Beiträge von derAL

    Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    ...
    Weil selbst ebay.kleinanzeigen.de bis zum 19.09.14, 10.15h, sämtliche Anzeigen mit einem iPhone6 gelöscht hat und selbst jetzt noch löscht, wenn "Unklarheiten" auftreten. Eine entsprechende Antwort habe ich vom Kundenservice erhalten und kann sie hier auch gerne bei Bedarf posten ...


    Ich gehe jetzt nicht davon aus, dass Du hier den Moralapostel gibst und gleichzeitig das Gespräch mit dem Kundenservice von Ebay suchst, weil ggfs. ein eigenes Spread-Angebot gelöscht wurde. Oder etwas doch? :p


    Die Grenzen sind schwierig. Wir sollten versuchen, eine faire Balance herzustellen, die alle Interessen gleichmässig fair berücksichtigt:


    - frei marktwirtschaftlich genug, dass wir einen fairen Spread akzeptieren, innerhalb derer sich Handelspartner in einer guten Atmosphäre fair und freundlich miteinander handelseinig werden können, ohne dabei öffentlich sofort wegen dieses fairen Spreads als Halunken diskreditiert zu werden, was sie ja nicht sind.
    - einen starken Ordnungsrahmen definieren, der tatsächlich schwarze Schafe aussondert, die die Grenzen des fairen Spreads überschritten haben; bei einer Wiederholung gerne im Sinne einer Konsequenzkultur (Verwarnung/gelbe Karte/befristete Sperre/Vollsperre)
    - es dabei aber auch nicht zu übertreiben, als lebten wir in der absoluten Planwirtschaft/im Kommunismus. TTlern kann man durchaus zutrauen, dass sie sich innerhalb des gesetzten Ordnungsrahmens frei und in Eigenverantwortung selbst bewegen können.


    Ich bin hier durchaus bei Uelmuek (der es mMn nicht übertrieben hat) und bei den Gedankengängen von Mozart40. Weshalb sich einige derart streng bei mMn fairen Spreads echauffieren, kann ich nicht wirklich verstehen (auch, weil einige davon selbst als knallharte Preisdrücker bei eigenen Interessen auftreten). Es erweckt den Eindruck, als neidet man den möglichen Erfolg (auch einer schnelleren Gerätezuteilung) oder den Aufwandsausgleich oder beides davon eines Dritten, den/die man um jeden Preis zu verhindern versucht (warum auch immer). Das hat für mich auch ein Geschmäckle. Nix für ungut an der Stelle.


    Wenn man es so scharf stellen möchte, dann passt das gegenwärtige praktizierte Augenmaß auch nicht wirklich dazu. Zur Gleichbehandlung aller Angebote müssten dann ja alle erdenklichen Spreadangebote gelöscht werden, also wirklich alle ganz gleich welcher Größenordnung und Art. Das passiert aber ja gerade nicht. Der Daumen scheint bei der Entscheidung pro oder contra Gebot zu zittern und dann willkürlich nach oben oder nach unten bei der Frage zu springen, was gelöscht oder akzeptiert wird. In dem Kontext kann ich es zum Beispiel nicht verstehen, weshalb ein Spread bei kleinen EUR-Größenordnungen von 15 EUR in Ordnung sein soll und bei deutlich größeren von 50 EUR nicht. Wo ist hier die Grundlogik? Die Fairness? Die funktionierende wie klar für alle geregelte Handelsplattform? Sollte diese nicht stringent klar und grundsätzlich geregelt sein? Weshalb fördern wir dann eine unterschiedliche Handhabe? Ich kann sie an solchen unterschiedlich gehandhabten Einzelentscheidungen nicht klar nachvollziehen. Könnt Ihr das? Wie gehen wir mit Presenter-Geräten-Spreads um? Cut auch wie beim iPhone, also Einkaufspreis? Wo ist der Unterschied zum iPhone 6? Oder mit reduzierten iTunes-Gutscheinen (45 EUR anstatt 50 EUR, obwohl es solche Gutscheine sehr häufig mit 20% Rabatt, also mit 10 EUR-Nachlass für 40 EUR gibt; das ist ein 12,5%-großer Spread, aber offenbar akzeptiert, wieso? 50 EUR von 999 EUR entspricht im Vergleich dazu nur lausige 5,0% -> das ist aber nicht akzeptiert; an der Stelle ein großes Fragezeichen).


