Beiträge von derAL

    Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Alles Geld in das Haus zu stecken ist ein sogenanntes Klumpenrisiko. Aus Sicht des Risikomanagements ist das hoch riskant hinsichtlich eines sicheren und renditestarken Vermögensaufbaues.


    Es ist ein Klumpenrisiko, natürlich. Meiner Meinung nach ist es eines der größten Klumpenrisiken, die natürliche Personen im Laufe ihres Lebens eingehen, mal von der Liebe zu Spareinlagen, Rentenpapieren und der regionalen Begrenzung von Anlageobjekten abgesehen.


    In der Frage des Vermögensaufbaus bzw. bei Fragestellungen der Vermögensallokation wird die selbstgenutzte Immobilie oftmals ausgeklammert, da sie primär keinen Anlagecharakter (sondern eher ideellen Charakter) hat und in der Regel daher keinen ordentlichen Ertrag liefert (es sei denn, man nutzt Teile geschäftlich über Untermietkonstruktionen innerhalb der Familie oder nutzt Sanierungs-Abschreibungen -die sich aber auch nicht immer lohnen-, wo man die dadurch erzielte Steuerersparnis als 'Ertrag' versteht, aber das sind eher spezielle Themen; in der Regel bei Normalfällen: wer kommt in dem Kontext schon auf die Idee, 10% seiner selbstgenutzten Immobilie abzustoßen, weil der Immobilienanteil am Gesamtvermögen zu groß ist?); im Unterschied zu Eigentumswohnungen, welche man im Sinne der Kapitalanlage nutzt (vermietet).


    Das kann man jedoch durchaus kritisch würdigen, weil es eine Frage der Perspektive, der individuellen Präferenz und natürlich der Lebensphase ist. Warum?


    Eine selbstgenutzte Immobilie kann sehr schnell -manchmal auch ungewollt- zu einem nachträglichen Anlageobjekt werden (neuer Job - Immobilie nun weit davon entfernt / Nutzungseinschränkungen durch das Alter, behindertengerechtes Wohnen etc.). Dann möchte man das Haus abstoßen/verkaufen und dann will es keiner (Liquiditätsrisiko) oder der Käufer zahlt dann deutlich weniger, als man ursprünglich dafür zahlte bzw. beim Verkauf erzielen wollte (Marktpreisrisiko).


    Aber nicht nur das. Das durch die Immobilienfinanzierung gebundene Vermögen bzw. die gebundenen Cashflows in der Finanzierungsphase können andere Ziele flankieren (Altersvorsorge, weitere Ziele). Das Argument 'Selbstgenutzte Immobilien als Altersvorsorge' wird zwar immer wieder hergeholt, aber die werfen meistens keine ordentlichen Erträge ab; zudem kommen regelmäßige Renovierung zum Tragen. Kann man dann das Haus und seinen Lebensunterhalt mit seinen Alterseinkünften auch noch gut oder dann nur noch sehr eingeschränkt tragen? Andererseits stehen sie in Opportunität zu Mietobjekten. Die Mieten steigen auch (auch langfristig unter Würdigung der demographischen Entwicklung?; bleibt abzuwarten). Was am Ende des Tages besser ist, ist regelmäßiger Streitpunkt unter Experten.


    Gute Berater oder CFP setzen sich im Gespräch mit ihrem Kunden/Klienten mit diesen Thematiken trotz des anfänglich nicht gegebenen Anlagecharakters dennoch auseinander. Denn diese Themen werden irgendwann einmal präsent werden (Gestaltung Lebensabend/Vermögensübertragung/Nachlassmanagement etc.). Eine Immobilie kann man auch teilen (Etagen separieren, vermieten). Und diese Flexibilität kann eine vom Kunden bevorzugte Präferenz sein, die man in der Beratung abrufen oder sensibilisieren sollte.

    :)


    Ok, dann ist alles klar. Mir sprang lediglich beim Stöbern der Threads die Zeile und das Bild ins Auge.
    Und dann dachte ich mir, 'häh, das ist doch ... und nicht ...'

    Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Hier ein Beleg von der Verhaftung vom Volkshelden Bachmann in Dresden, welches "uns" von der westlichen Lügenpresse verheimlicht wurde:



    Nur, weil ich das gerade gesehen habe -ohne mich der Diskussion anschliessen zu wollen; habe auch nicht alle Beiträge gelesen-; das Bild zeigt doch:


    - den russischen Oppositionspolitiker Alexei Anatoljewitsch Nawalny (Bilder)
    - bei seiner Festnahme während einer Demonstration
    - deshalb auch die abgebildeten russischen Einsatzkräfte


    1: am Ende ist dann der Lone Star - Verbund Ansprechpartner? Link: http://www.ardmediathek.de/tv/REPORT-MAINZ/Skrupellose-Geschäfte/Das-Erste/Video?documentId=618224&bcastId=310120 :D


