Beiträge von DUSA-2772

    Ich halte nicht allzuviel davon. Wer einen hat: Respekt und Hut ab.


    Was mich an der Sache stört: einmal die Umstände, in denen die Organe entnommen werden müssen. Da schlägt das Herz nämlich noch, nur im Hirn geht nix mehr (zumindest afaik) und es wird (auch afaik) statt dem noch zirkulierendem Blut eine Art Konservierungsflüssigkeit eingeleitet. Na Danke!, denk ich mir da. Wir können hier jetzt eine Diskussion führen, wann der Mensch wirklich tot ist - das wird aber niemand entgültig und allgemeingültig lösen können. Ich halte - egal wie es juristisch und/oder medizinisch definiert sein mag für eine Glaubensfrage, sprich, jeder hat das für sich selbst zu entscheiden. Und ich glaube eben, dass selbst wenn ich irgendwo hirntot an Maschinen hänge, dass diese Maschinen abgeschaltet werden sollen und dann eben so für mich "Feierabend" ist.


    Was mich aber viel mehr stört:
    Ich habe ganz stark den Eindruck, dass die Gesellschaft ihre Mitmenschen inzwischen als Ersatzteillager begreift, aus denen sich in der entsprechenden Lage bedient werden kann. Und sorry, es hat eben nu mal niemand einen Anspruch darauf, auch wenn sich da v.a. in der Ärzteschaft und der entsprechenden Lobby immer mehr dieses Anspruchdenken ausbreitet.
    Natürlich ist es ätzend, scheiße und was weiß ich was, wenn ein Verwandter (das Beispiel wird ja immer als eine Art Todschlagsargument gebracht, um imho die anderen unter moralischen Druck zu setzen) ein Organ braucht und keins bekommt. Allerdings gehört das Sterben nu mal zum Leben mit dazu! Und die Auseinandersetzung und der Umgang mit dem Tod ist v.a. in Deutschland ein äußerst unbeliebtes Thema. Aber genau beim Thema Organspende muss man sich eben damit beschäftigen. Aber nicht nur in der Weise "spende ich oder nicht?", sondern eben auch: "mein Leben ist endlich bzw. das Leben meiner nächsten Angehörigen ist endlich". Und wenn die Situation eintritt, lässt sich in x Fällen eben trotz moderner Medizin eben nichts mehr machen. That's life! Denn ein Anspruch auf ein neues Organ besteht eben nu mal nicht.



    Noch was zum Schluss: was ich eine absolute Schweinerei von der Gesetzgebung finde ist die Tatsache, dass bei nicht vorhandenem Spendeausweis (wo sich ja auch ankreuzen lässt, dass man nicht willens ist zu spenden) nicht einfach davon ausgegangen wird, dass der/diejenige eben nicht bereit ist zu spenden. Statt dessen wird die Diskussion mit den Angehörigen angezettelt - sorry, was soll das? Die Denke die da dahinter steckt ist für mich völlig pervers. Wenn nichts vorliegt, möchte das wohl jemand nicht, egal ob er sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat oder nicht. Statt dessen muss sich jetzt jeder gezwungenermaßen einen Ausweis holen und "ich spende nix!" ankreuzen. Und das finde ich schlichtweg eine Anmaßung.


    Nu jut, erstmal soviel, denn über dieses Thema könnt ich mich stundenlang aufregen...

    Mut ist...


    ... wenn ein Mann sternhagelvoll früh morgens nach Hause kommt und zuerst ins Schlafzimmer schaut, in dem seine wütende Frau bereits seit Stunden im Bett liegt.
    Sie lässt sich aber nichts anmerken. Der Mann geht daraufhin in die Küche, schnappt sich einen Stuhl und schlägt einen schwankenden Kurs Richtung Schlafzimmer ein. Dort angekommen stellt er den Stuhl vor dem Bett seiner Frau ab und setzt sich drauf.
    Seine inzwischen vor Wut kochende Frau hat das Ganze mitverfolgt und fragt ihn mit einem schnippischem Ton: "Was machst du da?"
    Darauf er: "Ich dachte, wenn das Theater anfängt, möchte ich gerne in der 1. Reihe sitzen!"


    :D

    Ach ja, das alte Rechtschreibthema... hatten wir hier schön öfters und gegen die grözten Deppen'z (;)) ist leider kein Kraut gewachsen.


    Wobei, im Zusammenhang mit der Ignore-Funktion hätte ich noch eine Idee: nach 3 Verwarnungen mit einem der offiziellen Duden-Smilies setzt Carsten diese Rächtschraibgangstaaz einfach für alle anderen User mit einem Klick auf die Ignoreliste - dann muss es nicht mehr jeder selbst machen ;) :D :top: :cool: Statt dem Beitrag könnte dann ja einfach ein Duden-Smilie eingeblendet werden und alle wissen Bescheid. Und der betreffende User bekommt noch ne (automatisierte) Nachricht, wo er drauf hingewiesen wird, dass er nun auf der globalen Ignore-Liste steht und sich deshalb auch weiterhin keinerlei Mühe mit seiner Rechtschreibung mehr geben muss...


