Beiträge von derAL

    Zitat

    Original geschrieben von harlekyn
    Safari ist mit dem Update der Hammer. Und die Akkulaufzeit erst!


    Das sage ich erst, wenn die Freezes und Verzögerungen beim Laden beim iPad Pro 12,9" valide aufhören. Denn sonst wäre der Hammer nur ein Hämmerchen.

    Da ist nichts verkniffen :D.


    Es ist gleichwohl ein Problem der Altersvorsorge. Das Thema beschäftigt viele, während es sich andere in prekären Lebensumgebungen bequem machen und es ganz selbstverständlich finden, das Leben zu Lasten der Gesellschaft im JETZT zu genießen. Während 'normale' Menschen wie Du und ich aus der Entlohnung für erbrachte Leistungen für eine Zukunftsvorsorge einen nicht unbeträchtlichen Konsumverzicht üben.


    Ein System, das Nichtstun belohnt, ist krank. Während der TE sich fragt, ob er sich für die Zukunftsvorsorge verschulden, auf Jahre hinweg Konsumverzicht üben und dabei Risiken eingehen soll, sitzen andere herum und lassen sich für das Nichtstun auf Jahrzehnte hinweg alimentieren. Ein solche System ist am Ende. Und an der Stelle ist die Frage berechtigt, ob das Niveau des Absicherungsnetzes, die Wohlfühltemperatur, nicht zu hoch ist.


    Und es gehört zum Thema. Da dieser Sachverhalt auch Auswirkungen darauf hat, ob und wie viele überhaupt Vorsorge betreiben oder betreiben wollen. Viele orientieren sich an andere und suchen entsprechende Meinungen, wie auch unser TE. Jetzt wird hierzulande diskutiert, wie man noch mehr alimentieren kann, wegen einer angeblichen Gerechtigkeit. Die Diskussion sollte mMn eher dahin führen, dass eine Alimentierung solche Hürden auferlegt bekommt, dass man mit allen Mitteln eine Vermeidung oder eine Befreiung aus eigenen Antrieb (ggf. mit subsidiärer Unterstützung) anstrebt.


    Von Subsidiarität sprechen wir hier aber oft nicht mehr. Die wäre ja an sich völlig in Ordnung. Es gibt aber eine steigende Tendenz, die 'Hilfe zur Nothilfe' als Dauerfinanzierung zu nutzen/missbrauchen. Und diesen Missbrauch muss man beenden. Sei es durch drastische Leistungskürzungen, verstärkte 'Lenkung' aber auch durch gezielte Förderung oder durch andere begleitende Maßnahmen. Das gilt auch für die Beitragsbemessungsgrenzen. Man könnte diese deutlich anheben oder gar abschaffen und im Gegenzug den maximalen Rentenbezug erhöhen oder nicht mehr deckeln. Dann würden auch die Besserverdienenden mehr einzahlen und die Finanzierung des Rentensystems stabilisieren. Auch jene, die nicht einzahlen, sollten es müssen. Jeder soll einzahlen, ohne Wenn und Aber. Gleichzeitig aber auch Bedingungen dafür schaffen, dass sich eine Nichtleistung auch nicht im geringsten lohnt, sondert kräftig sanktioniert wird. Ein solches Verhalten muss dem Verursacher richtig wehtun -und nicht nur ein wenig-, mindestens nach einer Phase, wo der Urspungsgedanke der Subsidiarität verloren geht und der potenzielle Leistungsempfänger den Grundgedanken 'aufkündigt'.


    Das ist doch (die unbequeme) Wahrheit. Wir erleben an der Stelle keinen Sozialstaat, sondern gehäuft Schmarotzertum zu Lasten der Gesellschaft.


    Viele reden immer vom Sozialstaat, aber saugen ihn aus, indem sie ihn bewusst und vielfach aus dem Kalkül heraus nettobelasten wollen. Und deshalb bewusst keine Vorsorge betreiben oder die Hemdsärmel hochkrempeln wollen. Aber die Packung Zigaretten soll dann ja schon täglich/zweitäglich im Leben (6 EUR?) enthalten sein.


    Man könnte es ja auch so machen: Beim Zigaretttenkauf muss man seine Sozialversicherungskarte vorzeigen. Und für jede Packung, die vom Sozialstaat bezahlt wurde, gibt es bei der kommenden Leistung einen betragsmäßig gleichen Abzug. Mehr Packungen im Monat = höhere Reduktion der Leistung. Weil Zigaretten (die als Beispiel für viele ähnliche Dinge dienen) eben nicht zur Subsidiarität gehören.

    Der, der nichts zurücklegen konnte, ging ins Restaurant, kaufte sich Zigaretten, fuhr in den Urlaub, ging zu Mc Donalds, ins Kino und und und.


    Und der konnte nicht? Aha.


    Ich habe zur Eingangsfrage des TE sehr spezifische und fundierte Informationen beigetragen: u. a. Link
    Ich gehe davon aus, dass das dem TE für seine Entscheidungsfindung durchaus nützlich ist.


