Es sollte keine Reihenfolge, sondern lediglich die drei Themenblöcke darstellen.
Grundsätzlich pflichte ich Dir bei.
Ich würde jedoch den Rest gedanklich noch vor die Altersvorsorge stellen. Zumindest bei der Frage, welche für den einzelnen Sinn ergeben. Warum?
Krankenzusatz und Pflege sind von der gesundheitlichen Ausgangslage abhängig. Ein komplizierter Knochenbruch nach einem blöden Sturz vom Fahrrad oder eine beginnende Erkrankung kann den Eintritt in die Kranken/Pflege bereits verhindern oder zumindest erheblich stören/verteuern/Leistungen ausschließen. Unabhängig davon steigen die Beiträge zumindest grundsätzlich, je älter man bei Abschluss ist.
Apropos Pflegeversicherung: Ich zahle aktuell rund 26 EUR bei 100/60/30 EUR am Tag + Einmalzahlung von 60 jeweiligen Tagessätzen bei Ersteintritt in eine Pflegestufe (Pflegestufen III/II/I; Dynamisierung entsprechend der Entwicklung der allg. Lebenshaltungskosten). Beispiel: Würde ich heute in die Ier kommen, erhalte ich monatlich 900 EUR und einmalig 1.800 EUR; bei der IIIer monatlich 3.000 EUR und einmalig 6.000 EUR (wobei letzteres unwahrscheinlicher ist, da es ja meistens erst mit der Ier los geht). Dazu kommen noch die staatlichen Pflegesätze.
Hier sollte man (weitere Empfehlung) mit seinen Eltern auch mal das Gespräch suchen. Kinder müssen ihre Eltern ggfs. pflegen bzw. die Kosten für die Pflege übernehmen. Dies machen die meisten sicherlich gerne für ihre Eltern, die sich ja im Umkehrschluss stark um die Kinder kümmerten und dafür so manches Opfer brachten. Unabhängig davon: Tritt so ein Fall ein, kann das das eigene Vermögen stark mindern. Auch im Sinne der Vermögensübertragung/Erbfolge kann durch einen eintretenden Pflegefall bei der Eltern das finanzielle Risiko beträchtlich sein. Das sollte man ebenso (unter Vorsorgegesichtspunkten im Blick haben). Eltern können für die Nachkommen auch ein hohes finanzielles Risiko darstellen, das man mit den Eltern gemeinschaftlich absichern/abfedern sollte.
Hausrat ist für mich ein Basisrisiko. Und Rechtschutz (Recht haben versus Recht bekommen) in unserer überjuristischen Gesellschaft sowieso. Ich habe etwa eine Vollrechtschutz ohne Selbstbeteiligung.
Letztlich hängt es wie so vieles von der individuellen Situation ab:
- Berufsunfähigkeit: Büroangestellter versus Dachdeckermeister oder Friseuse/Kosmetikerin; alle können berufsunfähig werden, keine Frage; jedoch ist der Büroangestellte bei der Arbeit sicherlich flexibler und individueller einzusetzen als etwa der plötzlich mit Gleichgewichtsstörungen/Dauerschwindel geplagte Dachdeckermeister oder die gelernte Friseuse/Kosmetikerin, wenn etwa eine auftretende Allergie auf Friseursubstanzen/Pflegeprodukten eine Ausübung des gelernten Berufs schier unmöglich macht.
- Hausrat: Die erste typische IKEA-Bude oder die hochwertige Einrichtung?
Edit: Wie es auch Nordisc zutreffend beschreibt, ist die Balance und das Augenmaß das Entscheidende:
> sich zu Tode sparen ist doof
> Askese macht keinen Spass
> Zukunftssorgen auch nicht
> mit dem Superschlitten anzugeben, hilft einem nicht zum Lebensglück
> und jeden Tag Hummer essen und Champagner schlürfen wird mit der Zeit auch eintönig
> um es mit Ringsgwandl zu sagen: '... frag amol den Deifi oder den lieben Gott, und die sagn (beide): NIX MITNEHMA!'
> oder um es mit den Black Crowes zu sagen: 'Luxury is temporary then it's gone ...'