    Unabhängig davon: Einen unfairen Spread zu melden, halte ich dagegen für moralisch lobenswert.


    Wenn wir bei der Preisgestaltung zu radikal eingreifen, schaden wir dem 'Biete & Suche'. Halten wir dagegen Augenmaß und Balance, fördern wir es. Aktuell empfinde ich es leider eher so, als geht die Entwicklung hin zum radikalen wie übertriebenen Eingriff und zur Schädigung. Die aktuelle Lösung halte ich daher für unglücklich für alle Interessen beider Seiten und für die TT-Handelsplattform insgesamt.

    Es gibt eine halbwegs ausreichende Vergütung für das nebenberufliche Studium und die nennt man Steuererstattung auf Basis höherer Werbungskosten. Und diese kannst Du unabhängig davon absetzen, ob Du eine Semesterprüfung erfolgreich beendet oder nochmals wiederholen musst.


    Ausserdem empfehle ich folgende Grundhaltungen:


    (1) Man muß ins Gelingen verliebt sein, nicht ins Scheitern. (Ernst Bloch)


    (2) Unsere Zweifel sind Verräter und häufig die Ursache für den Verlust von Dingen, die wir gewinnen könnten, scheuten wir nicht den Versuch. (William Shakespeare)

    Das ist das mittlere Einstiegsgehalt. Du musst die Lohnsteigerungsperspektiven nach der Anfangsphase betrachten und die Tatsache, dass Du bis 67 arbeiten musst. Was Du auch nicht berücksichtigst ist, dass Du mit Deinen 1.700 EUR netto so gut wie keine adäquate Vorsorge (Berufunfähigkeit, sonstige Versicherungen) wie Altersvorsorge betreiben kannst. Auch der Aufbau von Vermögenswerten ist damit kaum möglich.

    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    (1) Genau diese "Absetzbarkeit" hilft aber nur Leuten die schon gut verdienen. Also normaler Student mit kleinem Nebenjob, oder einem Callcentermitarbeiter der auf Halbzeit downgegradet hat um sich weiterzubilden, verdient ja nur noch so wenig, das er kaum noch Steuern zahlt und deshalb ueberhaupt nichts absetzen kann. :(


    (2) Denke viele wuerden garnicht unbedingt eine praechtige Entlohnung erwarten, sondern denke so 1.700 Euro netto wuerden viele schon reichen. Vor allem wenn sich dann die Arbeitsbelastung im vernuenftigen Rahmen bleibt... bei 35-Wochenstunden ...


    zu (1):
    Deswegen schrieb ich ja davon, dass Qualifizierung (anstelle Mindestlohn) gefördert (teilfinanziert bzw. vollfinanziert bei gutem Erfolg) werden soll: 'Und anstelle des ... Mindestlohns zu fördern, damit eine Fortbildung trotz schmalen Budgets möglich ist ... EIGENVERANTWORTUNG ... Selbsthilfeprinzip ... Anschubfinanzierung.


    Könnte so aussehen: Man bekommt ein zinsloses Darlehen. Je schneller und je besser man abschließt, desto weniger (bis gar nichts) muss man später zurückzahlen. Das kommt dem Staat unter dem Strich günstiger als der Mindestlohn, da er so schneller Steuerzahlungen zurückbekommt und auch nicht den vollen Sozialversicherungsbeitrag alleine über die Allgemeinheit bezahlen muss. Auch kommen Beiträge zurück, die andere Dinge finanzieren, wie etwa die Renten- oder Pflegesysteme. Auch hätte ein insgesamt höheres Bildungsniveau für den Standort Deutschland einen positiven Effekt. Dagegen stiftet der Mindestlohn keinen nachhaltigen Nutzen für den Betroffenen (er bleibt ja weiterhin geringqualifiziert) bzw. volkswirtschaftlichen Nutzen. Und später geht der Mindestlohn nahtlos in die Sozialhilfe über, weil der Betroffene nie eine Chance bekommt, Altersvorsorge zu betreiben. Und diese Sozialhilfe bzw. Mindestrente zahlt dann letztlich auch wieder die Allgemeinheit. Und dazu kommt, dass dieser nie selbst einen Beitrag für die Allgemeinheit stiften kann.


