Beiträge von DUSA-2772

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    Original geschrieben von butchooka
    Traurige Sache, fängt schon mit den Spinnern an, die ehrlich glauben, dass es sinnvoll ist alles zusammenzupacken um alle hochzuheben. Wie wenn ein Gymnasiast einen xy der kein Wort dt. spricht und eh alle nur verprügelt mitreißen kann(überspitzt formuliert!)

    Falls Du damit mich meintest: es besteht ein meilenweiter Unterschied, alle Schüler in einem großen Gebäude statt in 3-4 kleineren unterzubringen und alle Schüler egal welchen Leistungsniveaus in eine Klasse zu stecken ;)
    Die Hauptschüler dürften sich dessen bewusst sein, dass sie sozusagen der Abschaum der Schülermasse darstellt, weshalb sie in entsprechend andere Schulen geschickt werden. Wenn sie vorher schon aggressive oder verhaltensauffällige Tendenzen hatten, bekommen sie die hier erst recht.
    Wo Du sicherlich Recht hast ist, dass sich derzeit häufig am Mittelwert orientiert wird und die wirklich guten zu wenig gefördert werden.



    Insgesamt begrüße ich auf jeden Fall Veränderungen, aber v.a. unsere Politiker pumpen lieber Millionen an Subventionen in irgendwelche Unternehmen, im anhaltenden Irrglauben, sie würden damit Arbeitsplätze schaffen. Nicht die Politik schafft Arbeitsplätze, Unternehmer schaffen Arbeitsplätze, v.a. solche, die eine erfolgreiche Unternehmensstrategie haben und von sich heraus ganz ohne Subventionen bestehen. Politik und Staat verhindern aber eher Arbeitsplätze mit jährlich 100 neuen Verordnungen, die Mannstunden ohne Ende kosten, wo nur für den Verwaltungsapparat gearbeitet wird, nicht für den Umsatz/Gewinn.

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    Original geschrieben von Martyn
    So eine Klasse wie du sie beschreibst ist ja ein wahres Horrorszenario ... aber ausx diesem Grund bin ich froh das es für verschiedene Schularten verschiedene Gebäude gibt.


    Natürlich soll und muss diesen Leuten auch geholfen werden, aber ich möchte denen nicht täglich über den Weg laufen.

    Na, und genau solche Leute wie mit dieser Meinung zementieren den - ich nenn's mal Rassismus - in diesem Land. Ok, Du bist aus Bayern, da gehen die Uhren ja sowieso nochmal anders... Woanders sind solche Klassen Realität, ihr solltet in Bayern die Mauern noch ein wenig höher ziehen ;)
    Und warum sollen die verschiedene Gebäude besuchen? Wenn ich als Akademiker mein Auto in die Werkstatt bring, hab ich da später auch Leute mit niedrigerem Bildungsstand vor mir sitzen und muss trotzdem mit ihnen reden usw. Obwohl: warum unterhalte ich mich überhaupt mit Dir, Du hast ja nicht mal Diplom :rolleyes: :D Natürlich gibt es da soziale Unterschiede, die aber - so die Studien - genau dadurch in unserem System gefestigt werden. Zum sozialen Lernen gehört auch dazu, für die Kiddies aus "vornehmeren" Haus mit den Vollspacken umzugehen und für die Vollspacken gehört es dazu, dass sie mit Rumpöbeln und Kloppe sich Sanktionen aller einhandeln und andere Bewältigungsstrategien entwickeln als "isch mach Disch platt!"


    Aber das führt meilenweit am Ausgangsthema vorbei...



    Da sich die Lebenssituation immer weiter diversifiziert hat, sollten sich Systeme wie Schule auch verändern und anpassen dürfen. In "der guten alten Zeit" blieb die Mutti zu Hause und hatte direkt nach der Schule das Essen auf dem Tisch. Heute sind zum Teil beide Elternteile berufstätig, es gibt Alleinerziehende, Gleitzeitarbeit und andere Arbeitszeitmodelle, viele arbeiten nicht mehr gleich beim Mittelständler nebenan, sondern fahren bis 100km zur Arbeitsstätte. Wer das noch nicht mitbekommen hat, sind natürlich die Landtage und der Bundestag...


    Von daher macht es absolut Sinn, wenn die Schule denn um 9:00Uhr beginnt, dass auch schon ne Betreuung ab 7:30h zur Verfügung steht. Dass hier nicht unbedingt Lehrer zum Einsatz kommen müssen ist auch klar, aber das würde ja in ein Konzept einer Ganztagsschule passen.


