"Prämie" ist was, was der AG oben drauf zahlen kann, aber nicht muss. Afaik ist es im TvÖD so geregelt, dass 12 Monatsentgelte fix sind und darüber hinaus ein gewisser fester Teil ausgezahlt werden *muss* - nur eben nicht gleichmäßig an alle, sondern leistungsabhängig.
Um ein Teil des Jahresgehalts leistungsabhängig auszahlen zu können, bedarf es in irgendeiner Form einer Leistungsbeurteilung. Und die ist, soweit ich weiß, immer noch mitbestimmungspflichtig. Meist werden hier Zielvereinbarungen zur Bewertung herangezogen, wo am Anfang die Ziele mit jedem einzelnen vereinbart werden und am Ende die Zielerreichung gemessen wird. Die Ziele sollten dabei die SMART-Kriterien erfüllen, näheres dazu spuckt Google aus. Entsprechend sollte ein für alles transparentes Regelwerk entstehen, wonach der leistungsabhängige Anteil ausgezahlt wird und am Ende - von jedem Chef - auch belegt werden muss, warum Person A jetzt 80% bekommt und Person B 115%. Riecht das für einige zu sehr nach Willkür, lässt sich das ja auch anfechten (und als oberster Dienstherr würde ich mit meinen beurteilenden Abteilungsleitern u.a. ein Ziel zu Anfechtungen ihrer abgegebenen LBU machen ;)).
Wenn jetzt der Personalrat so doof ist und einem schwammigen Werk zustimmt, wo weiterhin nach Nase statt nach messbarer Leistung das Geld verteilt wird, dann ist er wohl selbst schuld. Und ich als Mitarbeiter würde fragen, ob es für so eine Zustimmung gegen die Interessen der Mitarbeiter wenigstens genügend Aufenthalte im nächsten Puff gab, oder ob sie sich was anderes haben einfallen lassen als ein bekannter Autobauer 
Insgesamt sollte der Klüngel hier um einiges schwieriger sein als bei z.B. Auftragsvergaben (da wart ich einfach die ersten 2 Angebote ab und sag dann meinem Spezi, wie niedrig er sein Angebot machen muss, damit er den Zuschlag bekommt...).
Dass das alles für den ÖD natürlich komplettes Neuland ist, und dort von Führung und ähnlichem noch weniger Ahnung herrscht als in der Wirtschaft ist mir auch schon klar.