Beiträge von DUSA-2772

    Da es hier ja schon angesprochen wurde, dass gewisse Kreise (wenn nicht alle ;)) routinemäßig das gleiche verkünden - am 13.6.04 war in der FAZ Sonntagszeitung ein sehr interessanter [url=http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,304001,00.html]=> Artikel[/url] zu unser aller Polit-Lieblingssendung "Sabine Christiansen" drinne. Da der Artikel auf faz.net nur gegen 75 Cent gelesen werden kann, er aber auch auf der Homepage des Spiegel in Genehmigung zu lesen ist, geht der Link dorthin. Von daher: auch wenn "spiegel" in der url steht, es ist FAZ drinne - also keine Angst! ;)


    Hier die Überschrift samt Teaser:

    Zitat

    Wie Sabine Christiansen uns eine streitbare Demokratie vorspiegelt


    Jeden Sonntagabend wird uns der Untergang verkündet, darf die Chefetage der Deutschland-Rettungs-AG über die verschnarchte Gesellschaft herziehen. Widerstand ist zwecklos: Sabine Christiansen gibt ihr Bestes, dass die Herrschaften dabei nicht gestört werden.
    Von Walter van Rossum


    [url=http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,304001,00.html]Quelle[/url]


    Gemäß der Devise "da steckt ein kluger Kopf dahinter" imho echt lesenswert - und er trifft so manchen Nagel auf den Kopf...

    Den genauen Grund kenne ich auch nicht. Aber es steht halt so in einer der 1000 Verordnungen, und das ist eigentlich alles, was Du wissen musst :rolleyes: :D


    Ich vermute es hängt damit zusammen, dass der Lichtaustrittsbereich um einiges kleiner ist als bei normalen Scheinwerfern. Entsprechend macht sich Schmutz auf der Scheibe schneller bemerkbar und nimmt Dir sozusagen die Sicht.

    Sodele - auch ich bin wieder daheim. Die Baustelle auf der A66 ist zwar erst 4 Wochen alt (und soll auf mehrere Jahre bleiben), nervt mich aber jetzt schon :D


    Insgesamt mal wieder ein schöner Abend. Es gab zwar als Beilagensalat nicht so ganz das was ich mir darunter vorstellte, dafür war die Soße daran aber genießbar. Und ich wurde die ganzen Oliven und zig Zwiebelringe auch noch los (und zwar ohne, dass ein K700 dabei baden ging!) :cool: Auch sonst war das Essen wie gewohnt sehr gut.


    Erstaunlich viele neue Gesichter dieses mal :eek: :top: - ich hoffe, ihr habt euch in unserer "alteingesessenen" Runde wohl gefühlt. Und endlich mal ein Treffen ganz ohne Weiber - hat auch mal was :D


    Mal gucken, wann wir das nächste Frankfurter Treffen machen - ggf. wird es im Exil stattfinden ;)


    Bilder gibts diesmal von mir keine, von daher braucht sich auch keiner beschweren, dass er so lange warten muss :p


    Also, bis denne!
    Daniel

    Umgesteigen brauchte ich nie, da ich von Anfang an immer nur Netscape, Mozilla, Opera und Firefox benutzt habe bzw. aktuell benutze (und Pegasus Mail bzw. seit ca '98 Eudora). Der M$IE ist halt auf dem PC drauf und nur wenn eine Seite, die ich denn doch sehen möchte, aber wegen Programmiererunfähigkeit weder in Opera noch in Firefox läuft, starte ich dieses Sicherheitsloch.


    Allerdings bezweifel ich, dass aufgrund so einer Meldung auch nur 1% umsteigen oder mal was anderes ausprobieren. 99% sind da einfach viel bequem dazu :rolleyes:


    Ich sags mal so: solange die Blöd nicht auf der Titelseite in großen dicken Lettern die Meldung "Internet Explorer gefährlich! FBI: deinstallieren Sie sofort!" (oder ähnlich) bringt, wird sich da nichts tun :( :rolleyes:


    Wobei das in anderen Ländern ja genauso ist. Beim Sicherheitsloch Nr. 2 (oder isses Nr. 1 - naja, egal) Outlook bzw. Outlook Express ist es ja genau das selbe - oder warum haben die ständigen Würmer immer noch einen so hohen Verbreitungsgrad? ;)


    Und es wird schlicht einen gewissen Prozentsatz geben, die einfach zu blöde sind, einen anderen Browser zu installieren. Und auch nicht kapieren, wie sie denn die Sicherheitspatches einspielen (wobei das inzwischen ja DSL im Grunde voraussetzt...).
    Von daher werden die "bösen Codeprogrammierer" noch eine ganze Weile länger ihre Spielwiesen haben.

