@jabro: Dein erstes Posting hier ist ja wohl der altbackendste Dumpfkram, den ich bisher von Dir hier gelesen habe :flop: Mit dem Weltbild müsstest Du auch für den §175 sein und die Diskriminierung der "175er"

Edit: wenn Du das humoristisch meinst, hier ein paar Ggrüne:

Zitat
aber andersherum sind die Gefühle eine Mutter zu Ihrem Kind für uns Männer wohl nicht begreifbar
Auch das ist kompletter Dummfug, der sich in Studien nicht halten lässt. Dass der deutsche Mann sich nicht sonderlich für seine Kinder interessiert hat wohl historische Gründe, ich weiß es nicht, aber wenn man sich andere europäische Nationen anguckt dürfte das ganz anderst aussehen. Wir Kerle mögen zwar nicht so ein großes emotionales Bremborium um unsere Kinder machen, was auch damit zusammenhängt, dass dieses Verhalten von Männern in der Öffentlichkeit anderst bewertet wird als bei Frauen, aber wenn man sie mal privat befragt hängen die Väter im Durchschnitt genauso an den Kleinen wir die Mütter.
Zu "intakten Familien": Alleinerziehend ist rein gar nicht gleichzusetzen mit "zerrütteten Familienverhältnissen". Auch hier gibts viele Studien, afair sind Kinder mit/bei nur einem Elternteil aufwachsend psychisch wesentlich unauffälliger als Kinder, die zwar bei beiden Elternteilen aufwachsen, sich die Eltern aber ständig in den Haaren haben und der Haussegen schief hängt. Und von der Sorte gibt es - durch alle (!) sozialen Schichten gleichmäßig verteilt - mehr als genug!
Aber BTT:
Wie bei allen Diskussionen um das Thema Schule wird das in Deutschland mal wieder ein Krampf. Denn es wird nicht nach Vernunft und wissenschaftlichen Erkenntnissen gehandelt, sondern nach ideologischen Grabenkämpfen und Interessensgruppen. Und weil es natürlich - s.o. - das Thema Familie berührt, sind wir da auch gleich in der Familienpolitik drin und den Geschlechterrollen. Und auch das ist imho in Deutschland ein Krampf
Das Mutterkreuz hab ich den Eindruck steckt uns immer noch in den Knochen, da sind wir kaum weiter als 1950... Und Herausforderungen der Zukunft werden mit überholten Modellen der Vergangenheit beantwortet - oder wie kann ich verstehen, dass so viele wieder die Rolle der alma mater heraufbeschwören? :confused: Naja, egal...
Für mich sähe die ideale Schule so aus - und wir bräuchten nur über den Tellerrand ins Ausland gucken, und, wie es so schön heißt, die "best practices" übernehmen:
- Ein Gebäude für Grundschule - ob 4 oder 6 Jahre (wie sonst fast überall) sei mal dahingestellt.
Und ein weiteres Gebäude für die weiterführende Schule, also ab der 5. bzw. 7. Klasse. Die Kosten für unseren Separatismus sind völlig ineffizient und wie man die Schulformen innerhalb dieses Gebäudes trennt ist ja nochmal ne andere Sache. - Späterer Beginn, wo die Kinder auch fit sind. Wenn ich hier lese, dass einige vor 6:00Uhr aufstehen mussten (und da kannte ich auch einige) find ich das Wahnsinn. Wieso sind Politiker eigentlich immer schlauer als viele viele Forschungsergebnisse?
- Ganztagsschulen. Wo ist das Problem? (Abgesehen vom Geld.) In anderen Ländern funktioniert das auch und die Kinder wachsen zu psychisch gesunden Menschen heran. Zumal es dort auch ein halbwegs gescheites Mittagessen für alle gäbe - es soll ja doch einige berufstätige Muttis geben oder andere, die trotz Hausfrauendasein nicht kochen.
- Imho ist es ein Armutszeugnis, dass erreichter Schulabschluss noch immer so stark von der sozialen Schicht abhängt. Wer nix hat, wird nix, wer Kohle hat, hat mehr Chancen auf Abi (und damit Studium).
Doppelt gravierend, wo v.a. die Akademikerinnen von heute weniger Kinder bekommen, wir also beim derzeitigen Stand auf Dauer verblöden.
[small](Und in dem Zusammenhang: warum ist es eigentlich verwerflicher, wenn sich die Akademikerinnen "selbst verwirklichen" im Vergleich zu Akademikern?!?)[/small] - Andere Lehrerausbildung. V.a. Gymnasiallehrer erfahren zwar jede Menge Fachwissen und wie sie es vermitteln, von Pädagogik und wie mit Kindern und Jugendlichen umzugehen ist, davon haben sie keinen blassen Schimmer, wenn sie nach paar Semestern die Uni verlassen.
Oder wie Volker Pispes es formulierte: "... da müssen Sozialarbeiter für die Kinder eingestellt werden und Psychologen für die Lehrer!" - Überhaupt sind die Lehrer heutzutage völlig überfrachtet mit Aufgaben, die sie auch noch übernehmen sollen. Da gehört ihnen nicht nur ne bessere Ausbildung, da gehören tatsächlich noch andere Kräfte eingestellt, die wenigstens Ahnung vom Fach haben.
- Daraus ergibt sich: Schule ist nicht mehr nur ein Ort für fachliche Wissensvermittlung, sondern auch für soziales Lernen.