Beiträge von DUSA-2772

    Hierzu wollte ich dann doch noch paar Sätze los werden...

    Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    ... Dein obiger Abschnitt ist imho im übrigen auch daneben. Was heisst denn bitte "Christen mussten sich an freie Meinungsäußerung gewöhnen"? Hallo? Das Mittelalter ist schon ziemlich lange vorbei...Du scheinst aber mit Deinen letzten Zeilen noch mittendrin zu stehen...ja, sowas macht mich wütend, denn es ist schlicht respektlos!

    Ich bezog mich mit meinem Absatz nicht auf die Christen, die heute leben, sondern mehr allgemein, dass sich das Christentum in Europa nach Jahrhunderten des "Meinungsmonopols" (sozusagen ;)) auch erst nach und nach mit der neuen Situation arrangieren durfte. Natürlich ist die Meinungsfreiheit im Christentum und bei den Christen heute allgemein akzeptiert, das bestreite ich gar nicht, ich wollte lediglich zum Ausdruck bringen, dass die Ideen/Konzepte "Meinungsfreiheit", "Pressefreiheit", "Versammlungsfreiheit" und "Religionsfreiheit" im Vergleich zum Bestehen des Christentums noch relativ jung sind (2000 Jahre vs. wieviel? 150 (?) Jahre).


    Zitat

    Ich hoffe, dass es wirklich nur wenige Idioten sind, aber ich zweifle ehrlich gesagt daran. Es sind sicherlich nicht alle, aber es sind viele, sehr viele. In Palästina wurde die Hamas stärkste Kraft bei den Wahlen, im Iran wurde ein Präsident gewählt, der den Holocaust leugnet, das Land scheint auf dem Weg Atommacht werden zu wollen. Und wenn ich dann sätze höre oder auch lese wie auf den Demonstrationsplakaten wie "das ist der Anfang vom Ende für die Ungläubigen" dann habe ich ein verdammt ungutes Gefühl.

    Da erliegst Du - wie viele andere auch und hier im Thread gut ersichtlich - der Repräsentativitäsheuristik oder wie auch immer das genau bezeichnet wird. Da gibt es zig Studien, die zeigen, dass wir sehr geneigt sind, von einer kleinen Minderheit sofort auf die Großgruppe zu schließen. Selbst wenn da jetzt 1.000 Idioten versammelt sind: wie viel Prozent sind das von der dort lebenden Gesamtbevölkerung? Eben. Und die Medien sind eben in sofern moralisch inkorrekt, als dass sie natürlich sensationsgeifernd lieber die Deppen mit Fakeln und Gewehren zeigen, als die übergroße Mehrheit, die ihrem gewohnten Alltag nachgeht und somit höchstens als "Big Brother auf RTL II" - News durchgehen.
    Wenn wir das dann einige Zeit gesehen haben und so aufgrund falscher Zahlen und weniger aber dafür auffälliger Individuen unsere Meinung gebildet haben, fällt es sehr sehr schwer, diese Meinung wieder zu korrigieren, z.B. indem man sich mal klar macht, dass man ganz eventuell einem Trugschluss hätte erlegen sein können. Denn damit würde mensch ja an sich und seiner Urteilsfähigkeit zweifeln - und an sich zweifeln liegt nu mal wenig in der Natur des Menschen. In der Sozialpsychologie sind viele dieser Phänomene beschrieben und bekannt. Nur glaubt eben gerne jeder, was er glauben will (jetzt ausdrücklich nicht auf Religion bezogen!) und sucht eher Informationen und verarbeitet sämtliche Informationen auch so, wie sie zum bestehenden Bild passen.



    Dazu wurden ja auch schon einige Vergleiche gemacht:
    Rennen hier mal wieder wo paar Glatzen durch die Gegend oder schlagen Ausländer krankenhausreif, steht das sofort auch in der ausländischen Presse. Und - repräsentieren diese Idioten die deutsche Bevölkerung? Und wenn nicht - wie erklärst Du das einem Franzosen, Engländer, Amerikaner etc? ;) (Ja, "wir" gehen dann auf die Straße und zünden Kerzen an o.ä. - wobei wir insgesamt ein Klima haben, das die eigene Meinung auf die Straße tragen nicht nur begünstigt, sondern auch erlaubt. Woanderst ist es nicht üblich (außer für die Fanatiker) in der Art auf die Straße zu gehen.)


