Bitte erneut nach oben schauen, harlekyn, wurde nochmals editiert.
Beiträge von derAL
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Original geschrieben von harlekyn
Das Unternehmen ist grundsolide und legt Rekordzahlen vor, erfuellt aber nicht die Erwartungen der Kaffeesatzleser. Hm, irgendwas ist falsch an diesem Bild. :pVerrückt, was?

Aber so sind die Finanzmärkte, weil die 'Kaffeesatzleser' mit ihren Erwartungen (quasi als Auslöser) den Kurs in den letzten Jahren durch überzogene Wachstumsannahmen (auch beim Gewinn) regelrecht in die Höhe getrieben haben. Und diese Spiel läuft jetzt nicht mehr, weil Apple diese (weiterhin überzogenen) Annahmen nicht mehr erfüllen kann. Wie auch? Die Wettbewerbssituation ist eine andere als 2007 und es gibt Wachstumsgrenzen.
Das predige ich ja seit Monaten und habe in vielen Beiträgen versucht klar zu machen, weshalb Apple in dem Börsenspiel irgenwann nur verlieren kann. Was für mich konkret bedeutet: Federn ablassen, dann Value sein. Happy End: Value ist meistens die bessere Wahl (es gab eine Ausnahme in der Finanzkrise) und da ist das Unternehmen ein feines Stück. Aber im Moment nicht.
Bin ja kein Apple-Hasser, auch wenn mir das immer unterstellt wird.
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Original geschrieben von harlekyn
http://www.theverge.com/2013/1…wirl-and-confidence-fallsAuch, wenn ich mich wiederhole:
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Original geschrieben von derAL am 10.11.2012 (gekürzt)Dass Apple nicht mehr weiß, wie es die Bargeldbestände investieren soll, ist ein Zukunfts-Rendite-Problem. Es wirkt auf Erwartungen -> diese auf Gewinnerwartungen -> diese auf die zukünftige Bewertung des Unternehmens.
Anmerkung: Text wurde durchgestrichen, da es damals ein extremes Anschauungsbeispiel für eine vorangegangene Diskussion war: Wenn die Bewertung nur bedeuten würde, 100 Mrd. USD (Bargeld) / Aktienanzahl, wovon bezahlt Apple dann die Dividende? Hauptsächlich von den (niedrigen) Geldmarktzinsen, wenn die Bargeldbestände alles andere zunehmends dominieren?Die Relation zwischen der Rendite von Bargeldbeständen und der Rendite des Absatzes ist sehr wichtig für das Unternehmen. Dominiert die Bargeldrendite immer mehr, geht die Gesamtrendite auch immer mehr herunter. Und wenn das kein Problem für die zukünftige Apple-Aktienkurs-Entwicklung darstellen soll, dann weiß ich bei Dir auch nicht mehr weiter ...
Wenn Apple, wie das Handelsblatt schreibt, sich (irgendwann) von einem „Technologie-Titan“ zu einem (normalen) „Technologie-Dinosaurier“ wandelt, dann geht das zunächst nur über das Federn-Ablassen, denn 'normal' bedeutet in dem Sinne auch 'normale Bewertung' und erst recht 'normale (Gewinn-)Erwartungen'. Die aktuellen Gewinnerwartungen sind aber wie eh und je weiter euphorisch. Und diese definieren den aktuellen (nach wie vor existenten) Hype-Kurs, denn Gewinnerwartungen wirken auf die 'fair-oder-nicht-fair-Bewertungsfrage' eines Aktienkurses, auch bei Apple.
--------------------------------------------------------------------------------The Verge hat ja grundsätzlich Recht. Da bin ich absolut bei Dir, harlekyn.
'They are printing money, and the market doesn't care.', so die Kernaussage.
Stimmt, weil es an den Finanzmärkten um Erwartungen geht, die Bewertungen nach sich ziehen. Und gerade diese Erwartungen haben enttäuscht. That's it

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Original geschrieben von harlekyn
Viel spannender ist die Frage, was dich so antreibt :p
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Original geschrieben von harlekyn
Genau. Oder gegenueber dem Vorquartal: Umsatz +51,3%, Gewinn +59,7%.Bloomberg:
'The results bolster speculation that Apple’s growth may be ebbing amid higher production costs, stiffer competition from rivals such as Samsung Electronics Co. and slowing expansion in the global smartphone market. Investors are looking to Chief Executive Officer Tim Cook to demonstrate Apple has more blockbuster products in the pipeline to reignite sales.