    2: Und? - alle Baufinanzierungskonditionen sind im letzten Jahr weiter (c. p.) gesunken


    3: Stichwort BGB-Option §489 1 (2) - Kündigungsrecht nach 10 Jahren; (IRONIE AN) dies oder die implizite Option daraus war für die Bank bei der Bepreisung sicherlich unbedeutend (IRONIE AUS) ... über diese Bank dürfen wir vermutlich demnächst wegen ihrer riskanten Kreditrisikostrategie diskutieren


    4: Richtig, das sind dann mehrheitlich diejenigen, die in Plusminus über Abzocke und die bösen Banken referieren dürfen (ick kann ja nicht jafür) oder sich bei der Zwangsversteigerung ans Haus ketten.


    Einige hier sprechen aus ihrer jahrzehntelangen und aktuellen Berufserfahrung vor Ort und haben Tragödien gerade wegen solcher Geschichten vor Ort miterlebt. Etwa, wenn eine junge Familie mit zwei kleinen Kindern (fast) kein Geld mehr bekommt (bis auf die Pfändungsfreigrenze), vor dem Nichts steht und zunächst in einer örtlichen Notunterkunft unterkommen muss, bis eine andere Lösung mit dem Sozialamt erarbeitet werden kann.


    Auch ich habe in meinen jungen Berufsjahren ähnliche Situationen erlebt. Nun betrachte ich die Dinge aus der global-abstrakten und konzentrierten Sicht des Risikomanagements.


    Aber bitte, wenn Du meinst, dass diesen erfahrungsinduzierten Ansichten und Einschätzungen weniger beizumessen ist, als die Einschätzung eines ökonomischen Mikrokosmos (mit individuell gesetztem Hintergrund), dann kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln, gerade dann, wenn jemand in vernünftiger Art und Weise um Erfahrungen bzw. Einschätzung -auch zur eigenen Risikobeurteilung- bittet.


    An der Stelle sei abschließend noch gesagt: Das Risiko tut immer erst dann furchtbar weh, wenn es zuschlägt. Vorher ist es angenehm ruhig und kein Problem.


    Edit: Noch was für Dich mit Querverweis auf unser anderes Thema 'FMFG': Lone Star ist übrigens auch der Eigentümer der DüsselHyp, der Bank also, die durch die Hype-Alpe-Adria-Heta-Austria-Kärnten-Geschichte (ein wirklicher europäischer Skandal; Austria: wir halten uns nicht mehr an unsere Zusagen/Garantien als Eigentümer und verhängen über Nacht ein Moratorium) gestützt werden musste:


    http://www.wiwo.de/unternehmen…-duesselhyp/11508572.html


    Ein Schelm, der Böses dabei denkt ...


    :cool:

    Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Es kommt grundsätzlich nicht darauf an, wie viel das Haus wert ist, sondern wie es um die Bonität bestellt ist. Sonst würde überhaupt keiner einen Kredit (zum Konsum) bekommen; da kaum ein gekaufte Sache im Wert permanent steigt oder gleichwertig stabil bleibt.


    Daher ist diese These quatsch. Zwei verheiratete Beamte mit je einem durchschnittlichen Gehalt können z.B. bis zu 100-120% des Wertes bekommen, also quasi Vollfinanzierung + xx, da die Bank auf jeden Fall an ihr Geld kommt, da Beamte selten arbeitslos werden (Natürlich gibt es auch da Ausnahmen und Privatinsolvenzen) und der Wert des Hauses eben auch noch vorhanden ist.


    Keine seriöse Bank macht das so, wie Du es beschreibst.


    In der Regel muss der Kunde 20% Eigenkapital (je nach Bonität/Absicherung auch mal Ersatz durch Risikolebensversicherungen) mitbringen sowie die Erwerbsnebenkosten (Grunderwerbssteuer je nach Bundesland/Makler/Notar/Grundbuch) selbst aus Barmitteln außerhalb der Kreditfrage bezahlen können.


    Edit: Ansonsten bin ich bei Goyale und Jof.


    Gründe:
    - Vollfinanzierung
    - Überfinanzierung/Untersicherung des Objekts (Stichwort Beleihungswert/-Grenze: https://www.pfandbrief.de/cms/_internet.nsf/tindex/de_23.htm)


    Dazu kommt, dass die Hypothekenzinsen so niedrig sind, wie noch nie zuvor in Deutschland.
    Wir haben Rekord-Tiefststände bei den Baufinanzierungs-Konditionen.


    Könnt Ihr Euch die Raten (Tilgung + Zinsen) auch dann leisten, wenn nach dem Ablauf der Zinsbindung die Zinssätze deutlich höher sind als heute?


