Zitat
Original geschrieben von perfectdark
Wirklich immer? Kann mir ja kaum vorstellen, dass soviele Leute Medizin studieren wollen. Da gibt's doch angenehmere Fächer, wie eben BWL oder auch Germanistik. Diese Fächer benutzen ja viele nur zum Uni-Ausprobieren oder Wartezeit-Überbrücken, dass kann ich mir bei Medizin oder ähnlich
Anspruchsvollem kaum vorstellen, selbst wenn es keinen NC gäbe.
Sandra liegt hier richtig
Für jede Uni und für jedes Studienfach gibt es eine Grundlage, mit wie viel Lehrpersonal wie viele Studis aufgenommen werden können. Selbst bei den meist ja größeren Medizinfachbereichen können die pro Semester aber nicht einen Haufen Leute durchschleppen - denn es gibt viele Veranstaltungen in kleineren Gruppen. Bei BWL kannst Du locker mal 300 Leute oder mehr in einen Hörsaal zwängen oder auch 50 Leute in ein Seminarraum. Da hampelt eh jeweils vorne nur einer oder zwei rum, der Rest hört zu, darf evtl. auch mal was fragen.
Wenn allerdings an Leichen rumgeschnippselt wird, passen halt nur eine begrenzte Anzahl Personen in den Prepsaal
Und es muss auch gewährleistet sein, dass jeder davon genügend Zeit bekommt rumzuschnippseln.
Wenn Du Dich in ein Studienfach einklagtst (bei Medizin sehr beliebt), wird genau das überprüft: hat die Uni richtig gerechnet, oder können wir denen nicht doch noch genau den einen Kläger reindrücken?
Ansonsten kann ich auch nur empfehlen, mich einfach mal in die Veranstaltungen an einer Uni mit reinzusetzen. Wir hatten in der 13. mehrere Unitage, wo wir nach Frankfurt und Mainz gefahren sind und konnten uns aussuchen, wo wir mit reingehen. Auch sonst fällt es nicht groß auf, wenn da mal wo einer mehr drinhockt
Zur Not fliegt man halt raus.
Die mathematischen Anforderungen auch in Informatik sind wohl nicht von schlechten Eltern - ein Freund von mir stand mit dem Fach schon in der Schule auf Kriegsfuß und hat irgendwann das Studium dann auslaufen lassen.
Ach ja, noch was zum BS: je nach Studienrichtung sind natürlich auch Bachelor-Abgänger herzlich willkommen: als Arbeitnehmer, die gerade ausreichend qualifiziert sind und die man aber wegen ihres "minderen" Abschlusses um einiges weniger bezahlen muss als Bewerber mit Diplom
Je nach Unternehmen und Branche mag das zwar nach 10 Jahren keinen Unterschied im durchschnittlichen Einkommen mehr machen, in anderen hingegen schon. Wie gesacht: erst informieren statt später rumzuheulen...