    Die Frage ist erstmal: was wollen wir (und da wollen vielle alles mögliche, egal was Studien und Erfahrungen in anderen Ländern an sinnvollen Lösungen aufzeigen :rolleyes: ) und wenn wir das wissen (was wir bei der Ideologie nie werden) könnten wir uns um ne Finanzierung unterhalten. In dem Land wird so viel gesteuert und subventioniert, was aber Ausgaben für Bildung betrifft (die einzig wirklich sichere Investition in unsere Zukunft - einfache Arbeiter gibts in China billiger...) ist Deutschland ein absolutes Armutszeugnis...

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    Original geschrieben von wrywindfall
    Ach Daniel, das gute an deinem Posting ist, dass man sieht, dass du einfach zu viel Zeit hast. Man könnte meinen, dass wir Psychoonkels generell zu viel Zeit haben, um uns Dinge auszudenken, die unter Umständen vielleicht so gar nicht möglich wären, trotzdem aber und das ist doch erstaunlich, vorhanden sein könnten, obwohl das immer wieder angezweifelt wird.

    Ich sach's mal so: in unserem Job geht es darum, Lösungen zu finden bzw. Menschen in dem Prozess der Lösungsfindung zu begleiten. Das bringt uns automatisch in die Möglichkeitswelt und wir hantieren damit. Um Möglichkeiten zu ersinnen, brauchen wir viel lange Weile und unterschiedliche Beschäftigung, um die Kreativität anzuregen. Auch wenn man im Leben auf Zufälle hofft, darf man nicht zu beschäftigt sein, denn sonst kann man ja gar nicht auffangen und mitnehmen, was einem so zu fällt ;)



    Andere Berufe (v.a. Politiker, Finanzexperten, Controller, Juristen) leben in der Zustandswelt, wo es um in der Vergangenheit geschaffene Fakten und Realitäten geht. Sie versuchen zwar auch, damit Lösungen für die Zukunft zu finden, aber weil sie in der Zustandswelt hängen bleiben, bzw. gar nicht erst in die Möglichkeits- und Spekulationssphären kommen, wurschteln sie nur vor sich hin, ohne gescheit was zustande zu bekommen. Möglichkeiten aus unserer Welt schlagen sie sofort mit irgendwelchen Ist-Realitäten tot.


    Und wir wundern uns, warum dieses Land, diese Welt in dem Zustand ist, wie sie ist... :rolleyes:



    Grüße von einem "nichtsnutzigen Hans-guck-in-die-Luft", der für die Hardliner endlich mal einen "richtigen" Job lernen sollte, um für die Kapitalisten zu arbeiten :D

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    Original geschrieben von Elke2002
    Tja, hier wird dann also mit unseren Erwartungshaltungen gespielt; unsere bisherigen Erfahrungen werden in Frage gestellt. Alle sind verwirrt. - Spannend! :D

    Du meinst also, der antizipatorische Moment des in Bälde nahenden Schlosses wurde über unseren Habitus strapaziert?


    Verwirrt bin ich weniger, schließlich können wir hier endlich mal über den Sinn von sinnfreien Threads frei diskutieren :cool: Zumal ja auch der Prozess nicht unwichtig ist... zunächst sind erstmal alle am spammen und freuen sich, dass sie noch mit dabei sind, während es für andere sicherlich gleich zu spät sein wird. Nach einer Weile werden diese User dann unruhig, denn immer mehr dürfen freimütig ihren Postingzähler in die Höhe treiben. Nach einer Weile kommt jemand völlig nüchtern reingelaufen und verkündet die alte Weisheit mit der Suchfunktion, so ganz ohne Humor. Andere wissen nicht, was mit der plötzlichen Freiheit anzufangen...
    ... darf man hier jetzt überhaupt was reinschreiben?
    ... was wird die Obrigkeit denken, wenn ich sinnfrei rumlaber?
    ... wie stark muss ich mir Sorgen um die sonst immer fürsorglichen Moderatoren und Administratoren machen?
    ... sind die Moderatoren vielleicht verärgert, weil ich mich daneben benommen habe?
    ... wenn ja: wie kann ich das wieder gut machen?
    ... über was soll ich überhaupt schreiben, wo wir das Thema schon zigmal hatten?
    ... zumal: das haben ja auch schon 20 andere hier gesagt!
    ... wird die Statistik des Ausgangspostings aufgehen?
    ... wie kommt es an, wenn ich gar nicht poste und meine Klappe halte?
    ... wie kommt es andererseits, dass immer noch einige Nasen den Thread mit albernen Kommentaren oben halten?
    ... wann darf ich meiner Entrüstung über die letztgenannten hier Raum geben?
    ... gelte ich als Spießer und werde zukünftig von den anderen geschnitten, wenn ich mich aufrege und die Obrigkeit herbeiflehe?
    ... kann man aus all dem schließen, dass der Mensch doch besser in einer diktaturähnlichen Umgebung aufgehoben ist, weil er mit der Freiheit gar nicht umzugehen weiß?
    ...