    Zitat

    Original geschrieben von Stefan
    ...
    Auf der anderen Seite hingegen haben sich bis dato bei mir 650 Überstunden angesammelt und ich habe dieses Jahr einen Resturlaubsanspruch von 35 Tagen.


    Wo kann man jetzt also die schlauen Gewerkschaftsvorschläge ansetzen? 4-Tage Woche? Arbeitszeitverkürzung? Kurzarbeit?
    ...

    Sach ich doch: die 40-Std.-Woche ist längst Realität ;)


    Aber wenn ich mir Deine Zahlen mal rausgreife und exemplarisch betrachte: rein statistisch fehlt Deinem Unternehmen also eine Arbeitskraft für 162 Tage inkl. Urlaub - das wäre also mehr als eine halbe Stelle.
    Dass diese Rechnung natürlich nur hier in der Theorie funktioniert, ist mir auch bewusst. Erstens kosten die Überstunden nix, und wenn schon die Urlaubstage nicht genommen werden können (warum sei mal dahin gestellt), ist mit abfeiern auch nichts. (Ich persönlich würde sie aber regelmäßiger verfallen und auf Null setzen lassen, dann fällt es nicht so auf ;)) Und die ganzen Sozialabgaben sowie Verwaltungskosten für die theoretische Halbtagskraft werden auch eingespart.


    Trotzdem stimmt da doch was nicht. Wie kann es sein, dass tausende Arbeitnehmer Überstunden en masse ansammeln und sogar auf ihren Urlaub verzichten? Und das, wo andere auf der Straße hocken (dass die wenigsten für diese potenziellen Stellen ausreichend qualifiziert sind, ist natürlich ein weiteres Problem...). Irgendwo ist da doch ein (oder mehrere) Fehler im System. Jedenfalls imho.

    Naja, so ein wenig Kasperletheater gehört bestimmt einfach auch mit dazu. Ich vermute, auch ein Herr Hitzfeld möchte für den Job schon gebeten werden ;)


    Was mir bei ihm so ein wenig auf den Keks geht: vor 4 Jahren hieß es noch von allen Seiten: "Nene, den Ottmar brauchen wir hier dringend beim FC Bayern. Nationalmannschaft? Ne, lass ma, er hat wichtigeres zu tun." Und kaum hat der FC ihn rausgeschmissen, weil er mal nicht mehr die Meisterschaft geholt hat (überspitzt formuliert), ist er auf einmal der beste Kandidat für Völlers Nachfolge(r). Seltsam, oder? ;)


    Ob er oder Daum oder wer auch immer besser oder was auch immer ist, kann ich nicht beurteilen (dafür interessiert mich die Geldmaschine Bundesliga zu wenig). Dass der Job die nächsten zwei Jahre kein Zuckerschlecken wird, zumal bei den Erwartungen bei der WM im eigenen Land, dürfte aber auf alle Fälle klar sein. In zwei Jahren kann viel passieren, aber derzeit bezweifle ich, dass wir 2006 auch nur bis ins Halbfinale kommen werden ;) Und ehrlich gesagt: ich wollte da kein Trainer sein, der sich dann von allen öffentlich hinrichten lassen muss....

    Zitat

    Original geschrieben von addictivebn
    (Ehemaliger) Kokainkonsum gehört wohl kaum dazu, neben mir sieht das übrigens auch die FAZ so.

    Na, wenn das schon die FAZ so sieht, dann müssen ja alle klugen Köpfe auch dieser Meinung sein, wobei hier der Umkehrschluss gilt ;)
    SCNR!

    Hi Stephan!


    Ist zwar schon paar Tage her, trotzdem aber nochmal einen Herzlichen Glückwunsch zu 1.000 Postings! :top:
    Du postest zwar nicht ganz so oft, aber Deine Postings haben immer Hand und Fuß ;)
    Und vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal für die Orga des TT-Camps (v.a. des Platzes) im letzten und auch wieder in diesem Jahr! :)


    So, und jetzt derf de Maggus noch seinen Rolli hier posten...


    Wir lesen uns und vielleicht klappt es ja auch mal wieder mit einem der Frankfurter Treffen :)


    Viele Grüße
    Daniel

    Zitat

    Original geschrieben von Zeus
    Die Beiträge die du bzw. dein Arbeitgeber diesen Monat einzahlen werden nächsten Monat an die aktuellen Rentner ausgezahlt. ...