    Meine letzten Postings bezogen sich auf Aussagen Dritter, die dem TE suggerieren, dass Vorsorge Bullshit ist. Ist das nun besser?


    Wenn Du Gebrauchtwaren als Neuware kaufst, kann man Dir nicht helfen.
    Wenn Du unfähig bist, den Händler mit dem Sachverhalt zu konfrontieren und den Kauf rückabzuwickeln, kann man Dir erst nicht helfen.


    Am Ende des Tages hat der Händler sprichwörtlich 'einen Dummen' gefunden.


    Was hat Apple damit zu tun? Das Unternehmen hat Dir kein Gerät verkauft, weil Du Dich bewusst dafür entschieden hast, es nicht bei Apple, sondern bei einem anderen HÄNDLER zu kaufen.


    Und wenn Du das immer noch nicht verstehen willst, dann kann man damit nur so umgehen:


    Don't feed the Troll.

    raix, das was Du beschreibst, steht ein wenig in einem anderen Kontext. Du beschreibst einen zweijährige Versicherungssituation, für die jemand Jahrzehnte (z. B. 25 Jahre) eingezahlt hat. Das kann ich ja noch ein Stück weit nachvollziehen. Er hat den Topf auch während seines Arbeitslebens großzügig mitfinanziert. Dann braucht sich dieser auch nicht genieren, wenn er für eine kurze Zeit eine Leistung bezieht. Am Ende des Tages bleibt er damit wohl weiterhin großzügiger Nettozahler.


    Ich beschreibe, wie man darauf als Staat reagieren sollte, wenn jemand in vollen Zügen das Leben im Jetzt genießt und in vollem Bewusstsein sich aktiv dafür entscheidet, keine Vorsorge zu betreiben. Die Motivation derer besteht darin, eine sehr lange Zeit auf Kosten der anderen leben zu wollen, die monatlich teilweise hohe Beträge in die Altersvorsorge in verschiedene Schichten/Modelle stecken.


    Und wenn Du, wie Du es beschreibst, den maximalen Rentenbeitrag bezahlst, dann kennst Du die Situation, dass Du eine noch höhere Lücke schließen musst (weil die Rentenvorsorge dann wegen des Cuts Beitragsbemessungsgrenze relativ zum Einkommen sinkt), möchtest Du Deinen Lebensstandard einigermaßen halten. Während Du also als Beispiel zwischen 500-1.000 EUR monatlich in Deine Zukunftvorsorge investierst, stehen da welche ohne Vorsorge da, die darauf setzen, dass der Staat sie alimentiert, was Du mit Deinen Steuern letztlich mitfinanzierst.


    Und am Ende des Tages zahlst Du immer höhere Steuern auf Deine Alterseinkünfte, damit Du diese Schmarotzer/Egoisten mitfinanzierst.
    Und da bin ich der Meinung, dass Sozialschmarotzer einen hohen Preis dafür bezahlen müssen, wenn sie sich derart unsozial verhalten und mit Kalkül auf das Geld der Anderen spekulieren.


    Mit Sozialstaat hat das nämlich nichts zu tun. Auch nichts mit dem Subsidiaritätsprinzip.


    Ich finanziere gerne die Rente eines weniger finanzstarken Rentners mit. Aber nur dann, wenn man auch erkennen kann, dass dieser trotz aller Widrigkeiten des Lebens es zumindest versucht hat, was zurückzulegen; und sei es ein lausiger Riester.


    Ich verabscheue es dagegen, jemanden mitzufinanzieren, der mit Kalkül den Karren an die Wand fährt, weil ja Dumme das eigene Unvermögen bezahlen. Und für diese Sorte sollte es genau das geben, was ich weiter oben beschrieben habe: Die Strafe der Gesellschaft: 5 Kg Reis pro Woche ...

    5 Kg Reiskörner pro Woche zum Kochen, 20 Liter Mineralwasser (Mehrbedarf Leitungswasser), pro Tag 1x Stück Obst, 1x Stück Gemüse, 1x pro Woche 200 Gramm Fleisch oder Fisch, alles in Form von Lebensmittelmarken und rein staatlicher Ausgabe (die man persönlich abholen muss), ein 10 qm Zimmer pro Person (ferngesteuerte Heizung mit Fremdkontrolle), Gemeinschaftstoilette/Dusche (2x am Tag, Wasserausgabe/Zeit der Wasserausgabe ist begrenzt), überschaubare Standardrationen für Hygienebedarf, medizinische Minimalversorgung und 10 EUR Taschengeld pro Woche, einen 37 cm TV im Gemeinschaftsraum, Surfen pro Tag 5 Min.oder 30 Min./Woche in sozialen Einrichtungen, 3x Waschgutscheine für eine Waschmaschinenbenutzung pro Woche, 3x Buch leihen in der Bibliothek, zwei Fahrten am Tag mit den Öffis im Umkreis max. 15 KM, 1x im Jahr Hin- und Rückfahrt innerhalb Deutschland mit dem Bummelzug bei nachvollziehbarer Begründung lassen einen nicht verhungern etc..


    Das ist eine Sprache, die man verstehen würde.
    Und Nachahmer deutlich reduzieren würde.