    ;) :D

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    Original geschrieben von Martyn
    Und bei den Lehrern ist fachliches Wissen schon am wichtigsten, dein Posting hört sich ja irgendwie an als wenn Lehrer die nicht soviel Pädagogikseminare gemacht haben eiskalte Roboter wären.

    Dass Du jetzt soziale Kompetenzen nicht sehr schätzt, ist mir schon klar ;)


    Ich kann das nicht nur aus eigener Erfahrung sagen - meine Mutter war Lehrerin an ner Grundschule mit 70% Ausländeranteil, mit bis zu 11 verschiedenen Muttersprachlern in der Klasse und in einem sozialen Milieu, wo schon ab der 1. Klasse mitunter Schutzgeld"spielchen" liefen. Viele Lehrer, die ich hatte hätten da keine Woche überlebt. Auch sonst hab ich von einigen ehemaligen Mitschülern und Komilitonen mitbekommen, was man denn für Seminare besuchen muss, wenn man auf Lehramt studiert - zumal die auch alle bei uns im Nebenfach abhingen. Nicht umsonst wird auf der einen Seite von Pädagogen gesprochen, auf der anderen Seite von Lehrern ;) :D


    Anyways...


    Wenn ich mit Menschen arbeite, sollte ich auch ein wenig Kenntnisse darüber mitbringen, wie Menschen erstmal für sich ticken - und das stellt bei Kindern und Jugendlichen nochmal ne extra Herausforderung dar, denn bei denen bildet sich erst die Persönlichkeit heraus. Und dann sollten sie Ahnung haben, wie Gruppen funktionieren und wie man sie steuert. Dazu gehört auch, dass sie da ne ganze Menge über sich selbst wissen sollten, denn ich bin immer Teil des Systems und habe meine "wunden Punkte". Gut, an dem Punkt hapert es auch bei den ganzen anderen Studenten in egal welcher Fachrichtung und so mancher entwickelt bis ins hohe Alter als Führungskraft null Selbstreflexionsfähigkeiten :rolleyes: Das sollte uns trotzdem nicht hindern, das für Lehrer zu fordern, schließlich schicken wir dort unsere Kinder 5 Tage die Woche hin. Und nur Schizophrene dürften die Fehler und Schwächen von einem Lehrer schneller und fieser aufzeigen als das Jugendliche tun... ;)


    Fazit: ja, da vorne stehen hauptsächlich Fachidioten und nur wer für sich mit der Zeit Selbstreflexionsfähigkeiten entwickelt und sich in der Richtung "soziale Komeptenz" beschäftigt, wird ein guter Lehrer. Und wenn wir alle an unsere Schulzeit zurückdenken, können die meisten genau sagen, wer zu welcher Gruppe gehörte...

    *blinzell* :eek: 6:44h und immer noch offen!

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    Original geschrieben von Elke2002
    b) Dies ist in Wirklichkeit ein psychologisches Experiment. Professor Carsten & Co sitzen hinter der Glasscheibe und gucken, wie schnell wir uns hier gegenseitig an die Gurgel gehen.

    Och, ich hab schon bei so vielen psychologischen Experimenten mitgemacht (die Liste hab ich allerdings zum Nachweis für's Vordiplom abgeben müssen :D), da mach ich doch auch gerne hier noch mit:





    :D



    P.S.: Wer mal wieder an nem Psychotest mitmachen möchte, hier bitte :) :p

    @jabro: Dein erstes Posting hier ist ja wohl der altbackendste Dumpfkram, den ich bisher von Dir hier gelesen habe :flop: Mit dem Weltbild müsstest Du auch für den §175 sein und die Diskriminierung der "175er" :rolleyes: ;)
    Edit: wenn Du das humoristisch meinst, hier ein paar Ggrüne: :D :D :D

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    aber andersherum sind die Gefühle eine Mutter zu Ihrem Kind für uns Männer wohl nicht begreifbar

    Auch das ist kompletter Dummfug, der sich in Studien nicht halten lässt. Dass der deutsche Mann sich nicht sonderlich für seine Kinder interessiert hat wohl historische Gründe, ich weiß es nicht, aber wenn man sich andere europäische Nationen anguckt dürfte das ganz anderst aussehen. Wir Kerle mögen zwar nicht so ein großes emotionales Bremborium um unsere Kinder machen, was auch damit zusammenhängt, dass dieses Verhalten von Männern in der Öffentlichkeit anderst bewertet wird als bei Frauen, aber wenn man sie mal privat befragt hängen die Väter im Durchschnitt genauso an den Kleinen wir die Mütter.