    Das ist mir auch klar ;) Genauso klar ist mir, dass das Rentensystem genau so ausgelegt ist. Fakt ist aber trotzdem *seit Jahren*, dass wir immer weniger Einzahler haben und haben werden, so dass dieses System nicht mehr aufrecht zu erhalten ist. Alle wissen es, trotzdem machen wir mit ein paar kleinen, wirkungslosen Veränderungen weiter :rolleyes: "Und das prangere ich an!" Entsprechend muss hier was neues her, wo ich bzw. mein Arbeitgeber weniger einzahlt und ich als Einzelner mehr in die Verantwortung komme. Es ist ja schön und gut, dass ich nicht nur für mich und meinen Lebensunterhalt, sondern auch noch für den Lebensunterhalt von 1-2 weiteren Personen arbeite - aber das wird in Zukunft nicht mehr funktionieren, denn wenn ich 65 bin, wird es niemand mehr geben, der für mich dann aktuell einzahlt.



    @AdminDr:
    Du hast diesen Punkt von mir komplett falsch verstanden.
    Dass die Leute auf den Ämtern überlastet sind, ist mir bekannt. Außerdem habe ich nicht von 10 Leuten in der Personalabteilung gesprochen, sondern dass eine Personalabteilung *ab* 10 Leute im Unternehmen unumgänglich sind. Weiterhin will ich auch nicht all die Leute die da aktuell arbeiten von heute auf morgen auf die Straße setzen, eine Übergangszeit gar nicht mehr (be)arbeiten lassen. Auch geht es nicht um Automatisierung o.ä.


    Mir geht es in diesem Punkt darum, dass wir einen zu hohen Verwaltungsaufwand haben. Es werden zu viele Fomulare permanent zwischen verschiedensten Stellen hin- und hergeschoben. Und damit muss Schluss sein. Im Laufe der 50 Jahre BRD haben sich zu viele Paragrafen angesammelt, die jeden kleinen Furz verwalten. Und damit sind alle überlastet. Schlimmer noch: es lähmt sämtliche Produktivität.
    Letztes Jahr war im glaub Stern mal ein Beispiel drinne, was es kostet, einen neuen Arbeitnehmer einzustellen und wie viel Aufwand nötig ist, ihn angestellt zu halten. Wie gesagt, ab 10 Mann im Unternehmen brauchst Du eine volle Arbeitskraf nur dafür. Deshalb: den Bürokratismus radikal zerschlagen und was neues sinnvolles aufbauen. Die vielen Stellen, die da sicher frei werden können und werden sich hinterher wo anderst produktiv einbringen. Aber derzeit nehmen sie uns allen immer mehr die Luft zum Atmen.



    Eine Lösung für all die Probleme hab ich auch nicht. Aber ich nehme mir trotzdem raus, den salzigen Finger tief in die Wunde zu stecken und die Dinge zu hinterfragen. Genauso werde ich die (angeblichen) Lösungen hinterfragen, die unsere Politiker etc. auf den Tisch bringen. Das meiste davon sind nämlich imho Verschlimmbesserungen. Da wird eine Vorschrift abgeschafft, auf der anderen Seite kommen dafür 2 neue dazu.

    • Ich weiß gar nicht, was alle haben: im AT-Bereich ist die 40-Std.-Woche doch schon gang und gebe. Egal was im Vertrag steht, unter ~44 Std. gehen da die wenigsten nach Hause.
      Ausbezahlt werden diese "Überstunden" in den meisten Fällen wenn überhaupt erst ab der 45. Stunde, oder (andere Variante) dürfen abgefeiert werden. Nur das Abfeiern klappt nicht, weil man am Arbeitsplatz gebraucht wird und gar nicht weg kann. Im Jahresrhythmus werden die (nicht abgefeierten) Überstunden dann wieder auf Null gesetzt, damit es nicht so auffällt.


    • "So wie das Industriezeitalter die Sklaverei und Frohnarbeit abgeschafft hat, schafft das Kommunikationszeitalter die Vollbeschäftigung ab."
      Oder in anderen Worten: wenn alle mal ehrlich wären und nicht auf Wählerstimmen (Parteien) oder Image (Unternehmen / Gewerkschaften) schielen: die Vollbeschäftigung wird es nicht mehr geben, Punkt. Sie ist eine Illusion aus der Vergangenheit. Viel eher ist es so, dass in Deutschland die bald 5 Millionen Arbeitslosen nicht mehr gebraucht werden. Genausowenig wie die ganzen Frauen, die nicht in der Statistik auftauchen, weil sie mit dem spätestens zweiten Kind als Heimchen hinterm Herd verschwinden.


