Moin! Vielleicht liest Du das ja noch 
Wie schon geschrieben:
- Sich ein ruhiges Büro suchen, wo ihr absolut nicht gestört werdet. Auch Telefon umstellen und zur Not draußen ein "Besprechung"-Schild an die Tür.
- Nicht lange um die heiße Wurst drum rum reden - irgendwann ist eh klar, worauf es hinauslaufen wird, also nach einer kurzen Begrüßung ab ins kalte Wasser (gilt auch für Dich ;)).
- Gib ihr erstmal Zeit, den ersten "Schock" zu verdauen.
- Erläutere auf der sachlichen Ebene, warum ihr mit ihren Leistungen nicht zufrieden seid. Benenne konkrete Beispiele. Du solltest auch gleich dazu sagen, dass sie - wie Du sagst - Kritik zu locker nimmt und die Fehler geblieben sind.
- Du darfst schon Mitgefühl zeigen - das kalte A*** raushängen zu lassen bringt euch beiden nix. Sage ihr offen, dass es Dir (menschlich) leid tut. Lasse Dich aber an der Stelle auf keine großen Diskussionen ein. So wichtig die Chemie zwischen Kollegen/innen auch ist, wir sitzen hier nicht im Cafe, sondern auf der Arbeit. Also hier wieder auf die sachliche Ebene gehen und die Argumente wiederholen / weiter untermauern.
- Gib ihr ein offenes ehrliches Feedback. Und zwar nach der Sandwich-Methode: erstmal was positives, z.B. dass sie kontaktfreudig ist etc. Dann das negative Feedback: "uns hat gestört / nicht gefallen, dass...". Bleibe dabei in der ich oder wir-Form. Also "uns hat nicht gefallen, dass", "wir hätten uns in punkto blablabla mehr erhofft / mehr erwartet". Und nicht das anschuldigende "Sie haben x, Sie haben y, Sie haben z!". Wenn Du von Dir sprichst und Deinen Eindrücken (in Vertretung des Unternehmens) kann man damit zwar nicht einverstanden sein - aber man kann es auch nicht abstreiten, denn es sind *Deine* Beobachtungen. Das andere hingegen sind Vorwürfe und die lassen sich anfechten - also nix gut!
- Verpacke das negative Feedback so, dass sie zumindest die Chance hat, etwas daraus für den nächsten Job zu lernen. Also: worin hätte sie besser sein müssen, wo sollte sie in euren Augen sich verbessern (um im nächsten Job erfolgreich(er) zu sein).
- Negatives Feedback lässt sich am besten annehmen, wenn es ehrlich und authentisch rüber kommt. Von daher finde Deine Art, ihr das rüber zu bringen - und da darf wenn nicht muss die Beziehungsseite mit im Spiel sein. Also guten Kontakt herstellen wie ihr es auch sonst macht.
- Erläutere weitere Schritte, z.B. wie lange sie noch im Unternehmen bleibt, etc (also die ganze formale Abwicklung).
Dass sie vermutlich sauer auf Dich ist, ist erstmal natürlich. Das musst Du aushalten
Auch kann es sein, dass sie in Tränen ausbricht. Auch das musst Du dann aushalten - und zwar anderst als wenn Deine Freundin am heulen ist, weil ihr tollster Schuh kaputt gegangen ist :D, sondern ihr Zeit geben bis sie sich wieder halbwegs beruhigt hat. Mit trösten ist da nicht viel, als am besten die Klappe halten. Natürlich kannst Du dazu sagen, dass es Dir (menschlich) unangenehm ist - aber rechtfertige und entschuldige Dich nicht. Denn es gibt für diesen Schritt gute Gründe! Allerdings solltest Du schon gucken, dass es nach einer guten Zeit mit dem Gespräch weiter geht.
Denn mal viel Erfolg - und geh mal von aus, dass danach auch Dein Tag gelaufen sein wird :-/