Klar, Blofeld wirkte auch über mehrere Filme im Hintergrund, bevor er endlich das Zeitliche segnen durfte. Aber hier waren die Filme in sich wenigstens abgeschlossen: die Chiffriermaschine war zertrümmert, geklaute Atombomben entschärft und der Bösewicht im Auftrag von Blofeld inkl. seines Vorhabens waren ausgeschaltet und erledigt. Hier hingegen schwirrt das Geld weiterhin im Netzwerk umher - somit bleibt nicht nur die Figur des Mr. White offen, sondern auch der Fall.
Wie schon geschrieben: im Grunde finde ich die Idee sehr gut, denn auch im echten Leben dürften Terrornetzwerke sehr undurchdringlich sein - lässt Du zwei bis drei Kreise hochgehen schwächt das das System wenn überhaupt nur minimal. Nur bei den Bond-Filmen kamen wir am Ende eben mit dem erleichterten Gefühl raus, dass ein großer Schrecken bzw. eine große Bedrohung weniger auf der Welt wandelt. Hier ist das irgendwie so - naja, der arme Kerl prügelt sich 140 Minuten durch die Gegend und erreicht hat er gerade mal, dass ca. 4 Kerle und eine "Schlampe" tot sind, wovon er den größten Halunken nicht mal selbst erledigt hat. Irgendwie unbefriedigend, denn immerhin reden wir ja von Bond, James Bond
Le Chiffre schien zwar eine größere Nummer zu sein, aber offensichtlich kommt der internationale Terror auch sehr gut ohne ihn aus. Vielleicht ist es auch das, was mich mit stört: der Bösewicht kommt nicht so richtig groß raus - er sammelt hier und da Geld ein und versemmelt eine Börsenspekulation und ein Pokerspiel - very evil.
Abschließend möchte ich nochmal sagen, dass mir der Film ja schon sehr gut gefallen hat - das waren jetzt nur Kleinigkeiten, an denen ich rumzunörgeln hab ![]()