Ich kann über viele Beiträge wirklich nur den Kopf schütteln.
Da gibt es eine ganze Anzahl, die wirft Leuten, die der 11. September nahe gegangen ist (oder noch geht), Messen mit zweierlei Maß und Naivität vor.
Die Naivität muss ich in vielen Fällen an völlig undifferenziert argumentierende Autoren zurückweisen.
Es sollte doch jedem klar sein, dass die Toten vom 11. September nicht mit der Verkehrstotenstatistik vergleichbar sind. Außerdem sollte inzwischen auch jedem klar sein, dass der 11. September nicht nur für tausende Tote steht.
Es gibt einen Beitrag, da wird der Kosovo neben Vietnam als Vergleich herangezogen. Ich unterstelle mal, dass mit 'Kosovo' die Opfer der amerikanischen Angriffe gemeint sind, oder?
Mir fällt eigentlich nur als Tipp ein, sich mal ein wenig mit den Hintergründen oder auch nur der Art der Kriegsführung auseinander zu setzen.
Dabei fällt dann vielleicht auch auf, dass es doch signifikante Unterschiede zum 11. September gibt. - Das gilt in ähnlicher Weise übrigens auch für den Putsch von Chile.
Die These "bestimmte Kapitalisten" wären (weil Rohstoffausbeuter) für die Kindersterblichkeit der 3. Welt verantwortlich, ist auch ein bisschen zu einfach: In Somalia, das 2000 mit 21,1 % Kindersterblichkeit ganz weit vorne in dieser Kategorie lag, gibt es zwar Rohstoffe - aber die werden nicht (oder praktisch nicht) abgebaut.
Das ach so komplexe Weltbild, was hier vorgetragen wird, hält keiner Überprüfung stand. 
Auch die Beiträge von Blood2Man und Mark3Dfx sind derart undifferenziert (und nebenbei teilweise auch faktisch falsch), dass sie nur schlichte Polemik sind.
Und den Medien Meinungsmache vorwerfen?
Es tut mir leid, aber wenn ich meine damaligen Ausgaben von DIE ZEIT und TIME herauskrame, dann bewegt mich das auch noch (aber wahrscheinlich war das ja von langer Hand geplant und schön inszeniert). Mich bewegt auch manch anderes geschichtliches Ereignis noch, wenn ich mich damit beschäftige; auch aktuelle Dinge - inkl. 3. Welt - finden durchaus meine Aufmerksamkeit. Deswegen muss ich noch lange nicht permanent mit Trauerflor herumlaufen. Ab und zu mal Gedanken dazu machen. - Nicht, wie das hier mancher zu machen scheint, alles nur konsumieren, abhaken und sich über nichts mehr wundern!
Zu den Verschwörungstheorien schreib ich hier nichts mehr, dazu gibt's auch einen eigenen Thread.
Die Welt ist nicht so einfach - verdammt nochmal: Die USA sind weder der Heilsbringer noch der Teufel!
Und Lord EX: Ja, vermutlich (und hoffentlich) gibt's auch in 10 Jahren noch Menschen, die an 2001 zurückdenken. - Das ist in ähnlichem Maße notwendig, wie an den Holocaust zu erinnern... aber auch das kapieren viele nicht... 