Zitat
Original geschrieben von CV990i
Spekulation über die Verschmelzung der Apple Watch mit Premiumarmbanduhren erstaunt mich - ich kann mir so etwas überhaupt nicht vorstellen.
Die Premiumuhrenhersteller tun nichts anderes als wirkliche Luxusprodukte anzubieten. Mit Nutzen oder Vernunft hat das ... nichts mehr zu tun ... Herrenschmuck oder Sammlerobjekte ... traditionelle Handwerkskunst und Mechanik ... als zukünftige Erbstücke gekauft, Reiz des Zeitlosen...
Wie kann es funktionieren, State-of-the-Art mit anfälliger Technik ? Eine Patek Philippe mit Apple-Watch ... Luxusuhrenhersteller laufen Gefahr der Verwässerung
"Luxus" passt nicht zu Apples (Selbst-)bild. "Premium" vielleicht. Welcher Uhrenhersteller ist "Premium" ohne "Luxus" zu sein? Omega, Rolex, Breitling, IWC und Konsorten alle nicht. TAG Heuer ist vielleicht wirklich hart an der Grenze, da experimentierfreudiger.
Was Modehersteller angeht, stimme ich dir zu, das kann ich mir auch gut vorstellen. Uhren ... eher Accessoires.
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Gerade das macht den Markt ja so spannend. 
Das größte Manko dieser Uhren, bei aller Handwerkskunst ist doch, dass sie hinsichtlich dieser neuen Entwicklungen keinen Mehrwert bieten.
Ein derartiges Experiment kann gleichwohl funktionieren, wenn Apples Watch-Technologie sich nahezu nahtlos integriert. Man stelle sich eine Rolex vor, die so aussieht wie eben eine Rolex optisch aussieht. Auch die Krone ist so wie immer. Der einzige Unterschied besteht darin, dass man einen an und für sich unsichtbaren Bildschirm über Touch oder über die Krone (optisch Rolex, technisch Apple) hinzuschalten kann. Auch der Boden ist nahezu identisch, lediglich die Sensorenkreise sind da. Für einen normalen Blick auf die Uhr damit nicht erkennbar. Im Inneren läuft die Mechanik wie immer. Bei leicht veränderter etwas größerer oder dickerer Gehäuseform ist perspektivisch eine verkleinerte Watch-Technologie integriert, ladbar über das Magnet-Ladegerät.
Ich spreche nicht von absoluten Luxusuhren, die deutlich im fünfstelligen Bereich liegen. Aber selbst bei Rolex gibt es ein Einstiegssegment. Das Problem aller Uhren- und damit auch Premium- oder Luxusuhrenhersteller ist doch, dass deren Strahlkraft abnimmt. Gerade die jüngere Generation hat in Sachen Statussymbol andere Werte als die ältere. Das kann man auch bei anderen Gütern, etwa Luxusautos erkennen. Die Bedeutung lässt nach. Auch die Schweiz merkt das, sie schwelgt in Bezug auf ihre Uhrengeschichte in Nostalgie und bekommt ganz glänzende Augen, wenn sie an das Früher zurückdenkt. Lediglich die Eurokrise und die Angst vor einem Verfall des Papiergeldes hat in bestimmten Segmenten eine Zusatznachfrage generiert. Gäbe es diesen Sondereffekt nicht, sähe es da schon anders aus. Zudem kommt, dass auch dort der Wettbewerb intensiver geworden ist und man mit billigen Marken, die auch Saphir und ETA-Laufwerke in gute Uhren verbauen, wenn auch nicht auf gleichem Niveau.
In der Branche sucht man auch nach Antworten, wie man der Definition von Status und materialistischen Denken der jüngeren Generation und damit der zukünftigen Kundschaft begegnet.
Dort würden solche Uhren neue Impulse schaffen.
Aus dem Grund bin ich mir sicher, dass es in dem Bereich Kooperationen geben wird, natürlich zunächst im 'Einstiegssegment' derartiger Marken, wenn man das mal so nennen mag. Ich definiere das im Bereich 1.850 EUR - 6.500 EUR.
In diesem Segment bestehen Potenziale und auch ebenso Spielräume für Kooperation oder Sondereditionen.
Oder schau auf eine Longines für Preise ab rd. 650 EUR.
Oder etwa Burberrys. Daneben natürlich die anderen vermeintlichen 'Fashion'-Marken, die im Grunde nur Plunder verkaufen. Eine Guess-, Michael Kors -, Armani- und-wie-sie-alle-heißen-Uhr mit Quartz (!; das muss man sich mal vorstellen) oder eine TW Steel mit Japan Werk.
Die neuen Apple-Mitarbeiter an Bord kommen alles aus diesen Bereichen, sind sehr gut mit der Modewelt oder deren Firmen (LVHM) vernetzt, man kennt sich, man kennt auch Paris und die Schweiz und deren Mode-Botschafter. Solche Namen machen die Mode- und Uhren-Branche neugierig. Fashion-Leute werden zur Keynote geladen.
Es geht nicht darum, eine Patek oder Jaeger zu verwässern, es geht um neue Potenziale. Und hier gibt es für beide Seiten -Apple und der Uhren-/Modeindustrie- Synergien. Beide könnten profitieren.
Man stelle sich vor, die Apple-Watch schlägt nach 2-3 Modellzyklen so richtig ein und Apples Designteam schaffen weiter neue und noch mehr emotionale Uhren. Und es wird als Fashion und Lifestyle angenommen. Dann stelle man sich weiter vor, der Markt entwickelt sich so wie der Smartphonemarkt. Und dann, wenn Apple bei einem der Marken anklopft.
Die Schweiz könnte tatsächlich kapitulieren.
Das schätze ich perspektivisch so ein, auch wenn ich mich als ETA-Automatik-25-Steine-Saphirglas-1000ft=300M-Swiss-Made-Einsteigerstufe-1-oder-2-Träger oute, weil ich auch das leichte Laufen des Sekundenzeigers bei 28,8 Tsd. Halbschwingungen pro Stunde schätze; und auch wenn es natürlich noch feinere und wesentlich edlere Sachen gibt. Einer Kombination stünde ich allerdings ebenso aufgeschlossen gegenüber. Für ein Uhrenupdate nach fünf Jahren, welches beide Welten beinhaltet, hätte ich persönlich nichts dagegen. Gerne auch für die nächste Uhrenstufe nach der Einsteigerstufe-1-oder-2-Uhr.
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