Also wenn ich es richtig verstanden habe, schicken die Nachbarn Briefe über einen Rechtsanwalt per Einschreiben, wo ihr zu dies-und-jenem aufgefordert werdet (z.B. Hecke schneiden). Wenn ihr sie persönlich versucht anzusprechen (Telefon, über den Gartenzaun, auf der Straße, bei klingeln an der Haustüre), blocken die Nachbarn die Kommunikation ab, indem sie nicht abheben/aufmachen bzw. gleich wieder auflegen/Türe zumachen bzw. sich sofort in ihr Haus zurückziehen. Hinterher bekommt ihr die von euch initiierte Kontaktaufnahme im nächsten Schreiben vom Anwalt vorgeworfen.
Wir könnten jetzt hier über psychologische Spiele bei z.B. Ulrich Dehner nachlesen und gucken, ob und wie wir die vom Gegenüber aufgezwungene Spieldynamik durchbrechen können. Das dauert aber ziemlich lange.
Von daher würd ich mehr pragmatisch an die Sache rangehen:
1. Der Vorschlag kam ja schon: selbst einen Anwalt nehmen und sämtliche Schriftstücke sofort an ihn weiterleiten und ihm die Vollmacht geben sich darum zu kümmern. Im Zweifelsfall landet der Quatsch dann vor Gericht und der Richter (und die Gesellschaft) fragt sich, mit welchen Idiotien sich unsere Gerichte beschäftigen müssen statt wirklich Wichtiges zu bearbeiten. Eine Rechtsschutzversicherung ist hier sicherlich hilfreich, denn Beamte haben bekanntermaßen eine recht gute Versorgung was die Rente angeht, so dass es nicht bei einem Prozess bleiben wird. Ein e Schlange Anwalt, der den Quatsch mitmacht, statt den alten Herrschaften mal die Meinung zu geigen und sie zur Vernunft zu bringen, findet sich immer :-/
2. Auch Briefe per Einschreiben können in der Annahme verweigert werden. Da der Absender ja ersichtlich sein sollte, die Dinger wieder zur Post bringen. Somit unterbindet auch ihr sämtliche Kommunikationsversuche.
Deine Sorge, dass da ein Gärtner vor der Tür steht, der auf Anordnung oder sowas in Deinem Garten rumfuhrwerkt, halte ich für völlig unbegründet. Wer ohne richterliche Anordnung Dein Grundstück betritt um mit der Gartenscheere und Säge zu hantieren, begeht vielmehr Hausfriedensbruch. Sollten die rüstigen Rentner selbst zur Heckenscheere greifen, kannst Du Anzeige erstatten.
Noch ein Tipp: ich würde mal alles fotografieren, evtl. regelmäßig, um den Ist-Zustand des Gartens festzuhalten.
Und den Aufforderungen von irgendeinem dahergelaufenen Anwalt würde ich ohne weitere Überprüfung schon gar nicht nachkommen. Geh zur Stadt, informiere Dich was erlaubt ist, was nicht (solange da nix zu den Nachbarn rüberwächst, ist imho recht viel erlaubt...).
Just my 3 cents.