    Oder die Regierung Bush: der gilt als größter Idiot und Menschenrechtsignorant, den dieses Amt dort bislang gesehen hat - v.a. im Ausland. A) repräsentiert er mit seiner Meinung und Handlung aber nicht alle Amerikaner und B) fehlen uns zig innenpolitische Informationen, die für die Wähler dort mit entscheidend waren, wo sie ihr Kreuz setzen. Und ob unsere Presse dann über alle Aktionen gegen die amtierende Regierung berichtet, wage ich auch zu bezweifeln - schließlich würde das ja nicht in unser "antibushianisches" Bild passen...



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    P.S.: Mehrfachquotes bastelst Du einfach, indem Du statt der Anführungszeichen per Hand [ quote] .... [ /quote ] ohne die Leerzeichen eingibst :) Oder oben bei vB Code den "Zitat"-Button klickst, im Fenster erstmal ... eingibst und statt den ... dann den eigentlichen Text per Strg-x / Strg-v verschiebst.

    Es ist zu vermuten, weil die Leute nicht gewohnt sind, den Schulterblick auch nach rechts zu machen. Normalerweise kann ich davon ausgehen, dass wenn ich jemand (links) überholt habe, dass ich wenn ich vorbei bin nach einem kurzen Blick in den Rückspiegel einfach nach rechts ziehen kann, ohne den toten Winkel berücksichtigen zu müssen. Nur könnte in dem Moment da eben einer sein, der auch rechts an mir vorbei zieht.


    Aber der Lernprozess ist ganz einfach zu beschreiben: aktuell brauch ich vor nichts Angst zu haben, wenn ich stur in der Mitte fahre. Deshalb machen das auch so viele.
    Wenn rechts überholt werden darf, muss ich Angst haben, beim Spurwechsel jemand in die Seite zu fahren und dabei auch mein Auto zu beschädigen, wobei es bei veränderter Rechtslage dann sogar meine Schuld wäre. Entsprechend lerne ich, hier aufmerksam zu sein und mir auch den Schulterblick nach rechts anzugewöhnen.

    Da bin ich auch voll dafür, das Rechtsüberholverbot aufzuheben :top: Das Rechtsfahrgebot haben die meisten Autofahrer ja eh schon im Alleingang aufgehoben, entsprechend sollten wir uns also den Umständen anpassen. Obwohl es verboten ist, überhol ich auch hin und wieder mal rechts - genau in solchen Situationen, wo Leute in der Mitte von keine-Ahnung-was träumen. Zwar nicht unbedingt mit 40km/h mehr drauf, aber eben gemütlich dran vorbeifahren. 90% merken das gar nicht und bleiben schön weiter in der Mitte - ist ja alles frei, haha.


    Ach ja: wenn die Unfälle deshalb steigen, mir egal. Schließlich führen wir auch keine Geschwindigkeitsbegrenzung ein, obwohl das erwiesenermaßen Unfallzahlen reduzieren würde (bestes Beispiel die A66 zwischen Ffm und Wi), also sollten wir hier konsequent sein, zumal ja auch die Automobilindustrie dran verdient. Das seh ich ganz zynisch ;) Und wenn sich erstmal alle dran gewöhnt haben, werden die zunächst gestiegenen Unfallzahlen aufgrund des rechts-überholen-Dürfens auch wieder runtergehen. Aber dann können die Trödler weiter gemütlich in der Mitte vor sich hin dümpeln und die übrigen Verkehrsteilnehmer beißen nicht mehr ins Lenkrad.

    Zitat

    Original geschrieben von HappyDay989
    Gepredigt hat Mohammed Güte und Friede. Aber durchgesetzt hat er seine Lehre mit dem Schwert in der Faust, also weder gütlich noch friedlich.


