gedämpft in der Ecke hockt und schmollt... willst Du das?


    :D

    Zitat

    Original geschrieben von VFBler
    Wenn Kinder nicht deine Altersvorsorge sind, wer versorgt dich dann im Alter ? Dank unserer Medizin werden wir ja mittlerweile richtig steinalt. Da wäre ich froh ich hätte gesunde Kinder in der Familie die mir helfen können wenn ich körperlich nicht mehr so kann.

    Schön, dass Du a) die Einstellung und b) auch die Möglichkeit hast, Deiner Mutter mit Tat bei Seite zu stehen.
    Was wäre aber, wenn Du - aus welchen Gründen auch immer - 200km oder mehr weit weg wohnen würdest? Und ich denke, dass ist inzwischen Teil der Realität: viele Kinder ziehen v.a. auch wegen einem Arbeitsplatz weg und können nicht 1x die Woche "mal so eben" bei ihren Eltern vorbeischauen - selbst wenn sie es wollten. Zumal ja von allen Seiten auch ständig zu hören ist, wie fürchterlich flexibel wir als Arbeitsvieh sein müssen ;)


    Und es gibt - das ist traurige Realität - immer mehr Eltern und Kinder, die sich so verkrachen, dass sie voneinander nix mehr wissen wollen. Geh mal beim Friedhof vorbei, wenn Du aus ner "heilen Welt"-Gegend kommst, fahr eben in die nächste größere Stadt: dort wirst Du mit Erschrecken hören, wie viele anonyme Bestattungen es heutzutage gibt.
    Und auch Du kannst Dir nicht sicher sein, was Deine Kinder so alles treiben, wenn Du erstmal 60, 70 oder 80 bist. Vielleicht sind sie nach Schlabbadabba ausgewandert, weil ganz Deutschland als Altersheim überdacht ist und sie lieber einen Job in der dann hier nicht mehr vorhandenen IT-Branche wollen (sehr überspitzt formuliert ;)). Natürlich ist es schön, da stimm ich Dir ja zu, wenn sich die Kinder um einen im Alter kümmern oder zumindest öfters mal vorbeischauen. Einen Anspruch darauf hast Du allerdings nicht. Und es kann ("bad case") auch sein, dass sie Dich da in Deine Schranken verweisen, weil sie genervt von ständigen Gefallen-tuns-Fragen sind ;) So gesehen stellen sie keine Altersvorsorge da und ersetzen nicht die eigene finanzielle (private!) Absicherung in Form einer Rentenversicherung o.ä.


    Soweit erstmal...

    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Hmm...


    Schwarzafrikaner? Keine Ahnung - wär das was für Dich?

    Ich glaube, das war eher ne Anspielung an die süßen Kerls, die wir beim letzten JT anschmachten durften [small](wobei nur wir Jungs echte Chancen bei denen gehabt hätten)[/small] :D



    Hauptsach 's gibt was zu futtern und wir müssen nicht auf dem Boden hocken :) Und von 18 bis ~22:30h sitzen können wäre auch nicht verkehrt...