    Dazu kommt auch, dass die Immobilienpreise in den letzen Jahren ebenso rekordverdächtig deutlich angezogen haben:


    Anbei die jüngsten Daten zur Preisentwicklung von Immobilien vom VDP (Verein Deutscher Pfandbriefbanken, siehe PDF-Dokument insbesondere auch Seite 3 Mitte, Wohnen, in den letzten zehn Jahren um 22% im Durchschnitt):


    https://www.pfandbrief.de/cms/…24F196A4C1257DEE0039FD1D/$FILE/dt_Q4_2014_final.pdf?OpenElement


    Sollten die Immobilienpreise wieder zurückgehen, kann das dazu führen, dass die Werthaltigkeit der Immobilie in Bezug auf die Restkreditforderung relativ (Beleihungsgrenze) noch schlechter wird. Selbst Experten streiten über die Frage, ob in Deutschland eine Immobilienblase entstanden ist, bald entsteht oder doch nicht. Was passiert, wenn es wieder herunter geht? Was kann daraus dann folgen: Forderung der Nachbesicherung? Könnt Ihr das?


    Wie hoch ist die Tilgung pro Jahr? Bei einer Vollfinanzierung galt früher die Faustregel mindestens 2%, allerdings sollte er unter Würdigung der aktuell sehr niedrigen Zinsen eher 4-5% betragen, also deutlich höher liegen.


    Wurden turnusmäßige Renovierungen während der Kreditphase berücksichtigt?
    Lebensplanung vollständig eingeplant (Kinder, Ausfall Gehalt wegen XY)?


    Wie wurden die monatlichen Lebenshaltungskosten (Essen, Kino, Schuhe, normale Versicherungen) bzw. monatliche Ausgaben kalkuliert? Wurde dort eine zukünftige Steigerung der Lebenshaltungskosten berücksichtigt? Wurden dort höhere Nebenkosten kalkuliert (Strom/Gas/Wasser in der Regel Mehrverbrauch als in Wohnung)?


    Wurden Rückstellungen für Renovierungen einkalkuliert, die nach Jahren nach der Erstrenovierung anfallen (XY EUR pro Quadratmeter)?
    Zukünftig anfallende Versicherungen für das Objekt (Wohngebäudeversicherung, Elementarversicherung)?


    Und und und.


    Die obigen Beispiele stellen nur einen kleinen Auszug dar, worüber man nachdenken sollte.
    Die Frageliste sollte in der Praxis wesentlich länger sein. Eine seriöse Bank behandelt ausführlich solche Themen bei der Beratung.


    Meine persönliche Empfehlung:


    Ich würde mich unabhängig von dem Finanzberater von zwei seriösen Banken (z. B. auch von Hausbank) unabhängig voneinander beraten lassen und dort genau, also vollständig rechnen und nicht durch eine rosarote Brille.


    Letztlich geht es um die Frage, wie Dein zukünftiges Leben (und das Deiner Familie) durch eine solch große Entscheidung über Jahrzehnte beeinflusst wird.

    Wollte Google nicht sein Uhrensystem für die Nutzung am iPhone flott machen?


    Apple hat sich, wie ich 2014 die zwei Alternativen beschrieb, für Plan 1 entschieden und ist gleich in das hochpreisige Segment (auch wenn das zunächst vom Risiko nicht ohne ist, wer tauscht schon seine Jaeger dagegen aus?), Plan 2 wäre die Kooperation gewesen.


    Auch TAG Heuer hatte ich als einer der ersten technikaffinen Schweizer benannt (deshalb habe ich meinen früheren Beitrag nochmals hoch geholt). Dass die sich Google herausgesucht haben, ist überraschend, trotz der früherern Handy-Koop. Auch wegen der Abwerbung des TAG-Vize.

    Gerade bei Sachbüchern ist ein Ebook wunderbar. Beispiel meiner Zunft: MaRisk Standardwerk Hannemann mit entsprechenden Kommentierungen, rd. 1.400 Seiten. Suchbegriff, kurzes Rattern und es haut mir alle Passagen raus, die ggfs. relevant sein können. Das schafft das analoge Buch nicht. Und Du bringst mehrere Nachschlagebücher, Ausschnitte, PDF-Dokumente gleichzeitig mit der Leichtigkeit einer Feder im Tablet unter. Auch sind bei vielen Ebooks Kommentierungen, Notizen, Lesezeichen möglich wie ein Sync (z.B. wo habe ich aufgehört zu lesen) zwischen all Deinen Geräten.


    http://www.welt.de/138594063 - TAG Heuer macht es mit Google

    Schon mal auf Basis Onleihe gesucht (Online-Bibliothek)? Es gibt freie Bibliotheken wie z.B. Oldenburg, die für jeden (also auch für Nichteinwohner) gegen eine Mitgliedausweis (8-20 EUR im Jahr) Online-Leihen anbieten. Dann bekommt man eine Downloadmöglichkeit des geliehenen Titels mit zeitlich beschränkter DRM.


    Edit: Ach, harlekyn hat ja schon was zu geschrieben ...