    Der Mindestlohn schafft somit nicht nur für den Betroffenen ein Dauerproblem, sondern auch ein gesamtgesellschaftliches Dauerproblem. Qualifizierung und Spezialisierung schaffen dagegen eine echte Perspektive für den Betroffenen und für die Allgemeinheit.


    zu (2):
    35 Wochenstunden? 1.700 EUR netto? > macht unter Berücksichtigung von Steuern, Sozialversicherungsbeiträgen, Weihnachtsgeld etc. ein Jahresbruttogehalt rund 42 TEUR + ggfs. Erfolgsprämie.


    Zum Vergleich der Mittelwert für Brutto-Einstiegsgehälter von Hochschulabsolventen:


    36 TEUR + ggfs. Erfolgsprämie bei kleinen Unternehmen unter 100 Angestellten
    42 TEUR + ggfs. Erfolgsprämie bei großen Unternehmen mit über 5.000 Angestellten


    40 Wochenstunden sind Standard in den meisten Tarifverträgen. Dazu werden gerade in den Anfangsjahren/Bewährungsphase viele Überstunden und ein engagierter Einsatz erwartet.


    Wieso sollte also ein Geringqualifizierter (mit mindestens 20 Std. geringeren monatlichen Arbeitsstunden) relativ betrachtet mehr verdienen, als ein Hochschulabsolvent mit gutem Abschluss, der nach x Jahren Studium in den Beruf eintritt?
    Oder mehr verdienen als ein Jungangestellter, der sich am Abend/Wochenende nebenberuflich sukzessive und zunächst selbstfinanziert (abzüglich Steuererstattung) fortbildet? Unter dabei noch 'unter großen doppelbelastenden Anstrengungen'?


    Das ist doch nicht realistisch. Mit Verlaub.

    Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Ganz einfach. Dafür ist das Rückgaberecht da. Du hast beide bestellt und dich für eines entschieden. Warum sollte dir da jemand deine Zeit bezahlen?


    Gegenfrage: Warum würde das jemand tun? Weil er nicht vier Wochen Zeit absitzen möchte und so die Möglichkeit hat, es deutlich schneller zu bekommen? Und es ihm in dem Kontext vielleicht wert ist. :p


    Aber lassen wir das. Die Würfel sind gefallen ...

    Zitat

    Original geschrieben von nicknackman
    Mal ne Frage an die 6+ Besitzer .
    Ist das Iphone nun wirklich so ein riesen Gerät oder fühlt es sich durch die Baumaße gar nicht so groß an?


    Auch wenn ich es erst am 30.09. geliefert bekommt.


    Es soll sich anfühlen wie also ob Du mit einer Milka-Schokoladen-Tafel telefonierst.


    Schaut zwar blöd aus (muss man ja nicht auf der Strasse machen), aber so lässt das gut nachempfinden. Gut, ist nochmals 76 gr schwerer. :D ;)

    Ob wir bei dem klaren wie scharfen Cut auf den Standardpreis ohne Würdigung der Verfügbarkeit das 'Biete & Suche' beleben, bleibt abzuwarten.


    Ein geringer Spread hätte mMn zumindest bewirkt, dass mehr im vernünftigen Rahmen liegende Angebote platziert worden wären. Einige TTler hätten sich vermutlich lieber eine bessere Verfügbarkeit gewünscht und diese vernünftigen Spreads auch gerne akzeptiert.


    Dennoch hätten wir dabei die schwarzen Schafe aushebeln können, die es einfach übertreiben.


    Auch, wenn ich persönlich einen geringen Spread akzeptiert hätte, respektiere ich die Entscheidung. Nun gilt es, diese umzusetzen. Und dabei helfe ich wie zuvor auch gerne mit. :)