Beiträge von holledauer66

    Ich bin jetzt immer noch total durcheinander, wie es das geben kann, daß sich meine "Flamme" (oder "Juwel", wie ich sie oft nannte ;) ) so sehr nach meiner Nähe sehnte, heulte ohne Ende, sich aber dann doch verabschiedet hat. Angeblich wegen dieser saublöden, nicht flatternden Schmetterlinge.


    Allerdings habt ihr mir mit euren Antworten schon sehr viel weiter geholfen, wofür ich mich herzlich bedanke. Wir haben uns tatsächlich enorm unter "Erfolgszwang" gesetzt. So nach dem Motto: wenn wir schon so sehr harmonieren, was das Denken, Fühlen, die Interessen und Vorlieben angeht, dann muß es doch beim ersten Treffen "klick" machen. Die Art des Kennenlernens übers Internet (was bei uns rein zufällig geschah) hat zweifellos seine Vorteile. Aber nur durch Schreiben und Telefonieren läuft man halt Gefahr, sich im Kopf ein "Modell" des Partners zu konstruieren, das dann von der Wirklichkeit mehr oder weniger stark abweicht. Wir haben blöderweise vor unserem ersten Treffen auch bewußt keine Fotos ausgetauscht, so daß die Spannung noch größer wurde. Die beinahe folgerichtige Konsequenz war dann halt, daß irgendwie Vorstellung und Realität nicht ganz deckungsgleich waren oder was auch immer. Zumindest bei ihr. Ich hatte da keine Probleme, mir gefiel das Mädel auf Anhieb und umher schwirrende Schmetterlinge suche ich in meinem Bauch eh nicht.


    Die Sätze von viper und wrywindfall geben mir schon sehr zu denken. Ich finde, sie treffen den Kern der Sache ziemlich genau. Wir haben uns ungünstigerweise in einer denkbar schlechten Zeit kennengelernt. Weihnachten als besonders emotionale Zeit, mit Harmoniebedürfnis allenthalben. Und dann gleich das 2. Treffen an Hl. Abend. Das war wohl wirklich etwas zuviel des Guten.


    Ich frage mich auch, muß man denn unbedingt diese ominösen Schmetterlinge sofort im Bauch verspüren, um sich eine erfüllte Partnerschaft vorstellen zu können? Muß die erste Zeit des Kennenlernens denn sofortige, uneingeschränkte Harmonie und "Kompatibilität" erfordern? Kann man da nicht noch eine zeitlang warten, wie sich das ergibt miteinander? Wo doch die Voraussetzungen und Grundlagen sowas von perfekt passen würden. Fast gleich alt, fast gleich groß, zu über 90 Prozent deckungsgleiche Interessen, Denkweisen, Träume. Sowas haben wir beide noch nicht erlebt. Das gäbe doch eine hervorragende Basis, eine grandiose Zweisamkeit sich entwickeln zu lassen. Und so pressieren würde es mir ja auch nicht. Ich habe alle Zeit der Welt. Ich würde sie auch nicht drängeln und sofortige Entscheidungen verlangen.


    Aber nein, die Dame spürt keine Schmetterlinge und damit ist die Angelegenheit für sie beendet. So ganz kann ich ihr das aber nicht glauben. Sonst wäre es ihr gestern nicht so schwer gefallen, sich von mir zu trennen. Das hat selbst mich hartgesottenen Holledauer butterweich gemacht. Sie sagte mir ganz viele liebe, tolle Sachen, aber gleichzeitig, daß wir uns nicht mehr treffen sollen, auch nicht als Freunde. In ihrer Email gestern abend schrieb sie zwar ähnlich und wünschte mir viel Glück für meine Zukunft, das las sich aber irgendwie reichlich verworren und unentschlossen. Sie hat in ihr Tagebuch einige Erinnerungsstücke hineingeklebt (Fahrkarte, meine Weihnachtskarte), unsere ganzen Emails ausgedruckt und archiviert, einen Stern von meinem Christbaum bei sich zuhause an den Spiegel im Flur gehängt, die von mir geschenkt bekommene CD eingelegt und ihre ganzen Emotionen niedergeschrieben (ich weiß, für eine 36jährige Frau hört sich das absonderlich an, ich finde es aber irgendwie rührend). Allerdings ist sie noch zu keinem Schluß gekommen, wie ihre Gefühle wirklich sind. Dazu ist sie noch zu sehr aufgewühlt und verwirrt.


    Und verwirrt bin ich halt auch. Ich lasse sie jetzt mal eine Weile in Ruhe. Ich brauche jetzt auch einen klaren Kopf, um das Ganze zu verarbeiten. Vielleicht wird's ja doch noch was. Ich fände es jammerschade, wenn wir uns dieses Weihnachten tatsächlich zum letzten Mal gesehen hätten. Hoffentlich ist sie nicht zu radikal und gibt uns noch eine 2. Chance, die Beziehung langsam wachsen zu lassen. Auch ohne doofes Flattervieh-Zeugs.


    Jedenfalls Danke an euch alle für die bisherigen interessanten Beiträge und guten Wünsche!


