Frank:
Das hat ja bis jetzt auch noch keiner bestritten. Wie gesagt, ich prüfe bei meiner Positionen regelmäßig die Werte/ Entwicklungen, auch die meiner LV.
Dennoch: Die Gemengelage ist herausfordernder geworden. Fraglich ist, ob die Entwicklung der Vergangenheit auch zukünftig Bestand haben wird, insbesondere, was die Ertragsstabilität und -kontinuität betrifft. Die Situation damals war ja eine andere als Heute.
Heute haben wir stürmische Zeiten, die auf die Versicherer zukommen. Man könnte auch sagen, dass die Vorboten des Sturmes bereits angekommen sind. Erste Blitze kann man sehen und das Donnergrollen wird auch immer lauter. Welche Häuser wie stark betroffen sein werden, bleibt abzuwarten.
Selbst wenn es nach der Bankenkrise keine Versicherungskrise geben wird. Es bleibt das (nennen wir es mal) gewöhnliche Risiko, dass die zukünftige Entwicklung (da der Kapitalstock ja immer weniger ordentliche Erträge abwerfen wird) die bisher erzielte Durchschnittsverzinsung der Vergangenheit (welche bisher ja planmäßig verlief) zunehmend verwässert. Entscheidend ist doch die erzielte 'Final'-Rendite nach Fälligkeit der Anlage und weniger die laufende Verzinsung.
Hier ist meine Skepsis gewachsen.
Mit 18/19 Jahren angefangen, sollte die anfänglich klein ausgestattete LV durch die 10%ige Dynamisierung sukzessive eine immer größer werdende Bedeutung meiner konservativen Anlagen einnehmen. Die 'Umschichtungen' durch die Beitragserhöhung speist(e) sich vor allem aus meinen 'risikoreicheren Anlagen'. Bisher habe ich das durchgehalten und die Beitragssummen sind mittlerweile auf gutem Niveau.
Allerdings beobachte ich die aktuelle Entwicklungen sehr genau. Würde der Weg holpriger, stellt sich die Frage des 'Abbiegens'.