    Ganz vorsichtig darf man das als den Widerspruch zwischen Theorie und Praxis bezeichnen.

    Wenn Du ehrlich bist, kann man auch genau das dem Christentum vorwerfen ;) Die sich formierenden Gemeinschaften, also die Kirche, hat sich in Europa und anderen Teilen der Welt mit Zwangstaufen und Folter (vgl. Inquisition, ein Amt, das es in der kath. Kirche bis heute gibt, auch wenn es ein wenig anderst heißt) ausgebreitet...


    Dass sich hier Begriffe wie Toleranz, Meinungsfreiheit und sogar Religionsfreiheit durchgesetzt haben, ist jedenfalls noch sehr jung. (Und es gibt bis heute christliche Kreise, wo man sehr schräg angeguckt wird, wenn man einen anders-konfessionellen heiratet.)

    Also wenn ein Volk dieser Erde inzwischen bei der Weltverbesserung ganz vorne mit dabei ist, dann ja wohl wir Deutsche ;)
    Der Umwelt und Erde zuliebe:
    - trennen wir Müll
    - zahlen endlos Kohle in ein geklüngeltes Duales System Deutschland für gelbe Plastiksäcke
    - benutzen Recyclingpapier
    - benutzen Recyclingtoner
    - benutzen Recyclingklopapier mit einer Schmirgelpapierstärke vom Faktor "Autsch"
    - dieses heißt dann auch noch "Danke" oder "Servus" :D
    - haben den AKW-Ausstieg beschlossen
    - zahlen Ökosteuer für Strom und Benzin
    - investieren inzwischen in alternative Energien wie blöde und stellen Windräder zur Landschaftsverschönerung auf
    - haben in fast allen Klos Wasser-Stopp-Systeme
    - Wärmedämmungsverordnungen jenseits von Gut und Böse
    - saufen Bier zur Erhaltung des Regenwaldes
    - saufen Wasser wo dann irgendwelche Cents pro Falsche nach Afrika oder so gehen (ich les den Kram schon gar nicht mehr alles!)
    - sind Mitglied im WWF, Greenpeace, B.U.N.D., Ärzte gegen den Atomkrieg, etc.
    - usw usf


    Wobei ich die Sachen gar nicht alle schlecht machen will. Und ich achte hier und da auch auf einiges, zumal z.B. bewussteres Heizen im Winter aktiv Geld spart. Aber wie gesagt: wenn sich eine Nation auf diesem Planeten nicht noch mehr Gedanken machen muss, dann wir! ;)

    Zitat

    Original geschrieben von bigboz
    haben wir hier doch keine religionsfreiheit oder was?

    Doch, haben wir. Allerdings stößt die Ausübung von Religion dort an ihre Grenzen, wo sie Grundrechte berührt und verletzt, die sich die Staaten hier gegeben haben, in Deutschland also der Bundestag/Bundesrat in Form des Grundgesetzes. Und hier entscheidet nun mal der Staat, dass Meinungs- und Pressefreiheit höher angesiedelt sind, und die Religion - also keine Religion - Meinungen oder Veröffentlichungen verbieten darf. Das hat jeder selbst zu entscheiden bzw. die Redaktionsleitung einer Zeitung oder eines Radio/TV-Senders.
    Die Religionen bzw. Glaubensgemeinschaften haben aber genauso die Möglichkeit, ihre (Gegen)Meinung frei zu äußern. Wobei für beide Seiten gilt, dass bestimmte Äußerungen nicht toleriert werden, z.B. Aufrufe zu Gewalt, Verfolgung und Mord - entsprechendes regeln verschiedene Gesetze.



    Wir haben hier unsere Regeln und Gesetze, die unsere Vorstellungen von Zusammenleben für alle regeln, andere Länder haben ihre Vorstellungen und Regeln und Gesetze. Dass die nicht immer kompatibel sind, liegt auf der Hand - entsprechend muss ich mich eben anpassen, an der Meinungsgestaltung mitwirken (so ich denn meine Meinung frei äußern darf) oder mich zurückziehen.