“It’s going to call into question whether we have seen the peak of Apple,” said Shaw Wu, an analyst with Sterne Agee & Leach Inc. “One quarter can’t answer that question, but the concern will be heard louder until proven otherwise, and that will weigh on the stock.” '
Nachbörslicher Kurs Lange & Schwarz: 359,53 EUR, entspricht -19,87 EUR bzw. - 5,24% bzw. Kursniveau (Candle-Stick) vom 09. Februar 2012
Edit: Nun auch erste Reaktion vom Handelsblatt.com:
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Original geschrieben von harlekyn
Achja, zum Thema des Threads: Hier noch die aktuellen Quartalszahlen.Umsatz: $54.5 Mrd ($46.33 Mrd in Q4/11, $36 Mrd in Q3/12)
Gewinn: $13.1 Mrd ($13.06 Mrd / $8.2 Mrd)
iPhone Stueckzahlen: 47.8 Mio (37.04 Mio / 26.9 Mio)
iPad Stueckzahlen: 22.9 Mio (15.43 Mio / 14 Mio)Q4/11 hatte im Uebrigen eine Woche mehr als das Q4/12.
Apple steht am Abgrund. Aber sowas von.
+17,6% Umsatzwachstum zum Q4/11
+0,3% dabei Gewinnwachstum zum Q4/11?Oder lese ich Deine Zahlen falsch, harlekyn?
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Original geschrieben von Uelmuek
Umweltschutz okay und wo sind die sozialen Arbeitsbedingungen nun nachweislich besser als bei Apple/Foxconn?
Und deine Links sind 1,5 Jahre alt
Auch da hat Apple aufgeholt bzgl. Materialauswahl und Recyclebarkeit.Sagen wir nicht 'aufgeholt', sondern 'nachgeholt/reagiert'. Nichts anders habe ich ja geschrieben:
'Andere Unternehmen (u.a. Nokia) übernahmen in gewisser Hinsicht eine Vorreiterrolle, bis der öffentliche Druck auf Apple in Sachen Umweltschutz und sozialen Raubbau bei Foxconn & Co. derart zunahmen, bis das Unternehmen ein wenig und unter Cook ein wenig mehr reagierte.
Die Kehrseite der Medaille ist, dass Nokia und andere Mitbewerber in Sachen Foxconn & Co. dorr leider auch zunehmends nachziehen.
Früher fertigten Nokia in Finnland oder anderswo in Europa. Aber wie will man das auch durchhalten, wenn Mitbewerber nahezu ausschließlich in China produzieren?
Man zieht, wie im Fall Nokia zunächst von Bochum nach Rumänien und von dort letztlich auch weiter nach China. Man bildet im Sinne des Benchmarking Prozesse nach.
Eine Entwicklung, die ich nicht im übrigen nicht gut finde. Sie wird allerdings auch von der Marktdominanz der Großen der Branche getrieben. Erkläre mir mal, wie Mitarbeiter in Deutschland oder Finnland billiger fertigen soll als in China? Selbst Know-How im Fertigungsverfahren oder Produktivitätsvorteile machen das kaum weg, wenn in China 50.000 Billigkräfte in mehreren Schichten rund um die Uhr sieben Tage die Woche iPhones zusammenschrauben. In Europa wohl chancenlos. Wegen den Arbeitsbedingungen wurde in den letzten 1 1/2 Jahren die öffentlich Kritik auf lauter, dass nun Cook öffentlichkeitswirksam reagierte. Wesentlich verbessern (was ist hier konkret wesentlich?) wird sich die dortige Situation aber noch lange nicht.Das Paradoxon ist, dass Bochum oft als Grund dafür genannt wird, weshalb man Nokia-Produkte seitdem verweigert, obwohl Mitbewerber wie Apple fast nur in China produzieren.
Der Plan von Apple, künftig auch in den Vereinigten Staaten produzieren zu wollen, kann ich noch nicht beurteilen; ist es Marketing oder haben die Amerikaner tatsächliche starke ökonomische Argumente, in USA zu produzieren? -
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Naja, sagen wir es so: Andere Unternehmen übernahmen hier in gewisser Hinsicht eine Vorreiterrolle, bis der öffentliche Druck auf Apple in Sachen Umweltschutz und sozialen Raubbau bei Foxconn & Co. derart zunahmen, bis das Unternehmen ein wenig und unter Cook ein wenig mehr reagierte.
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Ein gut geschriebener Artikel.
Im Grunde genommen ist es die dort beschriebene 'wohlwollende Diktatur', welche mich persönlich am meisten an Apple stört. Keine Diktatur der Welt ist im Sinne eines liberalen Grundgedankens wohlwollend. Und erst recht kein Unternehmen, das eine derart marktbeherrschende Stellung einnimmt. Und wenn es jemals einen wohlwollenden Anfang bei Apple gegeben haben sollte; er nahm mit steigener Marktmacht ab. Man betrachte nur die Bedingungen bei der Produktion von Apple-Produkten, den Stand zum Thema Umweltschutz bzw. Nachhaltigkeit und so weiter. Wohlwollend?