    :) :top:

    Also, Lügnerin oder Schauspielerin schließe ich aus. Sie hätte mich ja nur dann angelogen, wenn sie mir nicht vorhandene Liebe vorgeheuchelt hätte. Und die Tränen waren wirklich nicht gespielt.


    Ich muß ergänzend erwähnen, daß wir beide in diesem Jahr reichlich unbefriedigende Beziehungen beendet haben. Einen anderen Mann gibt es nicht in ihrem Leben, sie wohnt seit der Trennung alleine. Auch ihre Eltern stehen nicht zwischen uns. Mal davon abgesehen, daß ich sie nicht persönlich kenne, so hat sie ihnen schon gesagt, warum sie Weihnachten nicht im heimischen Familienidyll verbringen wird. Und sie haben sich gefreut für sie.


    Allerdings sagte sie mir gestern auch, daß sie ihre letzte Beziehung eingegangen ist ohne diese ominösen Schmetterlinge im Bauch und damit dann prompt baden gegangen ist. Und bei mir hätte sie dieses Kribbeln im Bauch auch nicht verspürt und deshalb will sie nicht schon wieder eine Beziehung "ohne" eingehen. Ist ihr tränenreicher Abschied etwa "nur" die Enttäuschung darüber, daß sie für mich nicht das empfindet, was sie sich erhoffte?


    Dabei haben wir uns vor dem ersten Treffen wunderbar verstanden. Unser erstes Telefonat nach wochenlangem Email-Schreiben dauerte über 6 Stunden, wir haben enorm viele Gemeinsamkeiten, so viel, daß es fast schon unheimlich wurde. Irgendwie schaukelten sich die gegenseitigen Erwartungen und Vorstellungen in unwirkliche Regionen hoch. Jeder stellte sich den anderen als "den" Partner schlechthin vor. Ich für meinen Teil wurde beim ersten Date nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Sie war auch sehr angetan. Nur leider hat es eben bei ihr nicht "klick" gemacht.


    Waren ihre Erwartungen zu hoch? Ist sie enttäuscht, daß sie diese blöden Schmetterlinge nicht verspürt hat? Aber warum heult sie dann stundenlang, knutscht und küßt mit mir, nimmt sich Erinnerungsstücke aus meinem Haus mit, heult bei sich daheim auch noch die ganze Nacht?


    Ich kann das irgendwie nicht so richtig einordnen. Und sie selber versteht es auch nicht...:confused:


    @ Martyn: Freut mich zu hören! Du hattest ja auch ziemliche Turbulenzen in deinem Gefühlsleben dieses Jahr.

    Tja Leute, mein Weihnachten war reichlich durchwachsen. Ich hatte meine neue "Flamme" nach unserem ersten wundervollen Date letztes Wochenende am Heiligen Abend vom Bahnhof abgeholt und freute mich ganz narrisch auf ein paar schöne Tage mit ihr. Nach dem gemeinsamen Christbaumschmücken und Abendessen schenkte sie mir mit einem Kuß einen selbst gebastelten Kalender mit wunderschönen Naturaufnahmen, worüber ich mich riesig gefreut habe. Kurz vor Mitternacht teilte sie mir dann unter Tränen mit, daß sie mich nun doch nicht so liebt wie ich sie, daß bei ihr die ersehnten Schmetterlinge nicht flatterten und es mit uns nun doch nichts wird. Boing, das saß!


    Gestern sind wir den ganzen Nachmittag nur herumgehockt, haben geschmust und geküßt und was weiß ich noch alles, haben uns mit Cappuccino vollaufen lassen, eine Selbstgedrehte nach der anderen verschlungen und haben beide geheult wie die Schloßhunde. Sowas blödes aber auch. Am Abend habe ich sie dann wieder zum Bahnhof gefahren, natürlich mit tränenreichem Abschied. Seitdem bin ich etwas durch den Wind.


    Ich frage mich die ganze Zeit schon, wieso hat sie stundenlang geheult, wenn sie mich nicht liebt? Oder etwa doch? Gestern abend noch bekam ich eine Email, daß ich der wunderbarste Mensch bin, den sie seit langem kennengelernt hat und ich ihr in unseren gemeinsamen Stunden soviel gegeben habe wie selten jemand zuvor.


    Ich bin ziemlich verwirrt. Doofes Weihnachten irgendwie...:(


    Versteht hier irgend jemand die Frauen? :confused:

    Also, ich hänge um meinen Haselnußstrauch immer eine Lichterkette in Girlandenform drum herum. Schaut irgendwie gut aus. Und ich finde es schon schön, wenn man so durch die Gegend fährt und sieht in den Vorgärten Lichter an Bäumen und Sträuchern oder mal eine Kerze im Fenster stehen.


    Man darf das aber nicht zu sehr übertreiben. Das oben erwähnte und abgebildete Haus ist in meinen Augen nur noch häßlich.

    Aha. Schön. Und wo genau ist dann das Problem? Diese Christel ist schlicht und ergreifend eine Figur in einem schmalzigen Heimat- und Musikfilmchen aus längst vergangenen Zeiten. Der Filmtitel ist irgendwie zu einem geflügelten Wort geworden, sozusagen das Synonym für das nette Fräulein vom Postamt.


    Tiefergehende Erklärungen fallen mir dazu nicht mehr ein.


    :)