    • Seit ich die Tarifverhandlungen verfolge (ca. Anfang der Achziger) höre ich von beiden Seiten das selbe. Es ist ein Ritual. Und wenn man es sich im Längsschnitt betrachtet bezweifle ich, dass in den "guten" Jahren die Lohnerhöhungen so viel besser ausgefallen sind wie (akutell) in den "schlechten" Jahren.


    • Zum Glück für die ganzen Betriebswirte und Controller lässt sich zwar Arbeitszeit und Stückzahl pro Zeiteinheit genaustens statistisch erfassen, aber nicht die "weichen Faktoren" wie Arbeitszufriedenheit, Organizational Citizenship Behavior, Commitment, Motivation, usw. Und vor allem auch: Führungsleistung. Würden nicht immer wieder die größten Pfeifen in den Führungspositionen hocken, wäre die Produktivität vielerorts um einiges höher anstatt in Reibereien und Machtspielchen zu verpuffen. Aber wie gesagt: zum Glück lässt sich das nicht genau messen, von daher gibt es keinen Anlass was zu ändern...


    • Lohnnebenkosten: dass die zu hoch sind, wird auch schon seit Jahren lamentiert. Es kommt ein Reförmchen nach dem nächsten, bringen tun sie gar nix. Wegen mir können sie den Anteil der Rentenversicherung bei mir komplett streichen, denn sind wir mal realistisch: bis ich in ca. 35 Jahren aus dem Job ausscheide, sehe ich von dem was ich eingezahlt habe vielleicht noch ein paar Cent. Wissen tun das alle, aber die Devise von Nobbi Blühm wird noch immer ausgegeben: "Die Renten sind sicher!". Ja nee, iss klar. Alle Länder bis auf unseres haben es längst geschafft, die Sache in ein 3-Säulen-Modell umzubasteln, wo die Unternehmen entlastet werden.


    • Stichwort Verwaltung: wenn man sich anguckt, wie viel Geld die Verwaltung der Arbeitnehmer kostet, fragt man sich eh, warum ein Unternehmen überhaupt noch wen beschäftigt. Der gesamte Verwaltungsapparat mit all den Sesselfurzern, Bedenkenträgern und Paragraphenjungeln in diesem Land gehört nicht "verschlimmbessert" (wie es alle Parteien seit Jahren versprechen), sondern komplett zerschlagen und von Null neu aufgebaut. Es kann nicht angehen, dass man ab 10 Leuten im Grunde ne Personalabteilung braucht, die nur damit beschäftigt ist, Formulare für zig Ämter und die Steuer auszufüllen.


    • Globalisierung bedeutet immer mehr, global zu denken und entsprechend lokal zu handeln. Davon reden macht jeder, sich wirklich damit auseinandersetzen macht (fast) keiner. Natürlich kann ich ein Auto in Tschechien oder Polen um einiges günstiger produzieren als hier in Deutschland. Selbst mit den Transportkosten würde sich das vermutlich noch rechnen. Wenn also vieles an Arbeit im Osten oder Asien für ein Bruchteil der Kosten erledigt werden kann, wird es Zeit, dass wir uns überlegen, was wir hier zum "Weltwirtschaftswachstum" noch beitragen können. Und dank einer seit Jahren zerstrittenen Bildungspolitik und kein Geld dafür sehe ich da für die Zukunft ziemlich schwarz...


    • Was allerdings auch unbestritten ist: die Unternehmen ziehen sich immer mehr aus der sozialen Verantwortung.
      Dank geschickter Firmenstrukturen werden Subventionen oder andere Vergünstigungen gerne angenommen, die Gewinne aber auf die Briefkastenniederlassung in Tuvalu verlagert. Eben dahin, wo ich aktuell die wenigsten Steuern zahlen muss. Das ist kein deutsches, sondern ein globales Problem. Entsprechend müsste man sich da Länderübergreifend einigen - was ja aber schon innerhalb der EU scheitert...
      Inzwischen geht es rein um die Maximierung des shareholder value und der Rest verkommt zu "human resources" oder "human assets" die man auf dem Papier nach Belieben hin und herschiebt.


    Soweit erstmal, was mir dazu einfällt.
    Und ach ja: bevor jetzt der nächste kommt und mit Politik anfängt von wegen "ja, hätten wir bloß nicht mehr die roten sondern die schwarzen an der Regierung": wovon träumt ihr nachts? Die sind genauso ideenlos und zerstritten wie alle anderen auch. Von daher lassen wir das Thema besser ;)