    :D

    Gute Idee - mit Martyn als Komiteevorsitzendem! Dort bekommt er so viel Arbeit aufgehalst, dass er endlich rund um die Uhr ausgelastet ist und nicht mal mehr dazu kommt einen Thread wie "Wiso ich keine Zeit mehr für weltbewegende Fragen und Themen in TT Threads eröffnen hab" aufzumachen :D :top:


    :rolleyes:

    Zitat

    Original geschrieben von pallmall
    Krank finde ich im Übrigen, wenn man denen, die noch fähig sind, Kritik üben zu wollen, eine krankhafte Depression anzudichten, wie es einige hier im Forum versuchen.

    Das beziehe ich mal auf mich, denn sonst hat niemand groß was von Depression geschrieben. Und ich vermute, Du hast den bzw. die Links nicht angeklickt, denn ich wollte niemand eine Depression andichten, sondern deutlich machen, dass das Land in einer kognitiven Triade der Depression steckt. Ein kleiner, aber feiner Unterschied.

    Zitat

    Gesund ist es, wenn man die hohe Arbeitslosigkeit, die Umverteilung von unten nach oben als Mißstand wahrnimmt und die daraus resultierende Zukunft negativ bewertet.

    Und was daran krank macht ist wenn man daraufhin beschließt, dass es alles Scheiße ist, den Kopf hängen lässt und anfängt zu glauben, man selbst könne ja eh nichts ändern, zu Hause auf dem Sofa versackt (wahlweise in der nächsten Kneipe) und außer nörgeln nichts verändert.


    Und um das zu ergänzen: oberkrank finde ich es, darauf zu warten, bis "die da oben" endlich was an der Situation ändern oder bis jemand kommt, der das für einen ändert. Denn das wird nicht passieren. Und ein neuer Führer, der die 5 Mio Arbeitslose Autobahnen bauen reparieren lässt wird erstens nicht kommen und zweitens würde das die Probleme auch nicht beheben ;) (SCNR!)



    Und entsprechend dem Spruch "Ich bin morgen das was ich heute gedacht habe" dürfte klar sein, was passiert, wenn alles nur negativ denkt: es entsteht nicht nur die Neigung sondern die Gewohnheit, Erlebtes negativ zu interpretieren. Das führt zu einer negativen Zukunftserwartung und in Folge zu einem negativen Selbstbild. Was wiederum dazu führt, dass ich Erlebtes nicht nur negativ interpretiere sondern tatsächlich immer mehr negative Erlebnisse habe.


    Natürlich ist es mit ein wenig postiv denken auch nicht getan. Aber es wäre mal ein Anfang seine Aufmerksamkeit auch auf die kleinen Dinge zu richten, die schon positiv sind. Dann wird der Kopf auch wieder frei(er), neue positive Möglichkeiten überhaupt zu erkennen. Und den Mut zu bekommen, das auch mal auszuprobieren und sich von Rückschlägen nicht sofort entmutigen zu lassen.

    Zunächst mal zur Technik:

    Zitat

    Original geschrieben von tribal-sunrise
    ... schade dass kein DL möglich ist aber OK

    Wie schon gesagt ist es eine Flash-Animation, bzw. ein Flash-Video. Sprich, ihr braucht den Macromedia Flash-Player. Wenn ihr anschließend in das Cache-Verzeichnis eures Browsers geht, liegt dort eine ca. 7,57MB große *.swf - Datei. Die einfach wo anderst auf der Platte hinkopieren und in ein neues Browserfenster fallen lassen bzw. ziehen. Ggf. muss man über Rechtsklick noch "Abspielen" wählen - dit war ditte! :)



    Zum Spot selbst:
    :top:
    Mich kotzt die kognitive Triade der Depression in diesem Land schon seit geraumer Zeit an. Überall nur Gejammer und Schwarzmalerei. Ja, es geht uns nicht gerade blendend und auch schon mal besser. Aber die meisten jammern auf äußerst hohem Niveau! Und wenn mal was Positives passiert, wird das sofort wieder zerredet :rolleyes: Oder es wird bei fast allem gleich von etwas Schlechtem ausgegangen. Auf die Dauer strengt das echt an und zieht einen nur mit runter.
    Auch mit ein Grund, warum ich seit ca. Oktober 2002 nur noch seltenst Nachrichten gucke - es wird eh ständig das Gleiche berichtet: negativ, negativ, negativ. Das muss ich mir nicht ständig geben sonst land ich auch noch in der Klapse mit Depression. Es reicht die Überschriften in der Zeitung der Wahl zu überfliegen, das reicht meist schon, um das aktuelle Tages- und Weltgeschehen mitzubekommen. Hintergründe berichten die TV-Nachrichten eh kaum mehr...


    Anyways... ich find's gut, dass sie das machen. Auch wenn bestimmt das große Heer der Dauernörgler kommt und auch dieses zerredet (so ne kognitive Triade löst sich schließlich nicht von heut auf morgen auf...), gibt die Kampagne vielleicht doch dem ein und anderen einen nötigen Denkanstoß :)