Zitat
Original geschrieben von Temposünder
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Da täuscht Du Dich aber bzw. dürftest ziemlich alleine dastehen mit dieser Meinung. Wenn nicht eBay was denn dann?
Ebay mag allenfalls eine Orientierungshilfe sein, aber das war es dann auch schon.
Es ist jedoch kein Maßstab.
Der Preis bei Ebay hängt entscheidend davon ab, ob zum Zeitpunkt des Angebotsablaufs eine ausreichende Nachfragemenge existiert hat, die unter normalen Marktbedingungen dort handelt. Gerade das findet aber oftmals nicht statt. Oftmals endet ein Angebot mit einem oder zwei Nachfragen oder ein 1.000 EUR-Produkt geht für 50 EUR weg, weil zu dem Zeitpunkt keine Nachfrage stattfand (Feiertag, andere Gründe etc.).
Edit: Ein Tipp für Ebay-Bieter lautet etwa 'Suche nach Produkten, die während wichtiger Fußballspiele (oder ähnlichen Ereignissen) auslaufen.' Das nenne ich mal ein faire Grundlage für den Handel :p. Ein anderer 'Vermeide Trends und Modeerscheinungen. Wenn eine Ware neu auf dem Markt erschienen ist, gibt es in der Regel mehr Kaufinteressenten, als wenn einige Zeit verstrichen ist.' Das gleiche Produkt, das für 50 EUR am Montag weggehen kann, kann am Dienstag für 1.600 EUR weggehen, obwohl das Angebot nahezu identisch war. Es hängt an der Liquidität bzw. der Menge der Nachfrager oder der Menge der Auktionsablaufanbieter. Auch gibt es immer wieder Berichte, wo vermeintlich Preise hochgetrieben werden oder Höchstgebote kurz vor dem Ende zurückgezogen werden, so dass der wesentlich günstigere Preis gültig wird.
Im Zweifel besteht auch keine gute Informationseffizienz. Es ist ja nun nicht so, dass den Teilnehmern das Produkt im Sinne eines plakativen Angebots beworben wird. Im Zweifel kennt die Nachfrage das Angebot gar nicht, weil es nicht aktiv danach gesucht hat. In TT findet man aber alle Angebot in einer Timeline. Bedeutet, Du siehst das Angebot Telefon, darunter das Angebot Auto (obwohl Du es gar nicht aktiv gesucht hast) und darunter das Angebot Boxen und kannst darauf reagieren. Kannst Du das bei all den Ebay-Angeboten? Nein, nur wenn Du es aktiv suchst. Und genau deshalb ist die Nachfragequalität und die Bedingungen, unter denen dort Geschäft abgewickelt werden, im Sinne eines Maßstabs wie einer fairen Preisfindung zweifelhaft, da der Marktplatz volatile Preise generiert, weil es auf der Angebots- und Nachfrageseite oft zum Gebots- oder Nachfragemangel kommt. Und eine Preisfindung unter dem Damoklesschwert der Illiquidität auf beiden Seiten ist in der Regel nicht nachhaltig fair.
Hier ist es das, weil ja genügend aufschreien, wenn jemand etwas für 100 EUR verkauft, obwohl es nur 80 EUR wert ist. Leider erwischt Ihr die andere unfaire Partei nicht, die vor dem Kauf alles schlecht redet, um den Preis zu drücken. Inwieweit ist hier dann der unerfahrene Anbieter geschützt?
Hier ist es manchmal sogar so, dass jemanden zum Vorwurf gemacht wird, dass er z. B. das Sonderabverkaufsprodukt zu 200 EUR anstatt 100 EUR verkaufen möchte (der Lümmel), dieser aber das Produkt vor einem halben Jahr zu 400 EUR gekauft hat, die Aktion vor 2 Monaten abgelaufen war und dieser die Aktion überhaupt gar nicht kannte. Aber die 100 EUR sollen jetzt auf alle Ewigkeit der Maßstab sein? Das ist genauso gaga.
Was ist nun Deine Grundlage des obigen Ebay-Beispiels: 50 EUR oder 1.600 EUR?
Was ist Deiner Meinung nach fair?
Wie Du siehst, gibt es immer zwei Seiten der Medaille.
Und da stehe ich gerne allein mit meiner Meinung da.
Die Mehrheitsmeinung war noch nie ein gutes Geschäft.