    Zu "intakten Familien": Alleinerziehend ist rein gar nicht gleichzusetzen mit "zerrütteten Familienverhältnissen". Auch hier gibts viele Studien, afair sind Kinder mit/bei nur einem Elternteil aufwachsend psychisch wesentlich unauffälliger als Kinder, die zwar bei beiden Elternteilen aufwachsen, sich die Eltern aber ständig in den Haaren haben und der Haussegen schief hängt. Und von der Sorte gibt es - durch alle (!) sozialen Schichten gleichmäßig verteilt - mehr als genug!



    Aber BTT:
    Wie bei allen Diskussionen um das Thema Schule wird das in Deutschland mal wieder ein Krampf. Denn es wird nicht nach Vernunft und wissenschaftlichen Erkenntnissen gehandelt, sondern nach ideologischen Grabenkämpfen und Interessensgruppen. Und weil es natürlich - s.o. - das Thema Familie berührt, sind wir da auch gleich in der Familienpolitik drin und den Geschlechterrollen. Und auch das ist imho in Deutschland ein Krampf :rolleyes: Das Mutterkreuz hab ich den Eindruck steckt uns immer noch in den Knochen, da sind wir kaum weiter als 1950... Und Herausforderungen der Zukunft werden mit überholten Modellen der Vergangenheit beantwortet - oder wie kann ich verstehen, dass so viele wieder die Rolle der alma mater heraufbeschwören? :confused: Naja, egal...


    Für mich sähe die ideale Schule so aus - und wir bräuchten nur über den Tellerrand ins Ausland gucken, und, wie es so schön heißt, die "best practices" übernehmen:

    • Ein Gebäude für Grundschule - ob 4 oder 6 Jahre (wie sonst fast überall) sei mal dahingestellt.
      Und ein weiteres Gebäude für die weiterführende Schule, also ab der 5. bzw. 7. Klasse. Die Kosten für unseren Separatismus sind völlig ineffizient und wie man die Schulformen innerhalb dieses Gebäudes trennt ist ja nochmal ne andere Sache.
    • Späterer Beginn, wo die Kinder auch fit sind. Wenn ich hier lese, dass einige vor 6:00Uhr aufstehen mussten (und da kannte ich auch einige) find ich das Wahnsinn. Wieso sind Politiker eigentlich immer schlauer als viele viele Forschungsergebnisse?
    • Ganztagsschulen. Wo ist das Problem? (Abgesehen vom Geld.) In anderen Ländern funktioniert das auch und die Kinder wachsen zu psychisch gesunden Menschen heran. Zumal es dort auch ein halbwegs gescheites Mittagessen für alle gäbe - es soll ja doch einige berufstätige Muttis geben oder andere, die trotz Hausfrauendasein nicht kochen.
    • Imho ist es ein Armutszeugnis, dass erreichter Schulabschluss noch immer so stark von der sozialen Schicht abhängt. Wer nix hat, wird nix, wer Kohle hat, hat mehr Chancen auf Abi (und damit Studium).
      Doppelt gravierend, wo v.a. die Akademikerinnen von heute weniger Kinder bekommen, wir also beim derzeitigen Stand auf Dauer verblöden.
      [small](Und in dem Zusammenhang: warum ist es eigentlich verwerflicher, wenn sich die Akademikerinnen "selbst verwirklichen" im Vergleich zu Akademikern?!?)[/small]
    • Andere Lehrerausbildung. V.a. Gymnasiallehrer erfahren zwar jede Menge Fachwissen und wie sie es vermitteln, von Pädagogik und wie mit Kindern und Jugendlichen umzugehen ist, davon haben sie keinen blassen Schimmer, wenn sie nach paar Semestern die Uni verlassen.
      Oder wie Volker Pispes es formulierte: "... da müssen Sozialarbeiter für die Kinder eingestellt werden und Psychologen für die Lehrer!"
    • Überhaupt sind die Lehrer heutzutage völlig überfrachtet mit Aufgaben, die sie auch noch übernehmen sollen. Da gehört ihnen nicht nur ne bessere Ausbildung, da gehören tatsächlich noch andere Kräfte eingestellt, die wenigstens Ahnung vom Fach haben.
    • Daraus ergibt sich: Schule ist nicht mehr nur ein Ort für fachliche Wissensvermittlung, sondern auch für soziales Lernen.

    Wenn Du was völlig anderes noch machen willst, fahr/flieg zum Tai Shan (ein heiliger Berg), steige die x-tausend Stufen rauf, strecke Deine Hände gen Himmel und Du wirst laut der Weissagung 100 Jahre leben :) :cool: