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Wie gesagt da ist über all Wiese. Kein Damm, Wald, Lärmschutz ... usw! Was soll da ein Durchbruch sein wodurch Lärm ensteht? Vorallem sieht man auf dem Bild schön das das Gemeindehaus selbst Luftlinie viel näher an der Bundestraße dran ist.
Auch meine Erfahrung ist, dass Du bei der Stadt der vollkommenen und absoluten Willkür des dort Beschäftigten ausgesetzt bist :mad: Was man da an Phantasien zu Foltermethoden entwickelt, da geht es den Rechtlosen auf Guantanomo noch gut gegen...
Ich habe ein Einfamilienhaus aufgestockt. Der Ärger fing damit an, dass der Kerl im Bauamt der Stadt die Pläne abgelehnt hat. Mein Vater (zumindest früher mal gleiches Parteibuch) ist dann hin und wollte wissen, was die Ablehnung soll. Das A*schloch verhedderte sich in dem Gespräch dann in immer mehr Widersprüchen (Grundtenor war "Bauflucht verletzt"), woraus im Grunde nur hervorging: die Pläne passten seinem persönlichem Geschmack nicht und er hat die Macht des Kaisers, den Daumen nach oben oder eben unten zu senken.
Wie sich dann rausstellte, wusste das afair 12-köpfige Gremium (Bauausschuss) gar nix von den Plänen und hat einfach nach seiner Vorgabe gestimmt. Tolle Demokratie schon auf kommunaler Ebene
Naja, wir haben das also einfach nochmal eingereicht, mit einigen dieser 12 Leute persönlich gesprochen und es wurde ein zweites Mal abgelehnt - wegen einem dämlichen Formfehler (angeblich). Beim Dritten mal ging der Antrag dann ungeändert doch durch. Seitdem weiß ich, dass auch ich zu Mord fähig wäre, wüsste ich nur um meine Straffreiheit 
Bei sowas gibt es nur zwei Möglichkeiten: vor Gericht gehen und die Einfahrt durchsetzen versuchen oder sie einfach bauen. In unserer Stadt (20.000 Einwohner) sind Bauverletzungen sehr populär und man zahlt eben eine Strafe, fertig. Eng wird's da nur, wenn ein Nachbar klagt, dann droht einem natürlich die Sache rückgängig machen zu müssen.
Was das Bauen betrifft: Lehrgeld zahlt da wohl fast jeder, leider
Architekten können zwar gut Pläne malen und haben auch halbwegs die Handwerker im Griff (denn sie sitzen am längeren Hebel, wer beim nächsten Mal beim Kostenvoranschlag und schließlich beim Bau mit dabei ist), aber sonst reden sie auch viel wenn der Tag lang ist. Details, die auch Kosten nach sich ziehen, vergessen sie ganz gerne mal. Mein Tipp wäre daher heute: einen Fixpreis vereinbaren, zu dem der Bau fertiggestellt wird, inkl. Datum der Fertigstellung. Mehrkosten dürfen nur noch durch Sonderwünsche wie teurere Fliesen oder Parkett entstehen.
Womit man heute leider auch rechnen muss: am Bau wird gepfuscht ohne Ende. Das Wasserbeispiel von oben ist ein sehr gutes: da hätte man mal eine ordentliche Drainage gelegt... Die Nachbarn von meiner Mutter haben ähnlichen Ärger, die hatten Wasser im Keller und seit zig Jahren streiten die Verantwortlichen mit Gutachten vor Gericht, wer den Mist wieder gerade biegt. Gut ein Jahr hatten sie die eine Keller-Außenwand wieder aufgebuddelt, nachdem eh nix passiert ist bzgl. Reperatur haben sie es wieder zugemacht, um wenigstens ihren Garten (die Stelle ist ein Durchgang) wieder nutzen zu können. Auch sonst kann man von ausgehen, dass an vielen Punkten Geld gespart wird, was man als Laie gar nicht sieht.
Ähnliches kann einem natürlich auch beim Kauf eines Hauses oder einer ETW passieren: selbst wenn man mit nem Gutachter da durchläuft: alles sieht der auch nicht. Zumal er ja auch keine Wände aufkloppen darf, um z.B. Wasserschäden oder Risse festzustellen. Und ob die Käufer einem alle Mängel offenlegen ist wohl auch mehr als fraglich.
Von daher hilft wohl nur: rechtzeitig eine gute Rechtsschutzversicherung abschließen und sich einen (guten!) Anwalt seines Vertrauens suchen. Im Voraus schon knallharte Verträge ausmachen inkl. Strafandrohungen, wenn hinterher was nicht stimmt. Selbst mit dem absolutem Montagsneuwagen hab ich hinterher nämlich weniger Ärger, zumal da auch nicht so viel Geld drinsteckt (es sei denn, man kauft Bugati :D)
Was bei Handwerkern so alles abgeht, davon könnte ich (und andere sicherlich auch) nochmal ein eigenes Klagelied anstimmen. Viele mögen ja sehr wohl was von ihrem Handwerk verstehen und gute Arbeit leisten. Das machen sie aber durch grottenschlechtes Unternehmertum und Planung zunichte. Ich sach nur meine Dusch- und Badewanne: solide Firma, im Grunde auch gute Leute - aber: chaotischer Chef mit großer Klappe. Wenn der seine Leute alle 15min auf dem Handy anruft, sie schnell noch hier mal vorbeischickt und das noch machen lässt, kann man sich vorstellen, wie die Arbeiten ausgeführt werden: schlampigst, weil sie nie was gescheit von Anfang bis Ende fertig kriegen. Ich möchte nicht wissen, was der dadurch an meinem Badezimmer an Garantieleistungen in der Endabrechnung draufgelegt hat, aber da kam einiges an zusätzlichen Anfahrten und Arbeitsstunden zusammen. Wobei ich nicht bestreiten will, das auch einige sowieso schlampig oder in einem Tempo arbeiten, wo man ihnen beim Gehen die Schuhe neu besohlen könnte - da gab es auch genug Exemplare.
Nu ja: ich wollte ja niemand das Eigenheim vermiesen, aber ich glaube, es dürfte mir im Ansatz gelungen sein 