    Na, um dem Verkäufer ein zinsloses Darlehnen bis dahin zu geben ;) Und selbst wenn es dann "Ende Februar / Anfang März" verfügbar sein sollte - bis dieser Händler dann auch ein Gerät hat, zumal ein, wo er auch was dran verdient, kann es auch locker August werden...

    Naja, wenn ich dran denke, wie gläubige Christen reagieren, wenn Karikaturen über Gott, Jesus und die Kirche veröffentlicht werden... die sind auch völlig empört. Z.B. während dem Katholentag in Köln war die eine Webseite ja sehr populär (mir fällt grad der Name nicht mehr ein, war aber hier auch in dem Thread zu dem Event verlinkt) und afair waren auch hier einige User "not amused". Nur haben sich die Christen inzwischen mehr oder weniger daran gewöhnt, dass hier Religionsfreiheit und freie Meinungsäußerung herrschen (und nicht mehr sie) und sie sich in diesem Zuge auch gefallen lassen müssen, dass ihr Glaube und ihre Organisation von Nicht-Gläubigen und anderen Kritikern durch den Kakao gezogen wird. Wenn sie könnten, würden sie bestimmt auch wieder diverse Abdrucke verbieten ;) Und es ist auch bei ihnen inzwischen unpopulär, sofort mit dem Gewehr auf die Straße zu rennen und die Vernichtung von ihren Gegnern zu fordern...


    Dass die muslimische Welt jetzt so reagiert, wie sie reagiert kann ich schon nachvollziehen, aus hier schon genannten Gründen: bei ihnen sind Abbildungen generell verboten (weshalb auch die Moschen weltweit von phantastischen Mosaiken verziert sind), die Länder sind wenig säkularisiert wie es so schön heißt und sie empfinden sowieso vieles aus dem Westen als Demütigung und/oder Respektlosigkeit.



    Trotz allem bin ich der Meinung, dass man sich in einer demokratischen Gesellschaft nicht in die Meinungs- und Pressefreiheit reinreden lassen sollte. Die Fanatiker werden eben auch so gesehen, wie in Karikaturen dargestellt. Und das sollte imho den "normalen" Muslimen zu denken geben: wenige Idioten bestimmen leider überall das Bild der Gesamtheit und es liegt an der Gesamtheit, die Idioten zu bändigen.

    Was in der Aufzählung noch fehlt, ist die völlig gerechtfertigte Pauschalverurteilung aller Offenbacher, Nummernschild OF für "Ohne Verstand". Auch ein Blick in die Unfallstatistik beweißt, was die Frankfurter schon seit je her wussten: die Typen können schlichtweg nicht Autofahren :flop: :D


    Zitat

    Den zackigen Fahrstil pflegen die Berliner aber auch.

    Das kann ich als Frankfurter Verkehrsrowdyteilnehmer jetzt nicht wirklich bestätigen. Die Leute fahren eher 50 als 60, sie hupen wenig und v.a. bremsen sie mal für Fußgänger ab, um diese über die Straße zu lassen. Wo anderst werden die mit einer Vollbremsung 2cm vor ihrem Schienbein daran erinnert, wem die Straße und wem der Bürgersteig gehört :D



    Und Leute, die mit ihrem Handy telefonieren oder bei einer grün werdenden Ampel nicht losfahren, werden von mir gnadenlos ausgehupt, so viel Aggressionsabbau zur gesunden Weiterfahrt gönne ich mir dann doch ;)



    Auch immer wieder schön und glaub noch nicht genannt: die Handy am Ohr und gleichzeitig versuchen einzuparken - Fraktion. Vornehmlich natürlich in Karrossen, wo man jetzt meinen sollte, wer schon 50 Riesen für sein Statusbewusstsein ausgibt könnte die 40 Tacken in die einfachste Freisprechanlage auch noch investieren - aber weit gefehlt :mad: